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Noah-Konferenz: Springers Web-Event lässt die Old-Economy auf ihre digitalen Herausforderer treffen

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Zum zweiten Mal bittet Springer die weltweit Web- und Manager-Elite nach Berlin zur Axel Springer Noah Konferenz. Anders als Burdas DLD setzt das Springer-Digital-Event weniger auf familiäre Harmonie, sondern auf Konfrontation. So trifft Daimler-Boss Dieter Zetsche auf Uber-Mastermind Travis Kalanick oder der RWE-CEO Peter Terium auf Rainer Sternfeld von Planet OS.

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Dazu versammelte Springer im Berliner Tempodrom rund 3.000 Digital-Köpfe, Gründer, DAX-CEOs und andere Influencer. Zu Beginn empfahl ProSiebenSat.1-Boss Thomas Ebeling allen Gründern mit ihren Startups kräftig auf TV-Werbung zu setzten. Ein mehr als logischer Tipp, immerhin verdient sein Unternehmen an dem Tausch von Startup-Anteilen gegen Sendezeit in den eigenen Werbeblöcken längst viel Geld.

Was dann folgte, war eine schier endlose Abfolge kurzer Firmen- und Projekt-Vorstellungen, die meist vor einem eher schlecht als recht gefülltem Auditorium stattfanden. Aber immerhin versteht sich der Berliner Springer-Event, der bereits seit sieben Jahren erfolgreich in London läuft, als „Business meets Business“-Kongress und nicht als Lifestyle-Treffen.

Am Nachmittag zog die Dramaturgie merklich an. Denn dann hatte Rocket Internet-Chef Oliver Samwer seinen großen Auftritt. In entspannter Couch-Atmosphäre plauderte der Seriengründer über seine Investitionsstrategie. Samwer gab sich größte Mühe, sich als Lifetime-Investor zu präsentieren, der eben nicht für Hire and Fire steht, sondern von der ersten Seed-Runde bis zu Großfinanzierungen von mehreren hundert Millionen Euro an der Seite seiner Gründerteams und Unternehmen steht.

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„Unsere Papiere werden seit rund 18 Monaten an der Börse gehandelt“, erklärte er. „Alleine drei Mal in den vergangenen sechs Monaten ging es für den Aktienkurs für fünfzig Prozent hoch und für 50 Prozent runter.“ Deshalb habe er gelernt, die Kurse und ihre Entwicklung auszublenden. So schaue er vielleicht mal am Wochenende nach der Performance der Raketen-Papiere. Ansonsten konzentriere er sich darauf, gute Unternehmen aufzubauen. „Ich lese keine Artikel über Rocket oder mich und ich schaue meistens nicht auf den Aktienkurs. Ich lebe also ein glückliches Leben.“

Am frühen Abend folgen dann der Talk zwischen Springer-CEO Mathias Döpfner und Business Insider-Gründer Henry Blodget sowie das von Bild-Herausgeber Kai Diekmann moderierte Aufeinandertreffen von Uber-Boss Travis Kalanick und Daimler-CEO Dieter Zetsche.

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