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Diese eine Grafik der renommiertesten Internet-Analystin der USA sollte Verlagsmanagern gehörig Angst einjagen

Star Analystin Mary Meeker hat sich mit den aktuellen Internet Trends befasst. Foto: Kleiner Perkins
Star Analystin Mary Meeker hat sich mit den aktuellen Internet Trends befasst. Foto: Kleiner Perkins

Jedes Jahr nimmt sich die Star-Analystin Mary Meeker von der Venture Capital Gesellschaft Kleiner Perkins in einer umfangreichen Präsentation die aktuellen Groß-Trends des Internets vor. Dabei geht es natürlich auch immer um Medien. Das Nieman Lab hat aus der aktuellen Meeker-Analyse eine Grafik herausgegriffen, die Verlagsmanagern gehörig Angst einjagen sollte.

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Es geht dabei um das Verhältnis Aufmerksamkeit zu Werbeausgaben bezogen auf die Mediengattungen Print, Radio, TV, Internet und Mobile. Also: Wieviel Prozent des medialen Aufmerksamkeitskuchens bekommen die Mediengattungen in den USA ab und wieviel Prozent des Werbekuchens. Und so schaut diese Grafik für die USA im Jahr 2015 aus:

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Daraus ist ersichtlich, dass Print im Vergleich zu der Zeit, die sich Menschen mit Printmedien befassen, einen deutlich überproportional großen Teil an Werbung abgreift. Anders gesagt: Während Printmedien in den USA 4 Prozent des Aufmerksamkeitsbudgets auf sich vereinen, vereinnahmen sie 16 Prozent des Werbebudegets.

Bei Mobile ist es genau umgekehrt. 12 Prozent der US-Werbeausgaben entfallen auf Mobile, aber Mobile vereinnahmt 25 Prozent der Aufmerksamkeit für sich. Mittlerweile mehr als Internet! Meeker identifiziert hier ein nicht genutztes Werbe-Potenzial für Mobile in Höhe von 22 Mrd. US-Dollar. Das Nieman Lab for Journalism hat nun diese Grafik über mehrere Jahre verglichen. Dabei kommt heraus, dass sich langsam aber sicher das Missverhältnis zwischen Print und Mobile ausgleicht. Will heißen: Print verliert immer mehr Anteile am Werbekuchen, Mobile gewinnt hinzu.

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Und wer profitiert wohl am meisten von steigenden Werbe-Ausgaben bei Mobile? Vermutlich nicht die Verlage, sondern eher IT-Konzerne wie Google oder vor allen Dingen Mobile-Primus Facebook. Das Nieman Lab wiederholt dazu seine Schlussfolgerung von vor zwei Jahren, die heute noch ebenso Bestand hat:

Print-Werbung kommt nicht zurück. Sie wird weiter zurückgehen. Substanziell zurückgehen. Die gesamte Zeitungs-Planung für die kommenden paar Jahre sollte sich mit dieser grundlegende Tatsache auseinandersetzen.

Mobile setzt seinen raketenhaften Aufstieg fort und hier gibt es noch immer reichlich Raum für steigende Werbe-Umsätze. Jetzt knabbert Mobile sogar am großen amerikanischen Zeit-Vernichter Fernsehen. Mobile übernimmt die Welt und die meisten Verlage bekommen davon nur einen Hungerlohn ab.

Hier gibt es die komplette, sehr lesenswerte Analyse von Mary Meeker.

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