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Spiegel besetzt die Vermarktung neu: André Pätzold und Dirk Schnoor sollen es richten

Spiegel-Verlagsleiter Michael Plasse und Geschäftsführer Thomas Hass
Spiegel-Verlagsleiter Michael Plasse und Geschäftsführer Thomas Hass

Überraschend verließ Norbert Facklam, als Vermarktungschef nach 17 Jahren die Hamburger Spiegel-Gruppe, und dies „in bestem Einvernehmen und aller Freundschaft.“ An seine Stelle trat Spiegel-Verlagsleiter Michael Plasse, der die Leitung von Spiegel QC zusätzlich zu seinen Aufgaben übernahm. Doch die Berufung von Plasse als Vermarktungschef war nur eine Zwischenlösung. Wie MEEDIA aus Unternehmenskreisen erfuhr, übernimmt Digital-Experte André Pätzold die Leitung von Spiegel QC, Dirk Schnoor, Leiter Sales bei Spiegel QC, wird sein Stellvertreter.

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„Damit bilden zwei starke Führungspersönlichkeiten, die unser Vertrauen genießen und nun noch mehr Verantwortung übernehmen, die neue Spitze von Spiegel QC. André Pätzold und Dirk Schnoor sind aus meiner Sicht das perfekte Team für die digitale Transformation und die Weiterentwicklung unseres Kerngeschäfts. Ich bin sicher, dass sie unsere Vermarktung mit Tempo und Kreativität ausbauen werden“, erklärt Plasse.

Für die beiden Manager brechen schwere Zeiten an. Denn die Vermarktungserlöse der Spiegel-Gruppe zeigen seit Jahren nur eine Richtung: weiter abwärts. So sind seit im Zeitraum zwischen 2000 bis 2014 die Werbeerlöse um 70 Prozent eingebrochen. Auch 2015 und Anfang 2016 sollen sich die Vermarktungssituation bei dem Medienhaus nicht entspannt haben, heißt es unternehmensintern. Erst vor Kurzem hatte der Verlag den Regionalteil für Nordrhein-Westfalen im Spiegel wieder eingestampft, wohl auch, weil sich das Anzeigengeschäft in dem bevölkerungsreichen Land nicht wie erhofft entwickelt hat. Auch die Pläne des Ex-Vermarktungschefs Facklam, stärker Werbetreibende in der Pharmaindustrie für den Print-Spiegel zu gewinnen, wurden zurückgedreht.

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Dabei braucht der Spiegel dringend zusätzliche Werbeerlöse, um seine Erlös- und Gewinnsituation zu verbessern. Zwar plant das Unternehmen viele diverse neue Vorhaben – darunter eine digitale Tageszeitung. Doch die neuen Erlösquellen reichen kaum aus, um die rückläufigen Anzeigen- und Vertriebsumsätze zu kompensieren. Verlagschef Thomas Hass hat deshalb eine Agenda 2018 ausgerufen, die umfangreiche Sparmaßnahmen vorsieht. Dazu gehört auch ein Abbau von 149 Stellen. 111 Mitarbeiter haben sich inzwischen entschieden, über ein großzügiges Vorruhestands-Modell aus dem Verlag auszuscheiden. Dennoch drohen Kündigungen – möglicherweise noch in diesem Monat.

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Alle Kommentare

  1. Statt eines langen Posts einfach mal eines der beliebten Klugscheiß-Zitate dazu – diesmal von einem, der das sogar mit Mitte 20 schon kann und außerdem auch noch lebt. – Im Hier und Heute nämlich.

    „Frühere Generationen haben ihr Leben den Medien angepaßt – meine Generation erwartet, daß sich die Medien ihnen anpassen.“

    (Philipp Riederle)

    Ich glaube, das wäre (nicht nur für den Spiegel) doch mal eine Ùberlegung wert.

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