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Warum Show-Titan Thomas Gottschalk es mit seinem neuen RTL-Talkformat schwer haben wird

„Mensch Gottschalk“: Der ehemalige „Wetten, dass..?“-Moderator will mal wieder ein Lagerfeuer der Nation entfachen. Experten sind uneins über seine Chancen
"Mensch Gottschalk": Der ehemalige "Wetten, dass..?"-Moderator will mal wieder ein Lagerfeuer der Nation entfachen. Experten sind uneins über seine Chancen

Es ist seine – vielleicht letzte – große TV-Chance: Show-Titan Thomas Gottschalk will mit seiner Talk-Show "Mensch Gottschalk" ein innovatives Programm für die ganze Familie starten. Dazu wird er am Sonntag bei RTL mit 15 Gästen talken und und tritt dabei ausgerechnet gegen den Quoten-Giganten "Tatort" an. MEEDIA hat bei Media-Agenturen nachgefragt, welche Chancen die Experten dem Format geben.

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Das Urteil von Jürgen Kievit, Managing Partner Activation TV bei OMD Germany, fällt hart aus. „Das Format wird unter dem Senderschnitt bleiben und auf Grund des undankbaren Sendeplatzes gegen den ‚Tatort‘ (Berlin), Planet der Affen: Revolution (EA) etc. keine Chance haben – daher werden wir wohl auch keine zweite Ausgabe erleben“, ist sich der TV-Experte sicher. Er ist für ihn deshalb rätselhaft, warum die Kölner Mediengruppe RTL den Showmaster zur Primetime am Sonntag ins Quoten-Rennen schickt. „Grundsätzlich hat RTL auf Grund seines Grids wenig Raum für solche Formate. Warum es dann aber ausgerechnet der Sonntag werden musste, bleibt fraglich“, meint Kievit. Er geht davon aus, dass Gottschalk wenig Interesse bei den unter 50-Jährigen findet.

„Schaut man sich die Zuschauer unterschiedlicher Gottschalk-Sendungen an und zieht dann noch die Programmkonkurrenz ins Kalkül, wird schnell klar, dass das Format maximal 40 Prozent seiner Zuschauer bei den unter 50-jährigen finden wird“, so der OMD-Manager. Mit etwas Glück sei jeder zehnte erreichte Zuschauer jünger als 30 Jahre alt. Kievit meint, dass sich für die Mediengruppe RTL das Format wirtschaftlich kaum lohnen wird: „In der Kombination mit den insgesamt eher schwächeren Reichweiten stellt sich das Format nicht sehr wirtschaftlich dar“, meint Kieviit. Auch zweifelt der Manager, ob es das richtige Format für Gottschalk sei. „Inhaltlich fürchte ich, dass Gottschalk sich mit dem Spagat zwischen journalistischen Fragen wie beispielsweise zur Flüchtlingskrise, Terrorangst oder der AfD eher schwer tun wird. Wirklich ‚funktionieren‘ könnte er nur dann, wenn er die Personality-Show Gottschalk abzufeuern im Stande wäre. Einem Format wie beispielsweise dem Jahresrückblick würde er sicher eher gerecht werden“, betont Kievit.

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Oliver Rudolf, Seniorberater Einkauf TV von der Agentur Pilot, ist optimistischer. „Die Chancen für eine regelmäßige Gottschalk-Präsenz ist bei guten Quoten zum Start sicherlich vorhanden, vor allem da das RTL Eventkino seit Längerem nicht mehr so konstant gute Quoten für den Sender liefert, wie lange Zeit üblich“, meint Rudolf. „Eine bunte Mischung der Gäste sowie aktuelle Themen des Zeitgeschehens versprechen inhaltlich ein abwechslungsreiches Spektrum, das durchaus in der Lage ist, eine breite Masse anzusprechen“, ergänzt er. Zudem könnte das Format Chancen haben, weil Gottschalk zwei sehr starke Partner an seiner Seite habe: Spiegel TV und DTCP. Diese würden sicherlich für hochwertig aufbereiteten Content sorgen.

Bei den Werbetreibenden könnte Gottschalks Comeback gut ankommen. „Shows eines solchen Formates sind immer gerne bei Werbetreibenden gesehen, da diese Produktionen einen qualitativ hohen Anspruch haben“, betont der Pilot-Manager. Zudem stünden Moderatoren wie Thomas Gottschalk oder Günter Jauch für Seriosität. Sie würden deutschlandweit immer noch großes Ansehen genießen, meint er. Und: „Gerade am Sonntagabend bietet eine solche Programmfarbe eine angenehme Abwechslung zum sonstigen Programm“, meint Rudolf. Doch für den TV-Exerten ist die große Frage, ob der Talk auch langfristig am TV-Himmel strahlt. Denn sollte das Format regelmäßig ausgestrahlt werden, wird es der Sender schwer haben, sich mit „Mensch Gottschalk“ gegen die harte Konkurrenz auf diesem Sendeplatz sein Publikum zu erobern.

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Alle Kommentare

  1. Gottschalk – schon immer ein widerlicher arroganter Typ gewesen der für sein Nicht-Talent Millionen bekam und weil er Deutschland so hasst seinen Wohnsitz nach LA verlegt hat. In Hollywood gibts ja auch mehr von seinesgleichen – Spielberg, Spelling, Streisand etc.
    Einfach in LA bleiben Tommylein. Wir wollen dich nicht.

  2. Für die Sendung heute Sonntag, 5.6.16 „war super“! und ich möchte gerne Herrn Gottschalk persönlich eine Geschichte (in Vers-Form) senden, da ich in seiner Sendung gesehen habe, wie Hunde mit ihrem Frauchen, oder Herrchen, Kunststücke vorführten und ich eine ganz lustige Geschichte zu erzählen habe.
    Ich denke dieser Platz hier, reicht fast nicht aus, um Sie auch Ihnen zu schreiben.
    Herzlichen Gruss Erika Neeb, 82 Jahre, Huenstetten-Wallbach
    NS. Ich bin die Erika, die sich auch damals bei der Fernsehwoche beklagt hat, über ihre Gedichte, die einfach „weggewischt“ wurden !

  3. Wie kann er am Tag des Hundes die Hunde abfällig mit „Köte“r bezeichnen !

    Die Hunde tun so viel für die Menschen wenn sie es auch nicht wahrhaben wollen !!!

  4. Ein Greis, eine Mumie, ein Widergänger. Ein Relikt aus einer anderen Zeit will aus Publizitäts-Geilheit, weil er ohne Kameras nicht lebt, zurück auf den Bildschirm. Gott bewahre! Und das aus noch in dem Medium, für das der Steuerzahler per Zwangsabgabe am Rande der Legalität zur Finanzierung verpflichtet wird – RTL hin oder her.

  5. Man kann einem alten Kavalleriepferd nicht vorwerfen, dass es mit den Hufen scharrt, wenn der Hornist zum Sammeln bläst. Andererseits kann man dem Stallmeister nicht vorwerfen, dass er dem Zossen die Schlacht erspart und ihm stattdessen ein Date mit dem Abdecker beschafft. So ähnlich ist es mit Thomas Gottschalk: Nicht ganz so unsympathisch wie andere deutsche „Entertainer“, aber eben auch nicht sooo überragend, wie seine Fama in den Medien gestrickt wurde. Die Frage, die sich jeder stellen muß: Wer will solche alten Knacker und seine „top boring Guests“ überhaupt noch sehen? Ich meine, wenn selbst relativ gutaussehende Junghühner im Pro7 Abenddungeon krachend scheitern, fragt man sich doch, wieso man Thomas Gottschalk ein absehbares grauenvolles Ende antun möchte? Oder soll da für viele Millionen Euro nicht nur Geld, sondern auch der, dass jedes „neue“ Format auch die eigene Jugend zurückbringt, auf den Müllhaufen der deutschen Fernsehgeschichte entsorgt werden? Es bleibt dann wohl nur noch abzuwarten, wie Qualitätsmedien und „Grossdeutscher Rundfunk 2.0“ jeden Zuschauer, der Thomas Gottschalk nicht abschaltet, sondern nur vor seinem TV – Gerät schläft, als Megaquote preisen …

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