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Angriff auf Kabelnetzbetreiber: Telefónica und TV Spielfilm live starten große Kooperation

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Burda und Telefónica wollen nun gemeinsam den digitalen TV-Markt aufrollen. Der Mobilfunkanbieter mit seinen rund 43 Millionen Telefonanschlüssen bekommt Zugriff auf das TV-Angebot von TV Spielfilm live und speist damit eine neue O2 TV & Video App. Vor allem Kabelnetzbetreiber dürften den Deal mit Argwohn beobachten.

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Kern der Zusammenarbeit ist die neue O2 TV & Video App. Diese basiert weitgehend auf dem Angebot von TV Spielfilm live und wird von der Burda-Marke auch technisch und redaktionell betreut.

Das Angebot von TV-Spielfilm streamt das klassische Fernsehen über eine Internet-Verbindung. Mit Hilfe von Apple TV, Amazon Fire TV und Android TV laufen die Inhalte zudem auch auf Fernsehgeräten. Ein Kabelanschluss, eine Satellitenschüssel oder eine Antenne sind nicht mehr nötig.

„Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit unserem starken Partner Telefónica Deutschland einen hochattraktiven Wachstumsmarkt besetzen zu können. Der Mobile Shift macht auch vor dem linearen TV nicht halt. Mit TV Spielfilm live ist es uns gelungen, Deutschlands zentrale Plattform für mobiles TV-Streaming zu schaffen“, kommentiert BurdaNews-Geschäftsführer Burkhard Graßmann, der bereits bei der Telekom für die Einführung des Entertain-Angebotes verantwortlich war. „Durch die Partnerschaft erhalten wir Zugang zu Millionen neuer Nutzer, Telefónica profitiert von unserer innovativen technischen Lösung und der großen redaktionellen Kompetenz unserer Mannschaft.“

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Der Umfang und die Funktionsweise des neuen O2-Angebotes sind identisch mit den normalen TV Spielfilm live-Paketen. So gibt es ein kostenloses Basic-Paket mit mehr als 50 Sendern Dazu zählen die öffentlich-rechtliche Sender, aber auch Sport1. Mit dem Premium-Paket für monatlich 9,99 Euro kann das Programm sogar auf über 70 Sender, davon 30 in HD-Qualität erweitert werden. Das TV-Programm wird vollständig und ohne zeitliche Verzögerung wiedergegeben.

Nach eigenen Angaben hat TV Spielfilm live mittlerweile über eine Million registrierte Nutzer. Jetzt hoffen die Münchner, dass die Nutzerzahlen massiv steigen.

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Alle Kommentare

  1. Kann man über Handy zugreifen oder ist es nur für die 5 Millionen Festnetz-Kunden ?

    wikipedia: Telefónica_Germany
    sagt 43 Mio Mobilfunk-Kunden und 5 Mio Festnetz-Kunden.
    In diesem Zusammenhang wäre interessant, das präzise O2/Telefonica/Wie-Auch-Immer-Label zu benennen damit der kleine Kunde sich keine falschen Vorstellungen machen und vielleicht 43 Millionen also 90% der 48 Mio Kunden enttäuscht werden. Hier wird ja normalerweise der Sender genannt und nicht „Die RTL-Gruppe zeigt Gottschalk und die Katzenberger-Hochzeit“ sondern die Sendernamen stehen klar dran.

    So lange die HD-T2-Monats-Kosten nicht offziell für mindestens 2 Jahre verbindlich verkündigt wurden, sollte man auch kein T2-Equipment kaufen sondern lieber die Livestreams und Mediatheken nutzen und die Presse sollte dabei helfen. Man kauft ja auch kein Auto wo man nicht weiss welchen Treibstoff und Verbrauchszahlen und Versicherungskosten man bezahlen muss.

    Was sagt die offizielle Pressemeldung ? Vielleicht klingt es nach mehr als es wirklich ist. Oder es ist das wahre Knaller und 43 Millionen dürfen per Mobilfunk-Netz ohne Aufpreis zugreifen.
    Oder muss man Daten-Traffic etwa bezahlen ? Am besten noch per Daten-Automatik-Preisen um die EPlus-Übernahme zu finanzieren ?
    25 Euro für 6 Gigabyte reichen dann wie lange ? Tablett updaten und Handy updaten macht ja schon mal 2*500 Megabyte pro Monat die man braucht.
    Und viele haben und kriegen kein brauchbares DSL. Nächstes Jahr wartet man so lange auf DSL als auf den sprichwörtlichen DDR-Trabbi.

  2. TV Spielfilm nutzt technisch Zattoo

    Was nutzen “ über eine Million registrierte Nutzer“, wenn 99% nur das kostenlose Free-TV abgreifen und nur (Streaming-)Kosten erzeugen.

    Wie man so hört, sollen die Bezahlpakete noch nicht so toll laufen. Wenn man dann noch die Zuschauer abzieht, die im kostenlosen Testmonat sind, bleiben nicht mehr viele übrig.

    Mal sehen, ob sich das etablieren wird.

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