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Gewinneinbruch beim Spiegel: magere Jahres-Ausschüttung von nur noch 1000 Euro pro Mitarbeiter

Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass: ehrgeizige Wachstumsziele weiter fest im Blick
Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass: ehrgeizige Wachstumsziele weiter fest im Blick

Den Spar- und Wachstumskurs des Spiegel-Verlags bekommen die Mitarbeiter jetzt in der eigenen Geldbörse zu spüren. Die stillen Gesellschafter in der Mitarbeiter KG, denen rund die Hälfte des Gewinns zusteht, bekommen für das vergangene Geschäftsjahr lediglich eine spärliche Gewinnausschüttung. Entsprechend mager fällt auch der Betrag an die Augstein-Erben und Gruner + Jahr als Mitgesellschafter aus.

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Es galt lange Zeit als ein gutes Zubrot. Jedes Jahr erhalten die stillen Gesellschafter beim Hamburger Spiegel-Verlag nach einem ausgeklügelten Punktesystem, das die Betriebszugehörigkeit und das Jahresgehalt berücksichtigt, rund 50 Prozent des Gewinns. In früheren, guten Geschäftsjahren kamen bei einigen stillen Gesellschaftern so satte Beträge in fünfstelliger Euro-Höhe an. Den Geldsegen haben sie dem Verlagsgründer Rudolf Augstein zu verdanken, der Redakteure, Dokumentationsjournalisten und Verlagsangestellte mittels einer Schenkung 1970 am Unternehmen beteiligte.

In diesen Jahr fällt das ausgeklügelte Punktesytem flach. Erstmals bekommen alle stillen Gesellschafter denselben Betrag aus dem Jahresgewinn 2015 ausgeschüttet. Nach Informationen von MEEDIA handelt es sich um rund 1000 Euro brutto. Grund für diese Einheitsaufschüttung ist, dass der Gewinn des von Augstein gegründeten Unternehmens 2015 eine bestimmte Summe unterschritten hat. Verantwortlich für den Ertragsrückgang sind vor allem hohe Rückstellungen. Sie hatte die Firmenspitze unter Führung von Thomas Hass – unter anderem für das geplante Vorruhestandsmodell – im Abschluss 2015 gebildet. Die Rückstellungen betragen nach MEEDIA-Informationen rund 27 Millionen Euro. Darin enthalten sind zudem weitere Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, die den Gewinn 2015 schmälern.

Legt man die Ausschüttung an die rund 780 stillen Gesellschafter (laut Innovationsreport) von jeweils 1000 Euro brutto zugrunde, dürfte damit der Gewinn des vergangenen Geschäftsjahres unter 2 Millionen Euro gelegen haben. Damit wäre das Medienhaus an der Ericus-Spitze nur knapp den roten Zahlen entgangen. Entsprechend mager fiel auch für die anderen Gesellschafter des Spiegel die Ausschüttung in 2015 aus. An dem Unternehmen sind ferner die Erben von Rudolf Augstein sowie das Hamburger Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr (Stern, Geo) beteiligt.

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Die Hamburger Spiegel-Gruppe leidet seit Jahren unter schwindenden Anzeigen- und Vertriebserlösen. Firmenchef Hass hatte dem Medienunternehmen im vergangenen Jahr ein Wachstums- und Sparprogramm unter dem Namen „Agenda 2018“ verordnet. Es sieht unter anderem vor, die Kosten jährlich um 15 Millionen Euro zu drücken. Dazu zählen neben Sach- auch Personalkosten. Die Firmenspitze hatte deshalb, den Mitarbeitern ein großzügiges Vorruhestands-Modell unterbreitet. Dies hatten 111 Beschäftigte angenommen. Dennoch drohen noch im Juni Kündigungen. Die Geschäftsführung bemüht sich allerdings, diese noch abzuwenden.

Der Verlag gab hierzu keine Stellungnahme ab und verwies auf die Mitarbeiter-KG, die sich zu betriebsinternen Vorgängen ebenfalls nicht äußern will.

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Alle Kommentare

  1. Der Spiegel war bei der Energiewende brav auf Kurs der grossen Energieversorger – die hatten auch stets ganzseitige Anzeigen im Spiegel platziert. Nur lassen sich heutzutage die Leser nicht mehr ganz so leicht für dumm verkaufen und bleiben weg.

  2. das beste was passieren kann ist dass dieses von Mutti Merkel geliebte Schmierblatt ganz von der bildfläche verschwindet

    1. Tja, wenn es nur noch von Hinnerk Albert geliebte Medien geben darf, dann lese ich lieber nichts mehr……

      Wichtig bei Hinnerk: Merkel MUSS mit in den Beitrag……

  3. Kommentar: „Gibt es Rettung? Nein.“
    Doch. Nenn ein Land wo man ohne prohibitiv hohe Strafen Volksverbesserung programmieren darf und du bekommst Wiki-News, Data-Wiki, SchoolLearn-Wiki, die meisten der 10 Punkte von Jimmy Wales(?) und viele andere – trivial zu programmierende – Dinge welche den meisten Völkern weltweit informationsmäßig das Licht einschalten würden. Vollständige Schachspiel-Reportagen haben keine Sprache. Fußball-Ergebnisse und Spielberichte genau so wenig (Tor, Minute, Spieler, ggf. Animationen und Skizzen vom Spielverlauf,…) und Bilanz-Zahlen natürlich genau so wenig. Die Aktienkurse und TV-Programm in Zeitungen und Zeitschriften werden ja auch tabellarisch dargestellt und nicht als Fliesstext in einer Sprache.

    (Zwischen-Motivation auch wenn es bisher keinen interessiert hat:) CarGlass (Versicherung bezahlt) oder WirKaufenDeinAuto (Consumer-To-Business) oder WhatsApp oder Wikipedia sind ja Erfolge und eigentlich recht einfache Ideen. Auch HuffPo-USA wird als sehr neuartig bejubelt oder Twitter ist nicht wirklich kompliziert. Da geht noch extrem vieles – oft triviales – was hier leider nicht ermöglicht wird. (ENDE der Zwischen-Motivation)

    Wenn News-Wiki genug Geld per Werbung einspielt, würde es die Agenturmeldungen abonnieren/lizensieren und als Original listen. Drunter die 360-Mäßigen (nicht Optisch sondern inhaltlich) relevanten Ergänzungen. Beispiele:
    – Bei Google-übernahmen die letzten 100 (überwiegend gescheiterten) Übernahmen.
    – Der Schiessbefehl wurde zwei Mal gefunden vom Qualitäts-und-Leistungs-Journalismus
    – Bei der Adels-Hochzeit erinnerte sich der Qualitäts-Journalismus erst ein paar Wochen später statt sofort an den Onkel mit Problemen. Fast jede Rentnerin und Hausfrau am Zeitschriftenregal hätte sich wohl sofort erinnert.
    – Es gab drei verschiedene Fuchs-Panzer. Der Qualitäts-Journalismus hat das wohl auch erst spät realisiert.
    … usw.
    Es wäre die first second source welche jeder Schreiber vor dem Artikel und nach der Agenturmeldung oder PR-Text als erstes aufrufen würde um die fehlenden Ergänzungen zu erkennen. Doch bloß wo kann man sowas triviales programmieren… Geldgeber, Steuervergünstigungen, Mietmafia-mästende Etepetete-Büros in Höchstpreis-Mietgebieten, Mindestlohn-Ausnahmen, Verlinkungs-Steuer oder gut-dotierte Stiftungen bräuchte man dafür natürlich nicht. Warren Buffet, Craigslist oder Whatsapp mit 500 Millionen Usern, MySQL usw. haben/hatten unter 100 Mitarbeitern glaube ich.

    Ich glaube SPON waren mit die wenigsten welche bei den Apple-Quartalszahlen auffiel das (wie auch bei Amazon die Clouds) die „Dienstleistungen“ (ITunes, iPay usw.) das zweitgrößte Standbein geworden sind.
    Wegen Canther und Siegel waren die auch bei mir unten durch aber Autorenprinzip beruhigte mich etwas. Muss man halt wissen und am besten vorher. (google: site:spiegel.de canther siegel aber dann mehr als einen Artikel lesen um zu Erkennen)

    Grundproblem: Glaubwürdigkeit sinkt massivst auch durch Kleinigkeiten. Oft halt bei Themen wo man sich selber auskennt oder halt offensichtliche Schlampereien. Viele Rentner machen Elster. Also erkennt man sofort, das die meisten Schreiber selber noch nie Elster ausgefüllt haben wenn sie von Steuer-Änderungen berichten.

    Die erkennen die Probleme nicht mal. Früher hat die Wirtschaft das Volk voran gebracht. Trotz Wachstum und z.b. Win10 streicht M$ 14.000 Stellen und auch alle anderen Unternehmen sparen überall Mitarbeiter ein. Dank Aldi und Lidl haben wir noch genug zu essen. Auf DSL warten viele – dank Rot-Grün – bald länger als damals auf einen Trabbi. Das Land geht kaputt. Die nächste Rezession kommt ja erst noch. Kein Journalist hat eine Liste aller DAX-Unternehmen und wie lange sie ohne Zilliarden-Subventionen durchhalten können. Die Liste schreibt man nicht selber. Da fragt man einfach die Unternehmen offiziell.
    Die sind immer noch an platzbegrenztem (also verkürzten) Print verhaftet und realisieren die Möglichkeiten von vollständigem Online garnicht. Auch Zuckerberg macht wohl Telefonkonferenzen wie nach dem Krieg statt endlich mal jeder PR-Konferenz ein Tablett auf den Tisch zu knallen und dort alle Reporter, alles Volk ALLE ÜBERALL die Fragen digital und legal und konstruktiv stellen zu lassen. Trivial zu programmieren. Leider habe ich immer noch kein Land dafür gefunden um weltweit jede PR-Konferenz dank digital Feedback-Townhall-Mäßig zu verbessern.
    Jeder hat ein Handy in der Hand aber keiner will Jogi die Fragen digital stellen sondern lieber stundenlang bei den PR-Konferenzen sitzen und dort hin fahren usw. ???
    Jeder sparsame Verleger hätte sich diese vermeidbaren Kosten längst eingespart und das Tablett würde die Fragen stellen und online würde man den Text realtime zur Apple- oder Jogi-Löw-PR-Konferenz oder EZB usw. getippt sehen weil der Reporter von zu Hause oder Redaktion schneller besser stärker umfassender korrekter fortschritts-fördernder berichten kann und wird.

    Und das die Politik wie üblich hunderte Millionen ausgibt aber der Nutzen beim Volk wohl eher kaum ankommt, interessiert auch keinen. Davon werden die nicht neu gewählt. Ähnliches macht man in Diktaturen damit der Schwager vom Diktator die dicken Bau-Aufträge oder Olympia- oder Fifa-Tickets zum Weiterverkauf bekommt. Das Volk ist dort egal. Warum sollen die die wählen ? Weil die kein kostenloses WiFi aufbauen lassen ? Weil die oberen 1% schnell vor der Wahl noch extrateures Internet bekommen um den Kupfer-Monopolisten zu stützen ? Das rettet die aber nicht wenn fast nix wirklich beim Bürger ankommt. Wifi überall wäre ohne Steuern von Freiwilligen kostenlos mit den Routern vom Elektroschrott realisierbar und jeder würde es sofort am Handy laufen haben wenn er durch die Stadt läuft. Vermutlich werdet die also trotz Zillionen-Förder-Aufträgen an Firmen demnächst abgewählt… „Datenautobahn-Bau“ soll wohl an Autobahnbau für tausende Arbeiter erinnern. Davon werden die aber nicht mehr – wie früher vielleicht wo die Wirtschaft deren Arbeit erledigte und die sich bejubeln und die Abendsonne geniessen liessen – gewählt wenn die Zukunft der jahrzehntelangen Stammwähler für ihre Kinder und Enkel als Diplom-Dauerpraktikanten ohne Zukunft längst vorbei ist. Der Mittelstand ist weg sagt jeder US-Präsidentenkandidat und wohl auch die meisten US-Medien.
    Rot-Grün weiss nicht mal was sie damals alles falsch gemacht haben…
    Der Protest nimmt scharenweise zu, weil Regierung und Presse ihre Aufgabe für Verbesserung fürs Volk nicht erfüllen. Jedes Formel-1-Auto wird jedes Rennen schneller. Bei Fußball wird offen auf der Titelseite jeder Fehler kritisiert. Abwahl kommt schneller als man denkt. Die schnelle Regierungs-Beteiligung der Schill-Partei oder der Erfolg der Gabriele-Pauly-Partei wurden wohl vergessen. Seit den 70ern wird die Welt wohl nicht mehr besser und die Presse ist mit Schuld. Auch China kriegt leider Probleme 🙁

    Wie gesagt: Man braucht nur Schutz und kein Geld oder Subventionen. Den Rest gibts aus der Cloud. Am neuen Markt musste man Balancer, Scaler usw. noch alles selber programmieren und fast jeder ausser mir war gegen KV-Datenbanken welche dann erst Jahre später (weil hier verhindert) den Siegeszug als NoSQL-Datenbanken (auch dank Amazon wie schon die Clouds!) antraten. Man wäre sogar stolz darauf, jedem zu erzählen wie viel Steuern man bezahlt damit die Cashburner endlich verboten werden oder in die Outlands ziehen müssten wo sie durch die dort nur ein Zehntel so hohen Büro-Mieten vermutlich automatisch in die Gewinnzone kämen.
    Die Industrieminister der meisten Länder sind leider nicht daran interessiert. Dort müssen hunderttausende ungelernte Arbeiter beschäftigt werden und auch hier bald zigtausende arbeitslose Auto-Bauer weil die Smart-E-Car-AutoClouds die Stückzahlen der PKW massivst mindern werden und das Überangebot an Benzinern diesen Markt untergehen lässt wie damals die Trabbis (und deren Preise) die vielleicht scharenweise ausgesetzt an der Straße vergammelten – wie bald womöglich die Benziner-PKW. Die Rezession kommt bald wie der Winter bei Game of Thrones. Wirklich keiner ist vorbereitet ausser dem Ausland um alle guten Mittelständler und Marken-Namen billig aufzukaufen. Tausende Journalisten verlieren die Jobs wenn die Werbe-Budgets zusammenbrechen.

    Alternativen – im Sinne neuartiger Angebote und nicht „noch eine Zeitschrift aber mit anderer Orientierung“ – sind kostenlos selbstfinanziert möglich. Doch bloß wo…
    Vielleicht sollten die Gegner der angeblichen Lügenpresse offen die geschützte Programmierung in befreundeten Ländern erlauben lassen.
    Ein Hamburger Casino-Manager gründete laut TV-Doku in Monaco die Spielbank und die Regel war wohl, das die eigenen Einwohner dort nicht spielen durften. So einen Deal könnte man auch machen und alle West-Politiker aller Länder und Boni-Manager mit konstruktiver legaler Programmierung ratz-fatz zur wahreren wirksameren Arbeit fürs Volk bringen. So wie ein 1-Euro-Doping-Schnelltest vor dem Startschuss.
    Taiwan, Singapur, Hong-Kong, Russland, Türkei, Dubai, Venezuela, Cuba… usw. hätten die Möglichkeiten ohne jegliches Investment (ein Büro und ein Deal reichen, die schlaue Hausfrau nimmt was vor Ort vorhanden ist) zum Leuchtturm der digitalen Wahrheit zu werden und fettfrei Verwaltungsoptimiert zu wachsen. Auch London (nach dem Brexit) hat einige Ex-Deutsche welche noch offene Rechnungen haben und die Optimierung von Politik und Presse für Volks-Vorteil fast ohne Eigen-Aufwand begrüßen würden. Briefkastenfirmen-Holdingketten machen vermutlich mehr Kosten und Arbeit.
    Leuchttürme leuchten meist eher nicht nach unten wenn sie nicht wollen wodurch das Gleichnis noch passgenauer wird.
    Transparenz ist der Feind der Miswirtschaft.
    Denn das Licht – mögen Parasiten nicht — weil sie gern im Dunkeln munkeln. Und in vielen angeblichen Demokratien ist es sehr sehr dunkel und dem Volk gehts immer schlechter. Hier hingegen gehts ja allen wohl immer besser wie rot-grün und schwarz-rot und schwarz-gelb vermutlich gerne verkünden.
    Fragt doch deren Botschafter. Hier ist es dank Softwarepatenten, TTIP usw. finanziell uninteressant und Amerikaner kommen nicht selber auf die Idee oder würden (wie Sumly oder Nest oder Skype oder Paypal) aufgekauft und deren Disruption um Jahre/Jahrzehnte verhindert was bei Tesla zum Glück nicht passiert und die Smart-E-Cars die Straßen sofort rulen werden wie die Vorbestellungen beweisen.
    Es ist billiger als die „Investier hier“-Wirtschafts-Minister-Werbungen vieler Regionen im Börsen-TV. Da man aber keine tausenden ungelernter Arbeiter beschäftigt und Verwaltungen und Staaten auf Profit optimieren würde, ist das Interesse von Wirtschaftsministerien überwiegend leider überschaubar. Denn man wäre so beliebt und netto-nutzen-bringend wie viele Doping-Kontrollen, Gewerbe-Aufsicht oder Führerscheinprüfung… Die neue Regierung (nach der oft verdienten Abwahl der alten Regierung) jedes Landes hingegen findet einen gut und fördert einen um Korruption, Miswirtschaft und Kosten-Sümpfe durch Licht endlich trockenzulegen und die Nachbarländer billig aufzukaufen. Oder einfach nur vor der Wahl um gewählt zu werden weil man sauberer und besser organisiert ist und besser Bescheid weiss als die Konkurrenz… Wer als erster das Licht einschaltet, erhält vielleicht einen dauerhaften Vorteil für sein Land.

    CarGlass (Versicherung bezahlt) oder WirKaufenDeinAuto (Consumer-To-Business) oder WhatsApp oder Wikipedia und Ebay aber auch Zalando sind ja Erfolge und eigentlich recht einfache Ideen. Auch HuffPo-USA wird als sehr neuartig bejubelt oder Twitter ist nicht wirklich kompliziert. Da geht noch extrem vieles – oft triviales – was hier leider nicht möglich ist.

  4. Wer sich die Kommentare in den (noch) offenen Kommentarbereichen bei Spon ansieht muss feststellen, dass die Leser die Berichterstattung sehr oft ablehnen. Für mich ist der Kommentarbereich oft eine Freude, da ich doch feststellen kann, dass nicht alle Regierungs- Medien- und Einwanderungskritiker „so blöd“, „kalt“ oder „Pack“ oder „degeneriert“ sind. (Kebekus, Gauck, Gabriel, Schäuble). Viel mehr sehe ich sehr intelligente und aufgeschlossene Menschen hinter den Kommentaren.
    Spon, darunter besonders Lobo und Augstein, nehmen die Diskussion leider nicht auf, sondern schreiben einfach wütend gegen die Leser an. Als dann Hasnain Kazim auf Twitter neulich völlig rassistisch und nationalistisch (gegen die Deutschen) entgleist ist, hat SPON keine Anstalten gezeigt dies zu verurteilen. Seitdem habe ich sämtliche Klicks auf das Portal eingestellt und das Abo für unsere Praxis gekündigt.

  5. An all die schadenfrohen hier: Trotz den widrigen Umständen waren zum Jahresende noch ca. 30 Mio. EUR „über“. Rückstellungen schaffen auch Spielräume in der Gestaltung der Bilanz. Um nicht so sehr im Nebel herum stochern zu müssen wäre die Geldflussrechnung interessanter.

  6. Beim SPIEGEL gewinnt man den Eindruck, ‚wir halten am Multikult-Kurs bis zum Untergang fest‘.

    So möge es dann auch sein, Untergehende soll man nicht aufhalten.

  7. Unterstellt man die Seriösität der angestellten Berechnungen, gelange ich zu dem Ergebnis: Der SPIEGEL ist aktuell insolvenzgefährdet. Ursache: Schlechtes Marketing, will sagen: Die Leute wollen immer weniger SPIEGEL und SPON käuflich lesen, was am Produkt und seinem Vertrieb liegt. Nun könnte für den SPIEGEL eine kurze Abwärtsspirale beginnen: „Was? Ich soll mich mit einem einzigen fetten Schein begnügen, während Vorruheständler mit sattem Säcklein gepampert und gepudert werden? “ Folge: Zerwürfnisse, neue Koalitionen, Hausintrigen, Klagen, Anzeigen, Rücktritte und dauerhaft schlechte Presse. Der Absatz geht weiter zurück. Die Qualität der Produkte sinkt ins Bodenlose. Rekord: In einem Spiegelheft Ende September : Nur drei Sätze ohne Schreib- und Flüchtigkeitsfehler. Und im Oktober (vielleicht) die für manchen erlösende Nachricht: SPIEGEL meldet Insolvenz an. Es ist klar, dass es dann Massenentlassungen geben wird, obschon jeder Insolvenzverwalter versucht sein könnte, den Spiegel für eine Weile mit einer keinen Mannschaft fortzudrucken, bis sich Interessenten über die Restfirma mehr als die MARKE gibt es wohl nicht) mit ihm lukrativ geeinigt haben. Treppenwitz am Rande: Vielleicht wird ein russisches Medienunternehmen den Zuschlag erhalten. Dann dürfte Spiegel TV als Fensterprogramm auf RTL für Viele am Sonntag eine Alternative zum Quatschkonzert mit Anne Will sein. Egal, wann es passiert, aber bei 2 Mio. Gewinn wird der Spiegel dieses Wirtschaftsjahr nicht mehr überleben. Doch vielleicht gibt es ja noch einen rettenden Kredit aus Qatar, per Freitag vermittelt von SZ-Freunden und dem Franzl B.? Oder Bucerius Wichte entdecken ihr Herz für Augsteins Grabstein? Fangfrage: Was machen 2 000 (ältere, weibliche, familien- und ortsgebundene) feste, fest freie und freie Mitarbeiter des Spiegel im Januar 2017? Sie gehen zum Jobcenter, fahren für UBER und arbeiten ehrenamtlich in Hamburgs Flüchtlingsunterkünften. In jedem Fall machen sie Elternzeit. Wenn sie aber erst in der Phase sind, dass niemand der VIP Contacts zurückruft, bleibt wohl der Umzug ins Elternhaus und danach Dosen sammeln und die Aldikasse. Brrrrrrrrr, wird das ein Wurf ins kalte Wasser von Merkel-Deutschland. – Daher: Augen auf bei der Berufswahl!

  8. Die Menschen sind nicht so dumm wie die Oberen es glauben und sie lassen sich auch nicht verdummen. Wer halt nur noch Merkel-Hauspostille ist, braucht sich nicht zu wundern. Ich hoffe ich erlebe den Tag noch an dem Spiegel, taz, Süddeutsche, Stern, Focus, usw, usw. Konkurs anmelden.

    Hofberichterstattung brauchen wir keine und solche Qualitätsjournalisten auch nicht.

  9. Nun gut.
    Titel
    Gewinneinbruch beim Spiegel: magere Jahres-Ausschüttung von nur noch 1000 Euro pro Mitarbeiter
    (Jahresausschüttung)

    Bildzeile:
    Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass: millionenschwere Restrukturierungs-Rückstellungen belasten die Bilanz und schmälern die Jahresausschüttung (!)
    (Restrukturierungsrückstellungen)

    Vorspann:
    Den Spar- und Wachstumskurs des Spiegel-Verlags bekommen die Mitarbeiter jetzt in der eigenen Geldbörse zu spüren.
    (Spar- und Wachstumskurs? – bei Wachstum hätte es vermutlich mehr gegeben.)

    Text:
    In diesen Jahr fällt das ausgeklügelte Punktesytem flach.
    (ein Punktesy(s)tem fällt nicht flach, ob mit „s“ oder ohne)

    Erstmals bekommen alle stillen Gesellschafter denselben Betrag
    (den gleichen – Spricht man vom selben, ist immer eine einzige Sache gemeint – Spricht man vom Gleichen, sind identische Dinge gemeint, die in mehrfacher Ausführung vorhanden sind)

    Grund für diese Einheitsaufschüttung ist
    (Einheitsaufschüttung?)

    sind vor allem hohe Rückstellungen. Sie hatte die Firmenspitze
    (Diese hatte …)

    Die Firmenspitze hatte deshalb, den Mitarbeitern ein großzügiges Vorruhestands-Modell unterbreitet.
    (… deshalb den …)

    großzügiges Vorruhestands-Modell
    (Vorruhestandsmodell)

    schönen Abend noch.

    P.S Hinweis: Kommentare lese ich nicht Korrektur.
    Für Unsinniges und Blödes ist der jeweilige Kommentator selber verantwortlich.

  10. Lange Jahre habe ich den Spiegel gelesen. Vor etwa 10 Jahren wurde er dann schlechter und ich verlor ihn etwas aus den Augen.
    Eine Weile war dann Spon so eine Art Newsticker für mich,
    bis es da auch unerträglich wurde.
    Seitdem Nikolaus Blome an Bord war, fasse ich weder Print noch
    Online mehr mit der Kneifzange an.
    Hat sich leider von einer unverzichtbaren Institution zu einem
    Gesinnungsblatt gewandelt. Ein enormer Verlust für die deutsche
    Medienwelt und Gesellschaft. Wirklich sehr schade.
    Ich lese für den täglichen Bedarf jetzt kostenpflichtig Welt Online.

    Einen Ersatz für das wöchentliche Magazin gibt es leider nicht.
    Ist den Spiegel Machern eigentlich bewusst, dass Spon mit seinen
    grottenschlechten Beiträgen das Aushängeschild (auch)des Spiegels ist?
    Der moderne Mensch liest die Beiträge erstmal im Netz und schließt daraus,
    das Magazin wäre ähnlich und kauft es dann nicht.

    Spon muss viel, viel besser werden, wenn der Spiegel sich jemals
    rappeln will. Und dann zurück zu: Sagen, was ist.
    Und weg von sagen, was der Leser denken soll,
    oder sagen, was das politische Berlin gerne verkündet hätte.
    Aber ach. Ich glaube das wird nix mehr.

  11. Natürlich ist es etwas unfein, aber die Schadenfreude will halt doch heraus. Und auch Wut und Ärger über das, was ohne jedes Mandat aufdringlich-belehrende Kampf-„Journalisten“ und rot-grüne Weltverbesserer aus dem „Spiegel“ Rudolf Augsteins gemacht haben, für den ich oft noch spät am Sonntagabend vom Isartor zum Münchner Hauptbahnhof gelaufen bin.

    Sicher: Nicht nur der „Spiegel“ (und „Spiegel-Online“) hat sich geändert, ich auch. Aber vom „Sturmgeschütz der Demokratie“ zum „Wachtturm“ eines verlotternden Ein-Groko-Staats – das ist ein Niedergang ohne Beispiel. Und dabei die durch nichts begründete Hybris, man sei „Vierte Gewalt“ mit „Auftrag vom Grundgesetz“ und die jetzt mit einem Trinkgeld Abgespeisten eine Kaste von „Übermenschen“ (Zitat Schirrmacher) jenseits des Rechts, das macht aus Fans mal besorgte, mal schadenfrohe Nicht-Leser, die das finanzielle Ende des „Nanny-Journalismus“ mit betreutem Denken noch erleben möchten.

    Gibt es Rettung? Nein. Teure und läppische Marketing-Spielchen ersetzen nicht die Rückkehr zum seriösen Journalismus mit strikter Trennung von Nachricht und Meinung darüber.

    1. Sehr gut formuliert und das betrifft so ziemlich alle Medien. Doch wird das meiste Unheil nicht bei den Printmedien angerichtet. Die muß man ja kaufen. Manipulierte TV-Nachrichten zwischen Werbung, bizarren Kochsendungen und gefakten Verkupplungssendungen erreichen die Bildungsfernen mit großer Treffsicherheit und Skrupellosigkeit und richten mehr Unheil an.

  12. Müssen die Spiegel-Mitarbeiter dann nächstes Jahr draufzahlen, wenn es Verluste gibt? Wäre doch auch ein Geschäftsmodell, wenn man das dann konsequent weiterführt: Der Spiegel gibt Lesern Geld, damit überhaupt noch jemand die *hust* Qualitätstexte liest.

  13. Jetzt noch der Stern, Bild, FAZ und die Zeit! und ich wäre zufrieden.( Ach ja Herr Korrektor! bitte gegen lesen!).

    1. Na, bei dem nickname muss man wenigstens nicht rätseln, wie es um die Gesinnung bestellt ist. Stillgestanden. Reeeechts um!

  14. @Korrektor

    Oh man. Schick doch einfach ne Hinweis-Mail. Das machen andere hier und anderswo auch und das wäre „korrekter“.

    (Und sieht nicht so „doof“ aus…)

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