Anzeige

Compact Cover-Girl wider Willen: Fotomodel geht juristisch gegen Verschwörer-Magazin vor

Juergen-Elsaesser_compact.jpg
Compact-Chefredakteur Jürgen Elsässer in seinem "neuen Compact Studio Ambiente"

Das Verschwörer-Magazin Compact zeigt auf seiner aktuellen Ausgabe zur Titelgeschichte "Raus aus der EU!" eine junge Frau, die den Mittelfinger in die Kamera reckt. Der Fingernagel ist dabei schwarzrotgold lackiert. Offenbar hat Compact das Foto von einer Bildagentur übernommen. Das Model ist mit ihrem Bild auf dem Titel der Compact nicht einverstanden und geht juristisch gegen die Veröffentlichung vor.

Anzeige
Anzeige

Durch Christian Schmidt, den Anwalt des Models, wurde bereits eine Abmahnung gegen den Compact Verlag ausgesprochen. „Das ist nicht im Interesse unserer Mandantin, die sich bereits jetzt in ihrem studentischen Umfeld rechtfertigen muss und sich Gesinnungsfragen stellt, die gar nicht ihrer Moral entsprechen“, so Schmidt.

Laut dem Anwalt des Models erweckt der Compact Verlag in einem Werbevideo für das Magazin den Eindruck, dass das Foto bei einem Fotoshooting entstanden sei. In der Tat diskutiert Compact-Chefredakteur Jürgen Elsässer in dem Video mit zwei Redakteuren, breitbeinig auf schwerem Leder-Mobiliar sitzend, detailliert die Machart des Bildes.Der Fingernagel auf dem Foto wurde von der Compact-Redaktion schwarzrotgold eingefärbt. Dabei kann man den Eindruck gewinnen, das das Foto für Compact produziert wurde. Explizit gesagt wird dies freilich nicht.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Echt jetzt Christian? Wegen eines Titelcovers und der Klage eines Models auf Wahrung ihrer Persönlichkeitsrechte? World War III? Mal die Kirche im Dorf lassen.

  2. Wir hatten das alles schon einmal.Auch damals begann man damit Beiträge in Tageszeitungen und Journalen zu verbieten.Dann wurden massenhaft Bücher und Schriften verbrannt. Die Autoren und ihre Verleger wurden verfolgt,ihre Büros verwüstet.Dann brannte der Reichstag und danach kamen die Verbote und die Lager und der Krieg .Die Ähnlichkeiten zu Heute,sind nicht zufällig !

  3. Compact ist also ein „Verschwörer-Magazin“?

    Können Sie, werte Meedia-Redaktion, dazu Beispiele nennen oder wollten Sie nur mal diffamieren?

      1. Wie? Da wird sich an einer falschen Zirka-Mücken-Story abgearbeitet und das soll jetzt alles sein?

        Wie viele falsche Storys gabe es in den „Mainstreammedien“? Was war mit den Hitlertagebüchern vom Stern? Ist der Stern etwa sauch ein „Verschwörer-Magazin“? Oder was ist mit den 4-Tage-unterdrückten Nachrichten zu den Silvestervofällen in Spiegel, ARD uind Co. – auch alles „Verschwörer-Magazine“?

        Was meinen Sie dazu?

        Oder sind Sie da schon am Ende mit Ihrem Latein?

      2. Aha, die Zika- Mücke wird wieder mal zum Elefanten aufgeblasen. Bischen dünn, aber immer wieder gern, wenns der Sache dient, gelle?
        Lieber hundert „Verschwörungs“- Magazine, als eine einzige Zeile Hofberichterstattung eines beliebigen Lügen- Drecksblattes dieses verkommenen Regimes. Ihr habt fertig, und zwar restlos.

      3. Klingt sehr nach Troll, der hier mal eben als „Jens“ gegen Compact mit bunten Murmeln um sich wirft. Ein exemplarisches Beispiel geistiger Umnachtung.

  4. Ist doch gut, wenn sowas passiert. Damit haben sich die Leute doch selbst als unprofessionell geoutet. In fünf Jahren beschweren sich die gleichen Leute, dass sie keine Aufträge mehr bekommen, weil sich der Mainstream geändert hat. Da kann man sie mit ihren eigenen Argumenten schlagen.

  5. Sowas böses aber auch! Diese ganzen antisemitischen, rechtspopulistischen und abgrundtief bösen COMPACT-Redakteure!!!
    Ich kanns kaum glauben!

  6. Juckt kein Schw….
    Aber die Qualitätspresse ist für jede „Stimmungskanone“ dankbar.
    Es muss nur die Zielrichtung stimmen. Dann gibts für so eine Lapalie vielleicht nen Grimme-Preis.
    Hat sich das Recherchenetzwerk schon eingeschaltet?

  7. Können VW-Werbe-Prominente und VW-Werbe-Fußball-Spieler sich jetzt auch öffentlich von VW wegen der Abgas-Software los sagen und alle Spots mit ihnen Sperren lassen und alle VW-Fußballer-Bilder und Kalender und natürlich Sammelbilder und Zeitungs-Archive (online und offline) Vereins-Jahrbücher usw. wo sie irgendwo mit drauf sind und mit VW in Verbindung gebracht werden ?

    Bei Musik-Songs gabs allerdings schon, das sie für bestimmte Parteien gesperrt wurden glaube ich. Wichtig wäre bei Bilder allerdings, das die Bezahlung von der Auflage (die Druckerei wird ja auch pro Stück bezahlt) abhängt und nicht wie bei diesem Milliarden-Film (Eis-Königin oder so?) die Sängerin nur 950 Dollar Tages-Satz bekommt.

    Alle Campact-Freunde und EU-Gegner werden sicher bei Twitter, Instagram usw. Mittelfinger-Bilder von sich hochladen als alternatives Cover-Bild…
    Oder vielleicht auch alle Brexit-Freunde. Wenn man eine Euro-Münze nicht beleidigen kann (Zerstören ist vermutlich verboten), kann man damit vermutlich auch viel Unfug anstellen. Bart Simpson/El Barto kennt jeder Jugendliche… Davor gabs Beavis und Butthead oder heutzutage Terrance+Philipp oder wenn Family Guy oder American Dad in London merken das ihre teuer eingetauschten Euros dort nicht funktionieren…

    Wenn Handelsblatt oder Meedia ein Bild von einem zerfliessenden Euro auf dem Cover hätte und der Künstler das nicht haben wollen würde, würde es vermutlich auch heissen, das es erlaubt und korrekt lizensiert worden wäre.
    Man sollte also sehr viel präziser berichten statt eine Menge Fragen zu hinterlassen wie es bei Online-Artikeln als Rückfragen in den Kommentaren häufig zu erkennen ist aber die Journalisten oft genug leider anscheinend nicht dazulernen im Gegensatz zu jedem TV-Koch wenn er das Salz vergessen hat. Die Interview-Mitschrift wurde ja auch veröffentlicht und jetzt weiss jeder wie die Presse verschieden interpretierbare Aussagen einseitig auslegt statt (schlau wie man mit Diplom und als !zwei! Journalisten sein sollte) gleich nachzufragen und die Seite eindeutig benennen und bekennen zu lassen. Das ist ja keine Interpretation einer EZB-Rede oder der Weihnachts-Ansprache oder neulich von Merkel bzgl. Verlags-Einnahmen für ehrlichen und volksverbessernden Journalismus welche man (oft erst einen Tag später) hinterher analysieren kann und wie die Nostradamus-Vorhersagen auslegen kann oder vielleicht auch nicht wenn man ehrlich ist.

    Hier wurde oft genug aufgedeckt, das Casting-Shows anders als die echte Reihenfolge zusammengeschnitten wurden. Oder ein Bekannter besuchte mal mit der Schule eine dieser damaligen nachmittags-Talkshows und meinte, in echt wäre die Reihenfolge anders gewesen.
    Walulis guckt Casting-Sendungen hat das neulich auch gut beschrieben. Ist vielleicht sogar noch in der Mediathek vorhanden.

    Ich würde mal eine Casting-Show starten wo Lebensmittel und ihre Verpackungs-Fotos abgebildet sind und wer das am besten nachgestellt bekommt, kriegt die 100 Euro Preis oder muss es dann nicht essen oder sowas. Die Firmen-Namen und Verpackungen sieht man natürlich ständig im Bild und wie lecker es angeblich aussehen soll und wie es nach der Mikrowelle und Herstellung laut Anleitung vom Notar überprüft dann wirklich aussieht. Eher das totale Gegenteil einer Dauer-Werbe-Sendung und wahres Reality-TV.

    Und das die meisten Prominenten die beworbenen Produkte eher selten selber nutzen oder jemals in den eingeweihten Supermarkt-Filialen einkaufen sollte auch klar sein. Vielleicht kriegt man ja den Pulitzer-Preis für die Aufdeckung…

    Die Prominenten auf dem Coverbildern beklagen doch immer öfter, das sie Photoshopped wurden und die Beine/Arme/Po/… schlanker/dicker/größer/kleiner… gemacht wurden. Der kleine Zuschauer sieht ja das Cover und hat auf dem Handy das neueste Red-Carpet-Video derselben Person und sieht den Unterschied.

    Vieles was hier vermeintlich schlecht klingt, ist ganz alltäglich in der Medien-Branche und wird eigentlich ständig kritisiert. Allerdings meist von Einzelfällen und fast nie von der Medien-Presse an sich welche ihre Werbe-Kunden anscheinend nicht verlieren will weil sie Magermodeltum anprangert oder optische Nachbesserungen. Man könnte sich mal Wahlplakate und Wahlprospekte vornehmen und optische Nachbesserungen markieren.

    Politische Zeitschriften sollten aber vielleicht besser vorher nachfragen und besser einfach Freiwillige nehmen. Vermutlich billiger und besser und die freuen sich sogar noch darüber. Man weiss ja das der politische Gegner wirksamer nach Fehlern (z.b. Komma-Fehlern) schaut als bei manchen Sportarten nach Doping gesucht wird.
    Man kann sogar das Gesicht frei lassen und digitale Postkarten-Apps bauen wo man sein eigenes Gesicht reinkopiert und es dann mailt oder ausdruckt und verschickt oder auf seiner Homepage Facebookpage usw. anzeigt und somit Werbung dafür macht…
    1-2 mal pro Jahr könnte man sowas realisieren oder immer für ein Haupt-Thema. Auch als Verbraucher-Schutz, Kleinanleger-Schutz-, Klima-Schutz- oder grünes, linkes oder rechtes Magazin oder Partei-Zeitschrift oder Sparkassen-Zeitschrift für den Marktplatz-Umbau oder Londoner Zeitschrift für oder gegen Brexit oder schweizer Zeitschrift für oder gegen Grundeinkommen oder halt nur Weihnachtsmann, Oster-Hase, Kanzler-Kandidat, Landes-Kandidat, US-Präsidenten-Kandidat usw. wo man überall sein Gesicht reinkopieren könnte…

  8. Moment, Moment:

    Die Frau hat das Bild also bei einer Bild-Agentur freiwillig eingestellt, damit es verwendet wird, und jetzt beklagt sie sich darüber, dass es verwendet wird??

    Hat sie denn eine Verwendung in Zeitschriften ausgeschlossen?

    Ist ihr denn nicht klar, dass ein Bild, dass sie speziell zur Veröffentlichung eingestellt hat, auch veröffentlicht werden kann?

    Was hat sie denn geglaubt, was die Agentur mit ihrem Bild macht?

    Könntet Ihr da nicht mal nachhaken? Mich würde das wirklich einmal interessieren. Oder ist sie vielleicht gar nicht geschäftsfähig??
    Irgendetwas muss da doch hinter stecken.

    1. Es handelt sich nach dem Einfärben des Fingernagels nicht mehr um die Originalaufnahme, sondern um eine Änderung des Motivs.

    2. Die Frau klagt mit dem gleichen Recht, wie z.B. zahlreiche deutsche Musiker gegen die Verwendung ihrer Lieder auf Veranstaltungen der AfD klagen – trotz u.U. bezahlter GEMA-Gebühren. Gleiches machen viele Musiker in den USA in Bezug auf Wahlkampfveranstaltungen von Trump. Auch als Künster (oder hier Modell), wo man grundsätzliche Nutzungsrechte am eigenen Werk verkauft, muss man sich vor ungewollter politischer oder gesinnungsmäßiger Vereinnahmung schützen können. Das bezahlte Geld für’s Bild gibt’s dann natürlich zurück.

      1. Was sind das für klägliche Musiker, die ihre Lieder nicht für alle Menschen sondern nur für diejenigen spielen wollen, die ihre eigene Gesinnung teilen!?

    3. Werter Rudi, warum unterstellen Sie einem Model Ahnungslosigkeit und demonstrieren dabei doch eher Ihre eigene?

      Sie werden in sehr vielen Geschäftsbedingungen von Foto-Agenturen Klauseln finden, die eine Verwendung des Bildmaterials zu Zwecken, die moralisch oder politisch Anstoß erregen könnten, untersagen bzw. von einer ausdrücklichen Einwilligung der Rechte-Inhaber abhängig machen.

      Wenn man bedenkt, dass durch kontroverse Verwendung des Bildmaterials der Marktwert von Model und ggf. weiterer Beteiligter sinken, im Extremfall die wirtschaftliche Existenz vernichten kann, entspricht dieser sehr weit verbreitete rechtliche Vorbehalt auch einer ganz schlichten ökonomischen Vernunft.

      Intellektuelle Unbedarftheit oder fehlende Geschäftsfähigkeit sollten Sie hier also nicht ohne besseres Wissen behaupten.

      1. Streichen Sie das „behaupten“ das ist alleine Ihr Behauptung.

        Otto-Normal-Model muss den 08/15-Vertrag unterschreiben. Und da werden allen, die zahlen wollen die Rechte verkauft. Wenn Sie das nicht macht, gibt’s keinen Cent.

        Das nicht zu bedenken, sondern sich in der mädchenträumerischen Welt ausmalen wie das Foto nur bei „Mein Pony“ und „Petra“ aufs Cover kommt ist bestenfalls naiv schlechtestenfalls dumm.

        Da können Sie soviel Sie wollen 08/15-Models mit erfolgreichen Musikern vergleichen oder für Verständnis werben, warum man etwas nicht wollen kann. Hier geht’s um Juristisch-Ökonomisches. Und da hat die Dame unterschrieben. Punkt.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*