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Kinocharts: Mega-Start für „Warcraft“ in China, Mini-Start für „Warcraft“ in den USA

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"Warcraft: The Beginning"

Vor einigen Jahren hätte man geschrieben: "Warcraft" floppt komplett und wird zum finanziellen Desaster. Der Grund: In den USA sammelte die Videospiel-Verfilmung am Premieren-Wochenende nur 24,4 Mio. US-Dollar ein - wenig angesichts der Produktionskosten von 160 Mio. Doch im Jahr 2016 ist China längst auf dem Weg, die USA als wichtigster Kinomarkt abzulösen. Und in China startete "Warcraft" mit sensationellen 156 Mio. US-Dollar.

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Experten gehen davon aus, dass 2017, spätestens 2018 China die USA als wichtigster, weil umsatzstärkster Kinomarkt ablösen wird. „Warcraft“ ist ein gutes Beispiel dafür, was das bedeutet. Ein Flop-Ergebnis in den USA ist nicht mehr wichtig, denn mit 156 Mio. US-Dollar an den ersten fünf Tagen hat „Warcraft: The Beginning“ sein Budget allein in China schon so gut wie eingespielt. Ohnehin läuft es für den Film im Ausland deutlich besser als in den USA. 185,8 Mio. US-Dollar spielte er in 52 Ländern außerhalb Nordamerikas am Wochenende ein, mit 210.2 Mio. US-Dollar inklusive des US-Umsatzes führt „Warcraft“ die Welt-Charts haushoch an. Platz 2 geht an die Horror-Fortsetzung „Conjuring 2“, die 90,4 Mio. in 45 Territorien einspielte.

Auch in Deutschland bleibt „Warcraft“ die Nummer 1 der Kinocharts. Wegen der EM verzichteten die großen Studios auf vielversprechende Neustarts, „Warcraft“ reichten am Wochenende so 125.000 Besucher, um den ersten Platz zu behaupten. Der Rest des Feldes blieb schon unter der 100.000er-Marke: „Alice im Wunderland; Hinter den Spiegeln“ mit 95.000 Sehern, „Angry Birds – Der Film“ mit 75.000 bis 80.000. Der stärkste, bzw. am wenigsten schwache Neustart war der spanische Animationsfilm „Einmal Mond und zurück“, der in über 300 Kinos aber nur 30.000 Zuschauer begrüßen konnte.

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In den USA sprang wegen des schwachen „Warcraft“-Ergebnisses nicht die Videospiel-Verfilmung, sondern der Horrorfilm „Conjuring 2“ an die Spitze: 40,4 Mio. US-Dollar sind fast so viel, wie der Vorgänger vor drei Jahren an seinem Premieren-Wochenende einspielte. 41,8 Mio. waren es. „Warcraft“ folgt mit seinen 24,4 Mio. auf Platz 2 der Wochenend-Charts, Rang 3 geht an den dritten Neuling: „Die Unfassbaren 2“ mit 23,0 Mio. US-Dollar.

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Alle Kommentare

  1. Budget mitnichten eingespielt.

    Bitte sorgfältiger recherchieren. Dieser Film hat seine Zugangserlaubnis für den chinesischen Markt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als sogenannter „revenue sharing film“ erworben.
    Damit erhält das Studio in ungünstigsten Fall gerade mal 25% des Boxoffice zurück. Ein Verfahren, dass der äußerst protektionistischen Haltung der Chinesen geschuldet ist.
    Da würde es noch was dauern, bis der break even erreicht ist.

    Allerdings ist der Film u.a. von Legendary Pictures co-produziert worden, die inzwischen von der chinesischen Wanda Group übernommen wurden.
    Als chinesische Co-Produktion kann der Film bis zu 50% des Erlöses nach Hollywood zurückbringen.
    Irgendwo dazwischen wird die Wahrheit liegen.

    Als Flop werden nach wie vor (US)Filme bezeichnet, die auf dem heimischen Markt nicht wenigstens das 1,5 fache der Netto-Kosten eingespielt haben.
    Obwohl die Firma auch hier „teilen“ muss – nämlich mit den Kinoketten – kann man sich das Ergebnis schöner rechnen: Hauptsache, das Geld bleibt im Land.

    Daran hat Hollywood zunehmend zu knabbern. Deswegen ist die Aussicht auf einen wichtiger werdenden chinesischen Filmmarkt nicht ganz so plüschig, wie es der Eingang des Artikels suggeriert.

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