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27,32 Mio. Zuschauer im ZDF: Nationalmannschaft steigert sich erneut

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Der zweite Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM hat noch einmal mehr Leute vor die Fernseher gezogen als bei der Premiere vier Tage zuvor. 27,32 Mio. sahen das 0:0 gegen Polen im ZDF - ein traumhafter Marktanteil von 73,3%. Bei den 14- bis 49-Jährigen gab es mit 11,92 Mio. sogar 79,1%. Die Konkurrenz landete logischerweise klar unter ihrem Normalniveau.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. Neuer EM-2016-Rekord für Deutschland-Polen

Schon das erste Match des deutschen Teams gegen die Ukraine war am vergangenen Sonntag ein gigantischer Erfolg. 26,57 Mio. Fans sahen zu. Gegen Polen waren es nun schon 27,32 Mio., der Marktanteil lag bei 73,3%. Wenn es ab dem Achtelfinale richtig spannend wird und die deutsche Mannschaft noch dabei sein sollte, könnte sogar ein neuer Alltime-Rekord drin sein. Den hält – wie berichtet – immer noch das EM-Halbfinale gegen die Türkei aus dem Jahr 2008, das damals 29,46 Mio. Leute im ZDF verfolgten. Bei den 14- bis 49-Jährigen gab es am Donnerstag mit 11,92 Mio. Sehern sogar einen Marktanteil von 79,1%, bei den 14- bis 19-Jährigen und den 30- bis 39-Jährigen ging es mit 85,2% und 82,9% sogar weit über die 80%-Marke hinaus.

2. Neun Top-Ten-Plätze gehen an das ZDF, nur die „Tagesschau“ schafft den Sprung in die Liste

Neben dem Deutschland-Spiel eroberte das ZDF auch noch acht weitere Plätze der Tages-Top-Ten. So kam das Halbzeit-„heute-journal“ beispielsweise auf 25,51 Mio. Zuschauer und 66,9%, die Moderationen rund um das Spiel sahen 20,35 Mio. (59,9%). Das 18-Uhr-Spiel zwischen der Ukraine und Nordirland sahen schon 8,08 Mio. Fans (35,2%) und die 15-Uhr-Partie zwischen England und Wales 5,89 Mio. (44,7%). Für diese frühe Anstoßzeit ist das der beste Wert seit dem Wochenende. Das Erste schaffte nur mit der 20-Uhr-„Tagesschau“ den Sprung in die Top Ten: 5,53 Mio. (18,6%) verließen für sie die Fußball-Berichte des ZDF. Um 20.15 Uhr kam der ARD-Film „Mord in bester Gesellschaft: Der Tod der Sünde“ immerhin noch auf 2,79 Mio. Zuschauer und 7,9%.

3. RTL mit „Doctor’s Diary“ zwischenzeitlich unter 2%, ProSieben ebenfalls völlig desaströs

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Für die drei großen Privatsender war der Donnerstagabend ein Abend zum Vergessen. Gegen den Auftritt des deutschen Teams hatten sie in der Prime Time keine Chance auf nur halbwegs normale Quoten. RTL fiel im Gesamtpublikum mit der 21.15-Uhr-Folge von „Doctor’s Diary“ und nur 730.000 Zuschauern sogar auf desaströse 1,9%, ProSieben kam mit seinem Film „Step Up: Miami Heat“ nur auf 650.000 Seher und 1,8%, landete damit fast gleichauf mit dem mdr Fernsehen. Bei den 14- bis 49-Jährigen kam „Doctor’s Diary“ um 20.15 Uhr noch auf 810.000 Zuschauer und 6,7%, die 21.15-Uhr-Episode rutschte aber auch hier auf katastrophale 2,9%. ProSiebens „Step Up“ kam mit 550.000 jungen Menschen auf 4,0%, Sat.1 erzielte mit „Criminal Minds“ um 20.15 Uhr 5,2%, um 21.15 Uhr 2,7%.

4. kabel eins um 20.15 Uhr mit 1,1%, Vox mit 2,1%

Auch in der zweiten Privat-TV-Liga gab es am Abend Mini-Quoten zu bestaunen: RTL II erreichte bei den 14- bis 49-Jährigen mit den „Kochprofis“ um 20.15 Uhr noch 3,5%, der „Frauentausch“ fiel in direkter Konkurrenz zum Deutschland-Spiel auf 2,1%. Vox kam mit der „Hochzeit meines besten Freundes“ auf nur 290.000 14- bis 49-Jährige und 2,1% und kabel eins blieb mit dem Film „Sphere“ bei 160.000 jungen Zuschauern und 1,1% hängen.

5. Comedy Central holt in der Nacht mit „American Dad“ über 12%

kabel eins erreichte in der Prime Time weniger junge Menschen als ein kleiner Sender wie Comedy Central um 1.40 Uhr nachts: 250.000 14- bis 49-Jährige sahen dort zu später Stunde „American Dad“ – ein unerklärlich gigantischer Marktanteil von 12,2%. Die Serie war damit im jungen Publikum das stärkste Programm der kleineren Sender am gesamten Donnerstag. Schon die Episode um 1.10 Uhr lief mit 160.000 14- bis 49-Jährigen und 6,6% hervorragend, „Bob’s Burgers“ kam um 0.50 Uhr auf ebenfalls 160.000 und 5,3%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Ich würde ja mal vorausschauend ausrechnen wie groß die Umsatz-Einbrüche bei Pro7/Sat1/sixx/Kabel1/Sat1Gold/7maxx/Kabel1Classics und RTL/RTL2/SuperRTL/VOX/RTLnitro/RTLplus/ntv sein werden bevor Nielsen(?) das dann bestätigt.

    Ohne hohe Rechtskosten oder auch prohibitiv hohe Strafen für Softwarepatent-Verletzungen, TTIP, TISA, Ipred2, Acta usw. gäbe es längst eine App wo jeder GEZ-Zahler voten könnte was mit seinen Gebühren passiert.
    Schade das Red Bull, Luxemburg, London wegen BBC oder FreeSat (=echtes FullHD ohne HD+-Gebühren) oder Erdogan oder Putin oder andere diese simple Programmierung nicht unterstützen und in guten Ländern realisieren lassen. Sonst gäbe es das längst.

    Wenn sich genug für Fußball finden kann man denen das ja nicht verbieten. Ich hingegen würde 100% meiner GEZ-Gebühren auf Arte schieben. Vielleicht noch Klassiker wie Basil Rathbone, der dünne Mann oder Graf Yoster und Ekel Alfred oder Flash Gordon (und ich glaube auch Buck Rogers?) von 1927(?).
    Budget welches nicht zugeteilt wird, wird wie bisher verteilt. Verträge usw. sind immer nur über die nächsten 6 Monate. Dann sieht man ja was trocken fällt und passt (wie ein Restaurant oder Obst- und Gemüsetheke) das Angebot dem aktuellen Volkswillen an. Denn wer bezahlt, bestimmt auch was gespielt wird…
    (Pull-Prinzip aus Sicht des Bezahlers/Zuschauers).

    Werbe-TV-Sender hingegen müssen die vorhandenen Werbebudgets und Zielgruppen preisgünstig mit Sendungen auffüllen um passend Zuschauer während der Aufmerksamkeit (z.B. nach der Arbeit 18-20 Uhr) anzusprechen. Es gibt sogar Verlage welche das offen zugeben oder bei den eingestellten Frauen-Zeitschriften-Artikeln (4 Stück zum gleichen Thema heute und gestern glaube ich) wurde ja auch gesagt, das die ausreichend vorhandenen Werbebudgets die Aufmerksamkeits-Ökonomie suchen.
    (Push-Prinzip für Werbe-Budgets). Weil man Pakete kauft oder lizensiert, wirkt es halt manchmal wie Push für Content. Aber ohne Werbebudget als wahrer Kosten-Träger wird auch nicht gesendet. Und Prothesen-Haftcreme bucht wohl eher nicht bei Kalkofe, Bates Motel, Hannibal oder Dexter wohingegen vielleicht jedes Alter Game of Thrones guckt. Der Boden bestimmt, welche Pflanzen dort erfolgreich wachsen können oder welche Kraftfahrzeuge (Formel1, Rennrad, BMX-Bike, Cross-Bike, Paris-Dakar-Geländewagen, Nascar-Autos…) dort erfolgreich Rennen fahren.

    Die GEZ-Sender sollten von Zwangs-Abgaben kein Hollywood oder Fußball zeigen welches bei den Werbe-TV-Sendern vergleichbar laufen würde aber das sollte jeder Zahler für sein GEZ-Budget individuell in einer kostenlosen (und besser funktionierenden als viele zilliarden-teure Groß-IT-Projekte) App selber festlegen können. Im Rahmen des Regional-Auftrages hingegen würden alle 11 WDR-TV-Sender, BR Nord und BR Süd, rbb Brandenburg und rbb Berlin usw. die Regional-Ligen oder auch zweite Bundesliga zeigen und vermutlich sogar noch Gebühren sparen und die Gebühren endlich mal dank Digital-Rendite und Volksverwaltung senken können. Wenn (wie die Zuschauerzahlen ständig hier zeigen) genug Geld für Schlager oder Volksmusik zusammen kommt, wird halt auch das gezeigt… RTLplus oder Kabel1Classics zielen vielleicht auch auf diese Zielgruppen von „Escapisten“(?).

  2. IZombi auf SiXX hatte auch sehr gute Einschaltquoten… das war nämlich um 2100 Uhr zu ende und Mann konnte pünktlich zum Fußball umschalten…

  3. Echt jetzt Herr Flügge? Das ist eine originelle Sichtweise. 27 Mio. Zuschauer bedeuten wohl eher Straßenfeger. Wenn Ihre Rechnung Schule macht wird’s ganz schön dunkel in deutschen Wohnzimmern……vielleicht gibt es doch Sendungen, auch von Ihnen geschätzte, die NOCH weniger Publikum locken. Solls geben…. 🙂
    Ist doch in dem Fall mal gut angelegte „Zwangsabgabe“….

    Wenn Sie Fußball nicht mögen, nutzen Sie doch die an den Spieltagen leeren Geschäfte, leeren Autobahnen, leeren Schwimmbäder uswusf. für alternative Aktivitäten.

  4. Danke für die Zahlen. 27 Millionen Zuschauer bedeuten bei 82 Millionen Menschen in Deutschland: 55 Millionen, also zwei Drittel, haben sich für das Spiel NICHT interessiert. Das zeigt erstens: Fußball ist ein Minderheitenthema, auch wenn diese Minderheit gerade mal wieder laut ist. Zweites drängt sch noch stärker die Frage auf, warum diese Mehrheit für ein solches Stück aufklärerische, staatsbürgerlich wertvolle TV-Grundversorgung Wohnungs- Arbeitsplatz- und Fahrzeug-Zwangsgebühr zahlen muss.

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