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Die Sex-Akte David Garrett und die Medien – nichts gelernt aus dem Fall Kachelmann

Star-Geiger David Garrett durch die Medienmaschine gedreht
Star-Geiger David Garrett durch die Medienmaschine gedreht

Für die Medien ist die Geschichte rund um den Star-Geiger David Garrett und seine Ex-Geliebte ein gefundenes Fressen. Die ehemalige Porno-Darstellerin und Escort-Dame beschuldigt Garrett der Körperverletzung und seriöse Medien wie die FAZ treten die Privatsphäre Garretts mit Füßen, indem sie intimste Details berichten. Erinnerungen an den Fall Kachelmann werden wach.

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Es ist schon reichlich unappetitlich, was man in diesen Tagen bei so genannten Qualitätsmedien wie der FAZ, stern.de oder Focus.de (ja, ja – aber die selbst denken, sie seien ein Qualitätsmedium) zu lesen bekommt. Genüsslich werden auch noch die intimsten Details aus der Aussage der Ex-Pornodarstellerin und Escort-Dame, die mit David Garrett liiert war, ausgebreitet. Teilweise beruft man sich auf Berichte aus der internationalen Presse, teils hat man die Akte selbst vorliegen.

Die geschmackloseste Schlagzeile zum Thema liefert freilich die Schweizer Boulevardzeitung Blick: „Ist David Garrett so eine Arschgeige?“ Man muss kein Verehrer der Kunst David Garretts sein, um eine gewisse Irritation zu verspüren. Die Dame, die Garrett des Missbrauchs bezichtigt, hat offenbar über einen langen Zeitraum geheime Film- und Tonaufnahmen von intimen Momenten angefertigt und war auch schnell dabei, Privates in den sozialen Medien zu teilen.

Garrett selbst hat die Missbrauchsvorwürfe in einem Interview mit der Welt vehement bestritten. Es steht Aussage gegen Aussage. Was die geschilderten Sex-Praktiken angeht, wäre das eigentlich Privatsache. Eigentlich. Erinnerungen werden wach an den Fall Kachelmann. Als der ARD-Wetterexperte Jörg Kachelmann von einer Ex-Geliebten fälschlicherweise der Vergewaltigung beschuldigt wurde, überboten sich Medien geradezu, das Intimleben des TV-Mannes in der Öffentlichkeit auszubreiten.

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Kachelmann hatte vor dem Prozess ein ähnliches Saubermann-Image wie der Geiger Garrett. Wie bei Kachelmann ist auch der Ruf des David Garrett nun gründlich ruiniert. Wegen unbewiesener Vorhaltungen einer dubiosen Person, die ohne weitere Belege einfach eins zu eins von den Medien detailreich ausgebreitet werden. Das Ganze ist dabei keineswegs ein Phänomen der Boulevardmedien. Gerade die sich gerne superseriös gebende FAZ erzählt auf ihrer Online-Seite alle Vorwürfe des Porno-Sternchen gegen Garrett minutiös nach. Ebenso stern.de und Focus.de.

Ausgerechnet die ach so böse Bild übt sich in ungewohnter Zurückhaltung, obwohl die Zeitung nach eigenen Angaben auch die komplette Akte Garrett vorliegen hat. Zwar kündigt die Bild vollmundig „Details“ zu den Sex-Vorwürfen an, die ganz schmuddeligen Sachen lässt die Bild aber weg und berichtet vergleichsweise seriös. Ebenso übrigens wie Bunte.de, die nach eigenen Angaben auch die Akte „exklusiv“ (also wie jeder) vorliegen hat.

Die alte Einteilung in „seriöse“ Medien und Boulevardmedien – sie gilt offenbar nicht mehr.

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Alle Kommentare

  1. david ist einfach ein mann mit dem herz am rechten fleck und sehnt sich nach der grossen wahren liebe und ich wünsche ihm eine die das alles hat wie seine bezaubernde warmherzige mama lg

  2. Sehr geehrter Winterbauer,

    danke für Ihren sehr guter Artikel.
    Der Schauspieler Raimund Harmstorf hatte – ebenso wie Ottfried Fischer – die schreckliche Krankheit Parkinson. Es fiel Herrn Harmstorf offenbar sehr schwer, die Krankheit zu akzeptieren und er hat Medikamente teilweise überdosiert, damit man ihm nichts anmerkt.
    Am 3. 05.1998 titelte die Bild »Seewolf Raimund Harmstorf in der Psychiatrie« – einen Tag danach erhängte sich Herr Harmstorf.
    *
    Herr Dieckmann kann sich absolut glücklich schätzen, dass seine Kollegen nun nicht sein Haus belagern, jagt auf seine Kinder machen oder seine Kinder heimlich fotografieren – und in dicken Lettern Berichte bringen – »Die Sex-Akte Dieckmann«

  3. Es gibt doch immer wieder Ex-Partner mit extremen Rachegelüsten,
    die es nicht schaffen,eine veränderte Situation schöpferisch zu ihren
    Gunsten zu ergreifen, sondern ihre innere Dunkelheit auf Menschen
    schleudern müssen, die ihnen vertraut haben. David Garretts Ex-Freundin
    A.Y. hätte ansonsten ja schon vor Beendigung der Freundschaft eine
    Anzeige starten können. Ihr bewusstes, berechnendes Sammeln und
    inzwischen angekündigtes Aufzeichnen von intimen Details aus ihrer
    Liebesbeziehung verrät ihre Herzlosigkeit und Karrieresucht auf Kosten
    anderer. Außerdem erfüllt ein solches Vorgehen den Tatbestand einer
    seelischen Vergewaltigung. Das Schicksal wird einen Ausgleich schaffen
    bzw.: Solche Menschen richten sich früher oder später durch ihre
    eigenen Taten selbst.

  4. Die Offensichtlichkeit der Unglaubwürdigkeit der Story der Dame gehört ins Guinnesbuch der Rekorde und der Grad der Schamlosigkeit, mit der die FAZ diese Offensichtlichkeit tapfer ignoriert, ebenso. Irgendwann lese ich nur noch BILD, denn da bekommt man genau das, was vorn draufsteht: Boulevard.

  5. In Abwandlung eines bekannten Bonmots muss man zum Absturz sogenannter „Qualitätsmedien“ ins Schmuddel-Milieu wohl sagen:

    Früher haben Seriöse für Seriöse geschrieben,
    dann Seriöse für Primitive
    und nun Primitive für Primitive.

    Besonders bedrückend ist der Abschied der FAZ vom verantwortlichen Journalismus (beim „Stern“ gehört Halbseidenheit eh zur DNA). Wie dreckig muss es denen gehen, dass sie um eines zweifelhaften kurzfristigen „Erfolgs“ (Auflage, Anzeigen, Klicks?) willen ihre in Jahrzehnten gewachsenen Grundlagen zerstören? Für Schmierengestalten wie nun im Fall Garrett und dümmliche Fallensteller wie im Fall Gauland kann man nur noch Verachtung empfinden – willkommen bei der Lügenpresse, liebe FAZ!

  6. Das „witzige“ an der Sache ist ja, das die Dame eine Pornovergangenheit hat und sich hier über versch. Praktiken erregt, die ihr sicherlich aus dem Sex-Milieu bekannt vorkommen sollten und wofür sie sicherlich bezahlt wurde.

    Das Herr Garrett so naiv ist und sich eine Escortdame „schnappt“ steht auf einem anderen Papier, mit so einer Aktion der Dame hätte man aber durchaus rechnen können wenn man mehrfacher Millionär ist.

    Das die Medien solche „Skandale“ gerne ausschlachten und auch nicht vor toten Personen halt machen, sieht man aktuell am (wahrscheinlichen) Suizid des Fußballtrainers Lewandowski wo jetzt genüßlich ausgeschlachtet wird was er vor seinem Freitod tat.

    Rücksicht auf Hinterbliebene oder das (junge) Opfer? Fehlanzeige!
    Wahrheitsgehalt? Egal. Irgendwas wird schon hängen bleiben.

  7. Hi, eigentlich höre ich die Musik und da ist es mir eigentlich sowas von egal was der „privat“ macht… oder nicht macht.

  8. In diesem Fall gibt es nur Verlierer. Herrn Garretts Ruf ist beschädigt, berechtigt oder nicht. Die Frau wird sich in Zukunft auch schwertun einer seriösen Beschäftigung nachzugehen, nachdem die Sache auch die amerikanische Presse durchlaufen hat. Einen ehrlichen Mann zu finden dürfte auch schwierig sein, da auch ihr Ruf beschädigt ist. Die Presse macht, was die Presse halt macht. Die Frage ist nur, wer hat den Fall an die Presse weitergeleitet? Vielleicht kann uns Herr Kachelmann ja sagen, wie es ihm heute geht. Beruflich und finanziell und wie es seiner Ex-Verlobten geht, beruflich und finanziell. Das könnte das Ausmaß vielleicht darlegen.

    1. Frau Dinkel ist keine Ex-Verlobte. Sie ist Lügnerin, Falschbeschuldigerin und hat mit ihrem Verbrechen einen grösseren sechsstelligen Betrag durch Verkauf ihrer Lügengeschichte an die Bunte und an eine Film-Produktionsfirma erlöst.

      Ich habe materiell alles verloren, was ich hatte, um mich juristisch wehren zu können, da ich auch die den falschen Vorwurf alle Einnahmemöglichkeiten verloren habe, die ich hatte. Frau Dinkel ist nach wie vor unbehelligt durch Ermittlungen auf freiem Fuss, was sich allenfalls ändert, wenn sie demnächst in Frankfurt verurteilt wird. Falschbeschuldigung ist ein praktisch risikoloses Verbrechen, weshalb es in grossem Ausmass stattfindet, um (männliche) Existenzen schnell und erfolgreich zu zerstören. http://www.ostsee-zeitung.de/Region-Rostock/Rostock/Acht-von-zehn-Vergewaltigungen-sind-vorgetaeuscht

      1. Haben Sie denn wieder eine Partnerin? Und die werte Dame, ist sie dadurch nicht einsam geworden. Ich frage, da ich auch schon mit so einer Dame Erfahrungen gemacht habe, die Verleumdungen ausspricht und mein Leben zerstört hat. Aber mir geht es mittlerweile wieder gut auch wenn ich immer noch wenig Geld habe. Die werte Dame ist einsam, aber vermögend.

  9. Das Einzige, was ich jetzt gelernt habe, ist, dass man besser keine Kommentare schreibt. Ich dachte, es ginge darum, dass j e d e r Mensch das Recht hat, von der Presse, welcher auch immer, fair behandelt zu werden. Das wollte ich unterstützen. Hatte ich den Bericht von Herrn Winterbauer falsch verstanden??? Dann suhlt Euch weiter in Details….jetzt ist es der spanische Keeper. Zum Glück habe ich ein interessantes, eigenes Leben. Hilfe, ich steige aus.

  10. Wenn Moral Privatsache ist, folglich stark unterschiedlich sein kann und darf, wie ist es denn dann um unsere sogenannte Wertegemeinschaft bestellt?
    Alles Lüge?
    Haben wir uns lediglich an den allerkleinsten gemeinsamen Übereinstimmungen zusammengetackert, so wie in der EU, die ja auch bald auseinanderfliegt? Hominus homini lupus est – Zivilisation ist eine Illusion.

  11. Dass was mich schon sehr verwundert…, man soll immer über Leute die einen Bekanntheitsgrad haben schweigen…, ja weil sie ja bekannt sind.
    Gott sei Dank gibt es noch eine Presse, die nicht alles unter den Teppich kehrt und auch mal Details nennt von solchen „Gutmenschen“.

    Wenn schon bei dem „Proletentum“ alles aufbereitet wird, warum nicht dann bei der Highsociety ebenso, alle Presseorgane tun gut daran, dies aufzuarbeiten.

  12. Niemand weiß nichts und das ist gut so. Weder ein Wetterfrosch noch ein Mainstreamgeiger interessieren mich. Was meiner Ansicht nach bedenklich ist, ist dass solche Meldungen dazu führen könnten, dass tatsächliche Opfer von sexualisierter Gewalt zukünftig noch weniger Mut haben könnten ihre Peiniger anzuzeigen.

    1. Bedenklich ist daran allenfalls, dass sich in diesen emanzipierten westlichen Ländern immer weniger junge Kerle trauen, ernsthaft auf Frauen zuzugehen.
      Bei jungen Männern gab es noch nie so viele Singles wie heute – das mag viele Gründe haben, aber solche falschen Weiber wie diese sind einer davon.

      1. …ist doch komisch,das aut einmal bekannte
        Persöhnlichkeiten mit solchen Vorwürfen bombadiert werden.
        Allein,der Glaube fehlt mir.Was ist los in unserer Welt!!
        Verklagen und bloss nicht arbeiten gehen müßen wenn man es doch leichter verdienen kann und selbst dann prominent werden kann-Viva nehmt euch gerne auf und schon haben wir wider ein paar Z.Promis mehr!!!
        Ist meine Meinung.Ihr moßt sie ja nicht teilen.
        …da habe ich doch mehr Achtung vor den Damen die im Rotlicht ihr Geld verdienen!!!

  13. Zur Sache selber kann hier eh keiner was beitragen, da kein einziger Poster (mich selbstredend eingeschlossen) Beteiligter ist.

    Eines aber finde ich schon etwas verwunderlich:

    Das hier wohl fast alle sozusagen „automatisch“ davon auszugehen scheinen, das, wenn es bei Kachelmann nichts war, hier auch nichts an den Anschuldigungen dran ist.

    Das kann zwar, muss aber nicht so sein.

    1. Auch wenn es für die Lügnerin und Falschbeschuldigerin Dinkel und ihre paar Gaga-Fans hier schwer auszuhalten ist: Es gab einen Freispruch durch ein Gericht, das verzweifelt versucht hat, irgendwas zu konstruieren in einem Prozess, der normalerweise drei Tage statt 44 dauern würde: vergeblich, Und Frau Dinkel steht vor einer Verurteilung für ihre Verbrechen in diesem Jahr. Dann muss das dümmlich-dreiste „Wir waren ja nicht dabei“ dann wohl spätestens ein Ende haben.

      1. Ich finde ein „Wir waren ja nicht dabei“ weder dümmlich noch dreist, sondern das ist eine sachliche und sogar belegbare Feststellung, nicht mehr und nicht weniger.

        Und genauso sachlich und unbestreitbar ist nun mal die Tatsache, das, wer nicht selbst dabei war, auch nicht wissen kann, welche Version der Geschichte denn nun die richtige ist.

        Ein Gericht hat zwar erstmal dasselbe Problem, kann sich aber – im Gegensatz zu uns hier – wenigstens aus Ermittlungsakten und dem persönlichen Eindruck der Parteien vor Gericht ein detaillierteres Bild machen.

        Im Übrigen glaube ich auch nicht, das es das Problem löst, wenn man sich wütend in einen verbeißt, der nur das ausspricht, was viele dennoch denken: Wir waren nicht dabei.

        Das ist keine Wertung, sondern eher eine neutrale Poisition.

  14. Die Verrohung beginnt hinter verschlossenen Türen, in der sogenannten „Privatsphäre“. Und wenn dann darüber berichtet wird, fördert man diese Verrohung? Hier wird doch Ursache mit Wirkung verwechselt. Aber Hauptsache man redet gut über den lieben Herrn Garrett der ja so toll Geige spielen kann…Mann, aufwachen!
    PS: Kachelmann ist mir aus persönlicher Schilderung auch bestens bekannt, und wenn ich diese Frau (nicht die aus dem Prozess) gewesen wäre, hätte ich ihn auch verklagt!

    1. Na ja, die „Verrohung“ beginnt in dem Fall mit der Vorverurteilung die auch Sie gerade vornehmen.

      Die Privatsphäre ist keine „sogenannte“ sondern ist eben privat. Die besondere Eigenschaft ist, das völlig fremde Personen wie Sie, in dieser Umgebung nicht vorkommen. Falls Sie dann aus einseitigen Darstellungen oder aus Presseberichten Dinge erfahren die nicht Ihren Moralvorstellungen entsprechen, ist das damit nicht strafbewehrt. Daraus aber eine Vorverurteilung ableiten finde ich ganz schön anmaßend.

      P.S. Ein Herr Kachelmann nimmt hier mit Beiträgen teil, da können Sie also Ihre Bekanntschaft auffrischen. Wäre nicht das erste Mal das „himself“ sich an so einer Diskussion beteiligt.

    2. Bmeier (Mann oder Frau?), ich bin auch ein Gegner von Gewalt, ganz gleich von wem. Sie hängen sich jetzt an dem letzten Satz auf, OK. Hier geht es um Medienberichte und um die Art, wie sich immer wieder genüsslich auf „gefundenes Fressen“ gestürzt wird. Jetzt hat es Herrn Garrett getroffen, bald wieder jemanden anderes. Auch einer von uns könnte es sein. Die Aufgabe der Presse ist es nicht, vorzuverurteilen und sich in ihrer Sprache auf ein so niedriges Niveau zu begeben, wie es leider zu oft geschieht. Es geht nicht darum, nicht zu berichten. Letztlich wissen die Wahrheit immer nur die Beteiligten und es ist die Aufgabe der Gerichte, zu entscheiden. Leider gibt es dabei auch ungerechte Urteile.
      Jeder Außenstehende darf eine Meinung haben. Jemandem mehr zu glauben anhand der sich darstellenden Sachlage, seinen eigenen Erfahrungen und Sichtweisen ist doch normal. Jeder läuft Gefahr, sich dabei auch zu irren. Das nehme ich inkauf. Da müssen Sie mich nicht aufwecken. Ich bin völlig klar. Sie haben ja auch ihre Meinung im Fall Kachelmann und beziehen Position, die ich akzeptiere.
      Ich bin erst seit Kurzem in einem Internetforum und lese gerne mal Kommentare quer. Es gruselt mich. Die aggressive Sprache, die schnellen Urteile, Beleidugungen und teilweise Drohungen machen mir angst. Gerne werden dabei Zitate der Presse benutzt. Überschriften und Sätze, die immer hängen bleiben, ob es so war oder nicht.

  15. Wir sind sehr froh, dass Sie dieses Thema so direkt ansprechen.Wir ärgern uns immer wieder über Zeitungsberichte, bei denen man das Gefühl hat, dass es den Schreibern eine Genugtuung ist, erfolgreiche Menschen zu erniedrigen, beleidigen, vorzuverurteilen, zu kränken oder lächerlich zu machen. Ganz gleich, bei wem. Da wird ein Vokabular benutzt, das eines seriösen Journalisten nicht würdig ist. Fragten uns jedes Mal, was bei denen gerade abgeht, wenn sie sich derart suhlen. Hatten aus diesem Grund schon einige Male die Tageszeitung abbestellt. Haben sie inzwischen wieder und haben im Fall David Garrett eine sehr faire Darstellung gelesen, die uns wirklich freute. Es geht doch! (Soester Anzeiger)
    Wenn man einen Musiker mag, sich in seinen Konzerten wohlfühlt, wirkliche Freude empfindet, ein schönes Gefühl mit nach Hause nimmt und immer wieder herabwürdigende Kommentare liest, macht es uns sehr ärgerlich. Und im Netz geht es dann weiter. Warum wundern wir uns noch über eine verrohte Gesellschaft.

  16. Woher wollen sie wissen, dass Kachelmann „fälschlicherweise“ der Vergewaltigung beschuldigt wurde?! In meiner Erinnerung war ihm das lediglich nicht nachzuweisen. Das Urteil spricht eine ganz andere Sprache.

    1. Man kann nur hoffen, dass das OLG Frankfurt Kachelmanns Ex demnächst wegen Falschbeschuldigung zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt, damit derartiger Unsinn vielleicht doch irgendwann mal verschwindet.

    2. Die bevorstehende Verurteilung der Verbrecherin wird auch Ihnen nicht mehr erlauben, diesen Schwachsinn abzusondern. Ist es der Vorname Claudia, der dumme Menschen dazu bringt, sich mit der Verbrecherin zu solidarisieren statt mit dem Verbrechensopfer?

  17. @ Herr Winterbauer,
    nichts gegen Ihre Empörung in diesem Fall. Dass Sie aber die FAZ besonders hervorheben und auch abbilden erweist sich wieder als der einseitige Blick, den Sie offenbar weiter pflegen – begonnen mit großem Getöse hatte diese Geschichte Bild; auf der ihr üblichen Schleimspur. Wieso findet das bei Ihnen keine Erwähnung? Sondern deren vermeintliche Zurückhaltung , die keine ist, verständnisvolle Begütigung?

    1. Es geht hier darum, wie die Story aufbereitet wurde. Die FAZ weidet sich an allen intimen Details, was ich für ein Medium, das sich sehr seriöse geriert, bemerkenswert finde. Die Bild spart diese intimen Details in der Berichterstattung aus. Darum geht es. Steht aber ja alles im Text. Die FAZ verdient meiner Meinung hier besondere Erwähnung, da bei ihr die Diskrepanz zwischen Image und Berichterstattung am größten ist. Die ersten Berichte zu dem Fall finde ich nicht nur in der Bild am 6.6.2016. haben Sie andere Informationen?

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