Anzeige

Neue deutsche Web-Nachrichten-Größe: erste Beta-Version von gemeinsamen Welt- und N24-Portal

Stephanie-Caspar-welt.jpg

Eckig, klar und etwas leer - so zeigt sich die erste Beta-Version des neuen gemeinsamen Web-Portals von Welt und N24. Am gestrigen Montag präsentierten die Macher bei einer internen Veranstaltung im Berliner Kino International der Redaktion nun ihr neues Online-Konzept. Zeitgleich ging die neue Test-Seite live. Mit dem Zusammenschluss der beiden Marken entsteht eine neue Web-Größe, die fast 17 Millionen Nutzer erreicht.

Anzeige
Anzeige

Der offizielle Starttermin des Nachrichten-Portals soll im Herbst liegen. Bereits heute wird die Seite jedoch aktuell bespielt. Allerdings soll das Angebot in den kommenden Monaten noch massiv ausgebaut werden. So kommen neben den jetzigen Basis-Ressorts Sport, Wirtschaft und Politik noch weitere Themenbereiche dazu. Zudem sind umfangreiche Seiten zu den Sendungen von N24 geplant.

Neben der allgemeinen Bitte um möglichst viel konstruktives Leser-Feedback setzen die Berliner in der Beta-Phase auch auf klassische Test-Methoden mit klar definierten User-Gruppen.

Die neue Seite ist nicht nur eine Weiterentwicklung der bestehenden Web-Angebote von Welt.de und N24.de, sondern vor allem auch Ausdruck der Verschmelzung der beiden Titel. „Die Zusammenarbeit der Marken soll sich zukünftig auch in einem gemeinsamen Internetauftritt widerspiegeln“, erklärt die WeltN24-Geschäftsführerin Stephanie Caspar. „Viele Elemente sind schon fertig. Vieles kommt noch dazu. Wir gehen nun mit der öffentlichen Beta-Phase den nächsten Entwicklungsschritt, bei dem wir Feedback der Nutzer sammeln und den Auftritt beständig weiterentwickeln und ausbauen. Im Herbst wird diese Seite dann die bisherige Welt.de-Seite ablösen.“

Anzeige

Interessant wird zu beobachten sein, wie sich die geplante, angepasste Bezahlstrategie von Chefredakteur Stefan Aust mit der neuen Seite und ihrer Reichweitenentwicklung verträgt. Bislang setzte die Welt auf ein Metered Model mit einer Mengenbegrenzung; Aust favorisiert stattdessen eine „Längenbegrenzung“. Aktuelle und schnell erstellte Artikel sollen dabei weiterhin gratis zur Verfügung stehen, Hintergrundberichte und ausführliche Reportagen oder Analysen sollen dagegen stets kostenpflichtig sein.

Die Auswirkungen auf die Reichweitenentwicklung lässt sich noch schwer abschätzten. Mit größtem Interesse dürften allerdings die Konkurrenten von Spiegel Online nach Berlin schauen, denn sie geraten durch die Web-Fusion am stärksten unter Druck. So kam die Welt bei den aktuellen AGOF-Zahlen für den Monat Februar auf einen Wert von 14,94 Millionen Unique Usern. Für N24 zählte die Arbeitsgemeinschaft 4,16 Millionen.  Zusammen wären das brutto also 19,1 Millionen einzelne Besucher. Zieht man nun die Doppel-Leser ab, erreicht Welt.de zusammen mit N24 – laut dem AGOF-Tool TOP – 16,45 Millionen Unique User.

Vergleicht man dies nun mit dem aktuellen Reichweitenranking, dominieren noch immer Focus Online (18,90 Mio.) und Bild (18,16 Mio.) die Liste. Spiegel Online liegt zur Zeit bei 17,47 Millionen Unique Usern und damit fast schon in Schlagdistanz des fusionierten Springer-Portals.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Ich denke die Kurve der Besucherzahlen wird dann wieder umkehren und nach unten verlaufen. Dafür wird Zeit online mehr Besucher haben.

  2. Wer hat sich denn das Menü ausgedacht, dass beim Scrollen plötzlich die Seite wechselt? Was ne schlechte Usability^^

  3. Die Verschmelzung macht sehr viel Sinn. Auch die Idee für das Bezahltmodell nach Textlänge. Das Portal wird damit in 2017 die reichweitenstärkste Seite werden.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*