„Wir lügen nicht – wir sind schlampig und denkfaul“: Hans-Ulrich Jörges über Meinungsmache, Hass und AfD

Hans-Ulrich Jörges geht mit der eigenen Zunft hart ins Gericht
Hans-Ulrich Jörges geht mit der eigenen Zunft hart ins Gericht

Medienverschwörung, Gleichschaltung, Lügenpresse: Die Vorwürfe an den Journalismus sind oft populistisch-zugespitzt. Und doch müssen sich Redaktionen Gedanken darüber machen, wie sie mit Kritik von den extremen Rändern der Gesellschaft umgehen wollen. Denn insgesamt habe sich "das Klima und der Blick auf die Medien verändert", warnt stern-Reporter Hans-Ulrich Jörges beim Google-Talk in Berlin.

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„Wie viel Meinung verträgt guter Journalismus?“ – das war die Leitfrage am Dienstagabend beim Google-Talk in Berlin, bei dem Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion beim stern, Udo Grätz, stellvertretender Chefredakteur Politik beim WDR, sowie die Edition-F-Redaktionsleiterin Teresa Bücker und die österreichische Medienjournalistin Ingrid Brodnig (Profil)  diskutierten.

Dass ein breites Meinungsspektrum nicht mehr in der Art und Weise vorhanden ist, wie vor einigen Jahren, sieht auch Hans-Ulrich Jörges so. Zwar seien die Vorwürfe der Gleichschaltung, Systemmedien, Lügenpresse schlichtweg falsch, allerdings sei Journalismus nicht frei von Verfehlungen. „Es ist etwas faul in unserer Branche“, kritisiert das Mitglied der Chefredaktion des stern. Damit gemeint ist die „schreckliche Erscheinungsform“ des „Rudeljournalismus“, den er beobachtet. Das treffe nicht nur auf Meinungen und Haltung zu, sondern auch auf das Agenda Setting. „Wir haben es mit einer veränderten Medienhierarchie zu tun.“ Es seien die Online-Medien, die mittlerweile den Takt vorgeben. Was am Morgen Top-Thema bei Spiegel Online sei, liefe am Abend „ihn ähnlichem Stil“ in der „Tagesschau“. Der Journalist geht mit seiner eigenen Zunft hart ins Gericht: „Wir lügen nicht – wir sind schlampig, denkfaul und ein bisschen propagandistisch.“

Letztes sei vor allem der Fall, wenn die Grenzen zwischen Meinungsbeitrag und Nachricht verschwimmen. Es sei „gefährlich“ wenn beispielsweise in Nachrichtenzeilen stünde, dass der türkische Staatspräsident Erdogan gegen Deutschland „hetzt“. „Die Menschen schauen genau hin und sehen eine Einseitigkeit“, so Jörges. „Wir müssen wieder zu uns kommen.“ Es seien auch Journalisten, die eine Mitschuld am Erfolg der AfD tragen. Die Rechtspopulisten hätten das Spiel im Umgang mit den Medien verstanden, gäben ihnen immer wieder neues Futter, worauf sie sich stürzten.

Dass Medien durch zu schnelle Meinung beziehungsweise Skandalisierung politische Stimmungen beeinflussen, sieht auch Profil-Journalistin Brodnig. Als Beispiel nennt sie Koalitionsstreitigkeiten in der Regierung, die den Eindruck von Zerrissenheit statt Kompromissverhandlungen erweckten.

Nach dem Verständnis der Österreicherin werde mit Meinung im Journalismus inflationär umgegangen. „Meinung kommt oft dann, wenn eine Redaktion nichts anderes hat.“ Für legitimen Meinungsjournalismus sei es notwendig, dass sich Journalisten in einem Thema besonders gut auskennen, ergänzt Bücker, in deren Medium Meinung ein wesentlicher Teil der Redaktionsstrategie sei. Es gehe auch darum, dass ein Medium verschiedene Meinungen aushalte.

Dass dies nicht unbedingt immer der Fall ist, zeigt unter anderem die Debatte um Kommentare im Netz. Profil-Frau Brodnig hält es für falsch, wenn sich Medien den Meinungen im Web versperren, weil beispielsweise Moderationskosten zu hoch sind. Das Verhalten sei Wasser auf die Mühlen jener, die Zensurvorwürfe erheben, habe aber auch einen weiteren Effekt: Wird der Rück-Kanal für die Nutzer abgestellt, verlagere sich die Debatte auf Foren und geschlossene Gruppen, die für Journalisten nicht mehr zugänglich seien. Im Sinne der Demokratie, sei das nicht, so Brodnig.

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Alle Kommentare

  1. Und immer wieder der Anflug eines Eingeständnisses, um die weglaufenden Leser milde zustimmen – als ob diese dafür zu Medien zurückkehren würden, die sie nicht informieren, sondern agitieren.

    Wenn Herr Jörges es nicht „populistisch“ mag, kann er auch wissenschaftlich nachlesen, worum es geht.

    Als Beispiele wissenschaftlicher Forschung über die Malaise der deutschen Presse, deren mediale Vertreter einen inzwischen sehr engmaschig homogenen Sozialisationsweg hinter sich haben und, wenn sie die Filter zum Aufstieg zu Alphajournalisten passiert haben, alle ähnliche ‚Zusatzqualifikationen‘ und Netzwerkverbindungen aufzuweisen haben, empfehle ich die medienwissenschaftlichen Arbeiten von Lutz Hachmeister, Uwe Krüger, Jörg Becker und Thomas Meyer. Um einschätzen zu können, in welche transatlantische Agenda sie eingesponnen werden, sind auch Arbeiten zur Medienpolitik des despotisch gewordenen Hegemons wie die von Noam Chomsky (zusammen u.a. mit Hermann), Sheldon S. Wolyn oder Chris Hedges zu empfehlen. Dazu lese man Zbgniew Brzézinskis „Die einzige Weltmacht“ (The Grand Chessboard, dt. mit einem Vorwort von Hans-Dietrich Genscher), die wichtigsten Veröffentlichungen des neokonservativen Netzwerks PNAC (Project of the New American Century“), darunter vor allem „Rebuiliding Amercia’s Defenses“ (dann weiß man auch, warum des Begründers, Robert Kagan, Ehefrau Victoria Nuland gemeinsam mit McCain so intensiv auf dem Maidan flanierte), den Wortlaut der Wolfowitz-Doktrin, vergewissere sich, warum die Neocons trotz Obamas Wahlsieg nie aufhörten mitzuregieren, und lese seine monatlich zwei kostenlosen Artikel auf der geostrategischen US-Elitenzeitschrift „Foreign Policy“ – und dann weiß man auch, welchen Herren unsere medialen Claqueure mit ihren wenig originellen journalistischen Auslassungen so dienen.

    Und das ist weder die Bevölkerung noch der Wertekanon des Grundgesetzes. Aber das gilt ja für Politiker auch: Sagte nicht Frau Malström dem englischen Independent: „I don’t take my Mandate from the European People.“

    Das ist die einfach nachvollziehbare Realität unserer Tage: Und wenn Ihr tausendfach „Verschwörungstheorie“ schreit, diese Erkenntnis ist einfach nur das Ergebnis nüchterner Beobachtung und guter alter Selbstaufklärung, meist durch das gute alte Medium Buch – und das durch Leute, die mindestens so gut ausgebildet sind wie ihr und Quellen wie solide arbeitende Fachbücher von halbseidenem Zeug unterscheiden könnt.

    Das gute sozialdemokratische und friedliche Europa der Nachkriegszeit ist seit 1990 durch Neoliberalismus, deutsches Austeriätsdiktat und US-Despotie ermordet worden und seine Leiche muss deshalb vom Kampgenenjournalisten umso schriller besungen werden. Und so wie diese Politik ist ihr Journalismus auch. Es ist eine Politik und ein Journalismus, die ganz zu einer Zeit passen, in der ein Prozent des Weltvermögens einem Prozent der Menschheit gehören. Denen dürfen zwar die Journalisten auch nur zwei-, dreimal im Jahr bei irgendeinem Lobbytreffen begegnen und sich geschmeichelt fühlen, doch haben sich in diesem Job die gesammelt, die ganz nach der Maxime leben: „Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing“. Und schon Joseph von Eichendorff protraitierte nach 1815 die veröffentlichte Meinung in „Auch ich war in Arkadien“ als grell geschminkte Prostituierte.

    Ungleiche Zeiten sind halt undemokratische Zeiten. Ist Macht wieder despotisch konzentriert, ist die Presse auch gleichgeschaltet. Nicht etwa, dass die Journalisten gezwungen werden; vielmehr kommen nur „geschmeidige“ Charaktere in gewissen Jobs. Das war vor dem ersten Weltkrieg so, vor dem zweiten erst recht und heute eben wieder.

    Nur diesmal sind sie einfach zu weit gegangen: Das, was sie freudig propagandistisch besingen ist Totalausspähung, eine komplette Enteignung und Entrechtung der europäischen Gesellschaften durch Konzernermächtigungsabkommen und die putzige Hochrüstung für den nächsten Weltkrieg.

    Ja, erwarten denn unsere werten Alphajournalisten, dass wir noch dafür zahlen, wenn sie uns wie Schafe im manichäischen Befehlston des berüchtigt=deutschen Kommis einer zweijährigen Kriegstrommelei auf die Schlachtbank brüllen?

    Bevor deshalb noch Europa zerfällt oder im Krieg untergeht, wird noch die deutsche Journaille stranden – und zwar völlig verdient. Denn ganz so hirnrissig wie diese Berufsgruppe ist der Rest des Landes dann doch nicht.

    Immerhin macht sei zweieinhalb Jahren „Die Fackel“ von Karl Kraus wieder richtig Vergnügen. Gute Literatur ist nie veraltet, die Zeitungen jedoch schon, wenn sie aus dem Druck kommen.

  2. Die Medien wiederholen jedes Jahr gleich mehrmals die Lügen vom Gender Pay Gap. Jedes mal wird in den Kommentaren duetlich erklärt warum das BS ist und sich der Unterschied viel besser dadruch erklären lässt das Frauen im Schnitt lieber mehr als 9 Stunden weniger JEDE Woche arbeiten und stattdessen sich lieber um ihre persönliche work-life-balance kümmern.

    Es ist nicht glaubhaft, dass das nur noch Schlamperei ist. Das ist Propaganda.

    Wenn ihr unzufrieden seid mit dem Label „Lügenpresse“ solltet ihr vielleicht mal aufhören zu lügen. Ich weiß, ist überhaupt nicht naheliegend, aber ein Versuch kann nicht schaden.

  3. Da muß man lachen !
    Ich habe mir bspw. die volksw. Daten angesehen, aus denen ein „Nachrichtenmagazin“ seine Griechenland- und SpanienArtikel zusammenbastelte. Die waren nicht schlampig … da waren Profis am Werk ! Die maximale Täuschung:
    .
    – 5% Lohnreduzierung: in Gre 2008-12, das „“Nachrichtenmagazin“ verwies auf 35%
    – „Rentenkürzung um 40%“, tatsächlich waren die Rentenzahlungen in Gre 2008-12 um 10% gestiegen (von 26,5 auf 29 Mrd. Euro)
    – „Viele Spanier verlassen das Land auf der Suche nach Arbeit“ wurde gemeldet … >80% der Abwandernden waren Gastarbeiter aus Afrika und Amerika
    Die Zahl der Zuwanderer wurde unterschlagen: In der Realität hat Spanien seit 2009 eine Netto-Zuwanderung
    – „Austerität“: Tatsächlich sind die Staatsausgaben Spaniens bis 2012 jährlich gestiegen

  4. Ich habe immer gehofft, Deutschland würde aus seiner Geschichte etwas lernen. Das Gegenteil ist der Fall. Brünings Austertität scheiterte, und danach kam die NSDAP an die Macht. Schäubles Austerität ist auch gescheitert, und diesmal haben wir die AfD. Eine Neoliberale Partei, nach Art der Tea Party der USA.

    Auch damals hätte die Sozialdemokratie Hitler verhindern können, wäre diese mit der „Linken“ zusammen gegangen. Ähnliches passiert heute wieder, gab es einmal eine rechnerischer Mehrheit unter Beteiligung der „Linken“ verhindert das wieder die heutige SPD.

  5. Die Analyse von Herr Jörges ist nicht selbstkritisch, sondern selbstgefällig. Im Vorfeld des Landtagswahlkampfes in Baden-Württemberg wurde an die Flutkatastrophe in Japan erinnert. Von Flutkatastrophe war aber in den Meldungen im SWR, DLF und ZDF gar nicht die Rede, sondern von Atomkatastrophe mit Tausenden von Toten. Das ist nicht schlampig, das ist nicht „ein bischen propagandistisch“, das sind gezielte Fälschnungen der Öffentlich-Rechtlichen zum Zwecke gezielter Wahlkampfmanipulation.

  6. Sie sind schlampig und denkfaul, weshalb sie nicht besonders überzeugend lügen und zunehmend dabei auffallen.
    Außerdem sind sie noch käuflich.

    Das ware die ganze Wahrheit.

  7. Man sollte sich das Buch „Gekaufte Journalisten“ lesen dann wird klar dass es nicht nur um schlampig und denkfaul geht.
    Genauso sollte man Albrecht Müller „Meinungsmache“ lesen, auch hier geht es um Gleichschaltung der Presse.
    Wie ist es anders zu erklären das die SPD/Grüne die Riesterrente durchsetzen konnte, die nun als Flop für die Bürger aber nicht für die Versicherung Branche herausstellt.
    Mich wird kein Hans-Ulrich Jörges bekehren nur weil die Printauflagen extrem in den Keller rauschen (IVW Zahlen).

  8. Journalisten sind schlampig, denkfaul, propagandistisch.

    So langsam versteht man (auch angesichts solch später Einsichten), das berühmte Zitat von Agatha Christie noch etwas besser:

    „Ich habe Journalisten nie gemocht. Ich habe sie alle in meinen Büchern sterben lassen.“

    Wer sowas vor Jörges gesagt hat, der musste allerdings auf primitivste Beschuldigungen gefasst sein und hatte viel Mühe sich seiner Haut zu erwehren.

    Jetzt wo Jörges das sagt, ist das plötzlich in Ordnung und ein diskussionswürdiges Thema, z B. eben auch hier bei Meedia.

    Der Fakt hat sich also nicht verändert, aber je nachdem, wer ihn ausspricht, der wird gelobt oder geprügelt. Ist sowas nicht doch ein bissel unehrlich?

    1. @ Holger: Da haben Sie ein Stück weit recht. Doch wie bei vielem im Leben kommt es dabei halt auch auf die Zwischentöne und auf Differnzierungen an. „Schlampig, denkfaul und ein bisschen propagandistisch“ klingt nicht gut, ist aber schon was anderes als das stumpfe Geschrei von „Lügen, Verschwörung, Gleichschaltung und Systempresse“. Der Vorwurf der Gleichschaltung und massiven staatlichen Beeinflussung wird vielen Medien einfach nicht gerecht – zumindest nicht der Mehrzahl der Printmedien, die öffentlich-rechtlichen Sender lass ich dabei mal bewusst außen vor.

      1. Es tut mir leid, aber das sehe – bzw. erlebe – ich keineswegs so, das der Vorwurf der staatlichen Beeinflussung und damit Gleichschaltung vielen Medien nicht gerecht würde.

        Es gibt in der Flüchtlingspolitik in allen Medien genau eine Meinung – und das ist die der Kanzlerin.

        Wer eine andere Meinung hat und sagt,

        – wir mùssen unsere Grenzen schließen, wie dürfen nicht Mazedonien und Österreich für uns die notwendige Arbeit machen lassen,

        – wir können nicht jedes Jahr 1,3 Millionen Flüchtlinge aufnehmen und eben auch keine halbe

        – bringen uns und ganz Europa in Gefahr, wenn wir unkontrolliert Menschen hereinlassen, die keine Papiere vorweisen kõnnen

        der ist automatisch ein Schlechtmensch in welcher Schattierung auch immer.

        Das ist immer noch so, daran hat sich nichts geändert.

      2. > die öffentlich-rechtlichen Sender lass ich dabei mal bewusst außen vor.

        ich denke mal, sie meinen die tv programme, weil mit dm wortradio kann man nur höchst zu zufrieden sein (ich bin es seit 30 jahren und kenne mich ein bißchen aus und betreibe einen service bei ua. reddit (DasOhrIstDerWeg) wo ich jeden tag rauslege, was ich selbst höre.

        das problem sieht im kern so aus: alle, die über diese ganzen dinge reden, haben im grunde kaum einen relevanten überblick. jeder entdeckt etwas, worüber er sich ärgert … und versteht nicht, daß das eben nur ein ausschnitt ist. daß dem, worüber man sich so aufregt, etwas an die seite gestellt ist, womit er einverstanden wäre … er kennt s halt bloß nicht.

        jede zeitung, jeder sender bietet eine vielfalt von meinungen, die so definitiv in der DDR nicht möglich gewesen wären.

      3. @hardy: volle Zustimmung

        @Holger: Hm, also mal abgesehen von der Grenzschließung, die ich innerhalb der EU für keine gute Idee halte, hab ich persönlich mit den von Ihnen sachlich vorgetragenen Stichpunkten keine Probleme und würde da auch nicht diese unsäglichen Stempel „Gutmensch“ oder „Schlechtmensch“ hervor holen. Das sind strunzdumme Begriffe, die nur das einzige Ziel haben, abzugrenzen und die Gesellschaft zu spalten. Das bringt uns kein Stück weiter. So, wie ich es beobachte, finden Ihre Argumente in den Medien durchaus Beachtung – und selbst die aktuelle Regierungspolitik bewegt sich schon ein Stück weit darauf zu. Es ist also noch nicht alles verloren 😉

  9. Ich hatte das fragwürdige Vergnügen, DDR Journalismus konsumieren zu müssen und es war für mich wie eine Erlösung, dass man nach dem Zusammenbruch des Sozialismus seine Meinung offen zum Besten geben konnte, ohne Repressalien fürchten zu müssen. Und es war auch eine Erlösung, Meinungsvielfalt und sowas wie politische Kultur zu erfahren.
    Doch nun erlebe ich ein deja vu!
    Man glaubt, sich in einem Alptraum zu befinden: Nachrichten, die so offen tendenziös sind, dass man sich geradezu verschaukelt fühlt, eine total unausgewogene Berichterstattung und mediale Hinrichtungen von unliebsamen Leuten (ich rede hier nicht nur von AfD Politikern, sondern auch beispielhaft von einem Lehrer, der es im vergangenen Herbst (also lange vor Köln) wagte, Schülerinnen vor möglichen Problemen mit jungen muslimischen Männern zu warnen und dafür auch mit Hilfe der Medien aus seinem Amt gedrängelt wurde).
    Zu DDR Zeiten hatte man immerhin die Chance, die Ohren und Augen zu öffnen (wenn man schon nicht den Mund aufmachen durfte- ich gehörte nicht zu den mutigen „Regimekritikern“ und wollte auch meinen Job nicht riskieren). Man holte sich eben die Meldungen zum aktuellen Tagesgeschehen von der anderen Seite, zum Beispiel jeweils um 20:00 Uhr mit der „Tagesschau“. Inzwischen erinnern mich „Tagesschau“ oder diese ungenießbaren „Heute“- Sendungen so unmittelbar an die „Aktuelle Kamera“ des DDR Fernsehens und die politische Talkshows an den „Schwarzen Kanal“ des Karl Eduard, dass das Anschauen solcher Sendungen aus meinem Tagesablauf vollständig gestrichen ist.
    Doch anders als zu DDR Zeiten stehen mir nun kaum Alternativen zur Verfügung. Bezüglich ausgewogener und objektiver Berichterstattung in Nachrichtensendungen lebe ich praktisch in einer Zeit vor der Erfindung des TV (leider reicht mein englisch nicht aus, um es mit CNN oder ähnlichem zu versuchen). Und gäbe es nicht das Internet mit alternativen Informationsquellen (die freilich in der Regel auch nicht unbedingt ausgewogen und objektiv berichten oder kommentieren), würde ich das aktuelle Tagesgeschehen vermutlich gar nicht mehr verfolgen, eben weil man sich die Nachrichtensendungen des ÖR nicht mehr antun kann.

    1. @Andreas Winkler: Wirklich interessant, Ihre Zeilen zu lesen, da mir Ihre Erfahrungen und Ihr Vergleich mit den DDR-Medien sehr offen und ehrlich erscheinen. Ich meine, es ist schon noch ein ziemlicher Unterschied, ob Medien staatlich zentral gesteuert und überwacht werden, oder ob es, wie von Herrn Jörges dargestellt, lediglich eine Tendenz zur Rudelbildung gibt und bevorzugt in ein Horn gestoßen wird. Wenn das Ergebnis aber zunehmend dasselbe sein sollte, ist das für eine breite politische Meinungsbildung ebenfalls hinderlich – unabhängig vom Grad des staatlichen Einflusses.
      Ich denke schon, dass sich die Medien in den kommenden Jahren wieder stärker bewegen und ein schärferes, kantigeres Profil herausarbeiten werden bzw. einige neue Medien aus unterschiedlichsten Richtungen hinzukommen. Die Freiheit dazu besteht in unserem Land und wo es ein großes Bedürfnis von Seiten der Konsumenten gibt, werden auch Angebote geschaffen. Ist dann nur die Frage, ob die Leser/Hörer/Gucker auch noch bereit sind, dafür zu bezahlen, denn Qualitätsjournalismus mit tiefgehenden Hintergrundberichten kann es auch in Zukunft nicht für lau geben (anderenfalls drängt sich immer der Verdacht von PR, Lobbyismus und Propaganda auf). Die Umsonst-Mentalität im Web steht dem ein Stück weit entgegen, wobei auch dort mit den ersten höherwertigen Bezahl-Angeboten Bewegung ins Spiel gekommen ist. Bleibt spannend, das zu beobachten.

      1. Manche Kommentare im ÖR sind genauso im selben Ductus wie zu Ostzeiten, der Inhalt ist nur ein wenig anders. Man müßte das mal parallel analysieren. Wir alten Ostler haben da sehr feine Antennen für. Kommt einem alles sehr bekannt vor. Blätter wie der Tagesspiegel sind teilweise ganz schlimm. Denkfaul ist übrigens ein gute Umschreibung ……

        Richtig gut ist jetzt diese aktuelle Studie aus Leipzig. Tut mir in der Seele weh, sowas aus meiner alten Studentenstadt zu lesen. Im Prinzip juckt es einem so richtig in den Fingern, dann mal den Rechtsradikalen zu „spielen“, wenn wir es denn sein sollen.

      2. Wie soll das gehen, wenn sich ein paar reiche Familien in Deutschland, die Medienlandschaft in Deutschland ihr eigen nennen können? Im Übrigen, warum wird noch immer die ehemalige DDR als „Unrechtsstaat“ kritisiert? Wie viele Menschen sind an der ehemaligen deutschen Grenze zwischen Ost und West in 28 Jahren getötet worden? Wie viele Menschen starben alleine im jahr 2015 an den Außengrenzen der EU? Wie viele Menschen wurden durch den westlichen Drohnen, Bomben und Wirtschaftsterror alleine seit 9/11 getötet? Noch immer sterben auf der Welt täglich 100tsd. Kinder an Hunger und den Folgen von Hunger? Wie viele Völkerrechtswidrige Kriege auf Grund von Lügen wurden und werden vom Westen geführt?

  10. Historisch gesehen ist „Lügenpresse“ weder links noch rechts verortet. Logisch ist jede Medienkampagne lügnerisch, indem sie statt Wahrheitsdienst Auftragsdienst betreibt. Allein die Verlagskonzentration bedingt ein hohes Lügenpotential. Stützend kommen Lemmingeffekt, Gier nach Schlagzeilen und Inkompentenz/Denkfaulheit hinzu.

    Ich sehe denselben Notstand bei Journalisten wie bei Politikern: sie sollten eine Wissenschaft erlernt haben, die eine Schnittmenge mit dem haben sollte, worüber sie urteilen. Das Problem unserer Zeit ist, daß je verantwortungsvoller die Jobs sind, desto laxer die Zugangsvoraussetzungen. Um Minister werden zu können, braucht es keinerlei Qualifikation außer dem Akt der Ernennung. Das ist Archaik pur!

    1. Richtig.. der Akt der Ernennung hievt einen ins Amt. Aber vorher muss man zu 99 % in eine Partei eintreten. Dann kann jeder noch so Unfähige zu einem „wichtigen Politiker“, dem die Medien das Mikrofon zu jedweder Äußerung hinhalten, werden. Bestbezahlte Jobs mit Einfluss. Während wir hier unsere Meinung einem kleinen Kreis kundgeben, hat das gemeine Partei-Mitglied – wurscht was er oder sie studiert haben und was sie können – die besten Aussichten auf Alimentation durch den Steuerzahler, der dann noch ein bisschen herumschimpfen darf…und das am besten auch schon nicht so richtig, sonst kommt -dududududu- der Maas und das Facebook und die Merkel und der Gabriel mit „Du Pack Du“.. Zur Erinnerung: Die Parole „Der Marsch durch die Institutionen“ wurde 1967 von Rudi Dutschke verbreitet. Jetzt, wo die Zeiten sich so sehr geändert haben, wäre es wichtig für junge Leute, wieder in Parteien einzutreten. Da wartet das Licht, die Meinungsmache, der gute Job, die sensationelle, soziale Versorgung, die guten Verbindung überall hin UND … natürlich die Mikrofone. Leider hat der Bürger diese satten Parteien und die in ihnen aktuell agierenden Politiker so richtig satt. Gleichzeitig wäre die aktuelle Verunsicherung der politischen Landschaft eine Chance für junge, unverbrauchte, freche, authentische, Klartext-redende Leute. Also: Ran an die Buletten Mädels und Jungs: Hier noch ein paar Vorteile für Bundestagsabgeordnete:, die WIR zahlen müssen: Sie bekommen ein Büro, nützen kostenfrei den Fuhrpark des Bundestags in Berlin ebenso Bahnen und Flugzeuge bundesweit. 12.000 Euro jährlich stehen ihnen für Büroausstattung vom Kugelschreiber bis zum iPad zur Verfügung. Sollten sie ins EU-Parlament müssen, fliegen sie bequem Firstclass und alle wollen mit Ihnen Lobbyieren.. Von den Pensionsansprüchen nach kurzer Zeit wisst Ihr sicher auch.

  11. Jörges ist klug und er hat natürlich Recht. Was er anführt stimmt. Leider spricht er schon länger davon und es wird immer weiter gewurstelt wie vor der Bürger-Einmischung, in welcher Form auch immer sie begann und sich heute zeigt. Dass viele Journalisten Hofberichterstatter und Kungler mit Politikern sind, ist die eine Wahrheit. Die zweite ist, sie schreiben ja ständig über Missstände. ABER: Das wars dann! Sie verfolgen NICHTS! Als gestern das Thema „Viel-Ehe“ zu Lasten der Sozialsysteme mal wieder bei RTL aufgeploppt ist, dürfte das ein Deja vu für die Bürger gewesen sein. Berichte aus 2012 wie DIE WELT mit „Polygamie in der Migranten-Parallelgesellschaft“ und 2013, 2014 2015 sind zu finden. Man fragt sich: WOFÜR SCHREIBT IHR DAS ALLES WERTHE MEDIEN? Wenn Ihr es ebenso wie die Politiker, die Ihr mal kurz aufschreckt (woraufhin Her Maas sofort vor die Kameras eilt) SOFORT WIEDER VERGESST wozu brauchen die Bürger Euch? Ihr agiert wie Politiker: Schnell mal was losschießen, Skandal-Geschrei, Ende. Politiker versprechen sich zu kümmern, zeigen sich entsetzt, wischen sich die Hände ab, tun nichts. Jeden verdammten Tag plappert jemand was in Mikrofone und Zeitungen und hat keine Überprüfung zu fürchten. Wozu pocht ihr auf Pressefreiheit? Euch tut doch keiner was, ebenso wie ihr keinem was tut. Nicht wirklich (außer am Wulff, da seid ihr drangeblieben). Wenn jeder unfähige Politiker weiß, morgen ist sowieso alles vergessen, wozu braucht’s dann Eure „investigative Recherche“. Eure Selbstbeweihräucherung mit Groß-Skandalen, die man Euch zuspielt, haben nichts mit dem Bürger und seinem Leben hier zu tun. Sind nicht früher die Medien dran geblieben, haben die Politiker und Bürokraten nicht losgelassen? Heute ist das alles obsolet. Morgen, ja morgen da müsst ihr ja schon wieder eine neue Geschichte haben. Und die Politiker auch, das passt doch. Da schreit einer nach 1.000 Euro-Strafen für den Autofahrer-Bürger. Und IHR, LIEBE MEDIEN schreibt nur diesen ist. Prima für den hessischen Innenminister, der selbst sagt, das kommt nicht. Aber wo bitte bleibt Ihr in dem Spiel? Wo bleiben Daten à la: Es gab 2015 ca. 3.800 Tote auf den Straßen. Wie viele Tote in Krankenhäusern? 2015 ca. 40.000. Warum labert dieser Innenminister von Rasern, also von den schlimmsten Straftätern (!!) die es in Deutschland zu gebe scheint, statt von verseuchten Klinken, in denen jeder morgen sterben kann? Fällt Euch nicht ein, da mal genauer zu hinterfragen, warum eine Verkehrs-Überwachungs-Bürokratie-Krake entstanden ist, die jede Vorstellung sprengt.
    Anderes Thema: Grade bringt DIE WELT einen sehr klugen Artikel zu den Grünen und ihren Lebenslügen „Nein-liebe-Grüne-Migration-ist-kein-Menschenrecht“. Tja. Das war’s dann? Oder wer hilft den Bürgern, die all diese Konsequenzen aus deren Blockaden zu tragen haben? Wetten, dass denen heute oder morgen gleich wieder jemand das Mikro hinhält und unkommentiert diesen Blödsinn absondern lässt. Nur noch die Bühne anbieten, sonst nix könnt ihr. Wie Ihr auch unserem Herrn Maas sein Regierungs-Statement ermöglicht habt. Wetten, dass NULLKOMMANIX passieren wird. Ebenso wie nach den Brandbriefen der Frauenverbände, dass Migrantinnen reihenweise in Asylheimen vergewaltigt werden und ihre Kinder auch. Einzige Folge: Die Frauenverbände mussten ihr Schreiben entfernen. Auch das habt ihr stoisch hingenommen. Danke Medien.

  12. Noch’n Hinweis: Dass man Seehofer für seine ständigen Warnungen pausenlos von Seiten der Medien als „Störer der Groko“ oder noch schlimmer darstellt, ist unfassbar. Es war noch vor einigen Jahren selbstverständlich und als zur Demokratie gehörig gefeiert, dass es authentische Politiker gab, deren Sachverstand man auch dann zu schätzen wusste, wenn es grade nicht dem Weg des jeweiligen Regierungs-Chefs entspracht. Was bitte ist eine Zeit, die man auf das Wort „Flüchtlingskrise“ reduziert, anderes, als hochbrisant, für unser aller Zukunft wichtig und BITTE kontrovers zu diskutieren. Die Leute sind doch nicht vollkommen verblödet, die hier weiter in die Zukunft schauen und offene Grenzen, nicht vorhandene Aussengrenzen, hunderttausende von unregistrierten Menschen im Land NICHT HABEN WOLLEN. Es ist doch auch nur von Frau Merkel behauptet, Europas Ende läge an gesicherten Grenzen und an Wartezeiten. Ein selten dämliches Schreckens-Szenario, das aber die Medien ohne zu hinterfragen nachplappern. Wenn ein Landespolitiker wie Seehofer diesem ganzen gemeinsamen Gesülze der GroKo entgegen tritt UND dann die ins gleiche Horn blasende Medien-Mischpoke gegen sich hat, dann stimmt wirklich etwas nicht in diesem Land und man kann nur laut schreiben: Bürger, bleibt weiter wachsam, wehrt Euch, wie auch immer. Ihr habt niemand anderen als Euch selbst an Eurer Seite.

  13. natürlich stimmt der begriff lügenpresse schon allein die selbstzensur, die dann mit dem hochtrabenden wort ehrenkodex verbrämt wird sagt alle, nur der jörges spricht das nicht an unterschlagungen von fakten, falschbehauptungen wie im fall faz/gauland etc

    die neueste riesensauerei: mehrere riesige waffenlager wurden in lagern ausgehoben die unseren schutzsuchenden gehört haben kein wort von den mainstream medien-ein skandal allererster güte-stattdessen versucht die lügenpresee und lügenmedien die AfD mit billigsten tricks kaputt zu machen—–stets im dienste der pastorentochter merkel

    jörges betreibt in diesem interview die gleichen taschenspielertricks wie alle mainstreammedien vertreter seit einem jahr ganz besonders extensiv!!

    1. Woher haben Sie denn die Information über „die Riesensauerei“ wenns nirgends steht…… Möchte ich gerne nachlesen.

  14. Das Problem von Herrn Jörges ist, dass er extrem dazu neigt, die Realität mit seiner persönlichen Sichtweise zu verwechseln.
    Nehmen wir seine Kolumne im Stern – die ist meist von seiner momentanen Gefühlswelt geprägt und geht entsprechend oft komplett an allen Gegebenheiten vorbei.
    Das wäre nicht schlimm wenn alle Leser das als „Jörges Wonderland“ verstehen würden. Also in dem Sinne: Nett was der Jörges da träumt.
    Leider ist sein Stil aber ein anderer.
    Man bekommt den Eindruck vermittelt, Herr Jörges wäre super informiert und würde daraus seriös und intelligent folgern, wie die Dings sind und sein werden.
    Seine Trefferquote in den letzten Monaten ist dabei aber geradezu verheerend (einfach mal alles lesen, was er seit seinem Besuch in einem Flüchtlingslager in 2015 geschrieben hat und mit der jeweiligen darauf folgenden Realität vergleichen).
    Leider betrifft das auch die Einschätzung von Parteien und Politikern, die er, je nach Gefühlslage hoch jubelt oder klein zu machen versucht.
    Soviel Meinung verträgt der gute Journalismus garantiert nicht! Schon garnicht, wenn sich schon bei Drucklegung alles als Falscheinschätzung erweist.
    Kurz gesagt, würde man Herrn Jörges Kolumne so richtig ernst nehmen und dann mit den Realitäten konfrontiert werden … dann stellt sich tatsächlich die Frage ob das Lügenpresse mit Partei/Politiker unterstützender Propaganda, – oder halt einfach nur Dummheit ist.
    In beiden Fällen sollte er davon lassen, sich an so exponierter Stelle im Stern zu äußern. Er sagt: „wir sind schlampig, denkfaul und ein bisschen propagandistisch“. Nun, ich finde, dass schlampig und denkfaul eher weniger auf ihn zutrifft, propagandistisch dafür umso mehr.
    Jetzt würde der eine oder andere wohl sagen, dass er doch nur so ne Kolumne schreibt. Ja, aber eine mit großer Verbreitung und Wirkung.
    Andererseits, wenn er die nicht mehr schreibt … worüber soll ich dann wöchentlich lachen oder mich ärgern? Jörges Kolumne erinnert mich halt immer wieder ein wenig an von Schnitzers „Der Schwarze Kanal“ in heutiger, westlicher und gedruckter Form.

  15. Die Aussagen von H. U. Jörges sind nicht wirklich nachvollziehbar, teilweise nur die halbe Wahrheit. ‚Zwar seien die Vorwürfe der Gleichschaltung, Systemmedien, Lügenpresse schlichtweg falsch, allerdings sei Journalismus nicht frei von Verfehlungen.‘ kann man meiner Meinung nach so nicht stehen lassen; das ist mittlerweile auch der weit verbreitete Eindruck bei der Bevölkerung. Wenn man die Leserkommentare verschiedener Medien in jüngster Zeit beobachtet, wir m. E. immer deutlicher, dass es eine zunehmende Kritik bis zur Ablehnung der Berichterstattung gibt. Auch eine bisher beispiellose Anzahl von Zeitgenossen, die sich von den öffentlich-rechtlichen verdummt fühlen und der Einziehung der Zwangsgebühren verweigern, wächst stetig. Nicht zuletzt Aussteiger aus den eigenen Reihen, geben einen verheerenden Einblick hinter die Kulissen, Machenschaften und Akteure diverser Blätter. Ich beziehe mich hierbei z. Bsp. auf das Buch Bild von Peter Bartels, langjähriger Chefredakteur der Bild-Zeitung oder Die Gefallsüchtigen von Wolfgang Herles, langjährig beim ZDF tätig. Hier wird deutlich und von Insidern belegt, dass viele Medien ihren ursprünglichen Auftrag, der neutralen und informativen Berichterstattung zwecks unabhängiger Meinungsbildung der Leser, verlassen haben und längst tendenziöse und manipulative Berichterstattung betreiben oder gar zum Sprachrohr bestimmter Parteien mutiert sind.

  16. Wieder lauter bedauerliche Einzelfälle in der Meinungsindustrie.
    Grundsätzlich sind die Vorwürfe falsch, aber a bisserl Selbstkritik soll schon inszeniert sein.
    Dem Zuschauer soll ja keine geschlossene Meinungsfront geboten werden.
    Der Versuch der Opferrolle mit brutalstmöglicher Aufklärung gabs seitens der Presse nach den Silvesterübergriffen schon einmal.
    Passiert ist aber nix. Man führe sich nur mal die Seite des Stern vor Augen. Mit Adblocker versteht sich….

  17. Ich gebe Herrn Jörges insoweit recht, das der Journalismus zu seinem schlechten Erscheinungsbild ein gutes Stück selbst beigetragen hat.
    Nur ein kleines Beispiel, mir hat man in der welt-online mal einen Beitrag gecancelt mit dem Hinweis, die Quelle zu benennen.
    Ich tat dies, denn es war sehr einfach, die Quelle war ein Beitrag eines Journalisten in der welt -online.
    Auch dieser Hinweis wurde gecancelt mit dem Vermerk „bleiben sie sachlich“.
    danach war ich erstmal sprachlos.

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