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Blendle-Charts: Welt am Sonntag siegt mit „Bordell Berlin“, Edathy-Titel des SZ-Magazins auf Platz 3

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Die Titelgeschichte des SZ-Magazins über den ehemaligen Politikier Sebastian Edathy hat für viele Diskussionen gesorgt. In den Verkaufs-Charts des Journalismus-Shops Blendle reichte es in den vergangenen sieben Tagen aber nur für Platz 3. Ganz vorn stattdessen: die Welt am Sonntag mit einer Reportage über das "Bordell Berlin". Zum ersten Mal überhaupt in der Top Ten dabei: Geo.

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Berlin sei eine „Stadt als Open-Air-Puff“ schreiben die Welt-am-Sonntag-Autoren Michael Behrendt und Wolfgang Büscher in ihrem Artikel „Bordell Berlin“. Die Prostitution gehöre zum „Arm aber sexy“-Image. Die Reportage hat so viele Leute interessiert, dass sie es auf Platz 1 der Blendle-Verkaufs-Charts geschafft hat. Wie viele Leute es genau waren, weiß nur Blendle – konkrete Zahlen werden weiterhin nicht veröffentlicht.

Auf Rang 2 folgt das Magazin Cicero, das immer wieder sehr prominent auf seine Artikel bei Blendle hinweist und sie verlinkt. Diesmal war man mit einem Essay von Bassam Tibi erfolgreich, das den Auftakt einer neuen Serie über den Islam markierte. Dahinter auf Platz 3 folgt schließlich das SZ-Magazin mit Sebastian Edathy.

Erstmals in einer Wochen-Top-Ten vertreten ist Geo. Gelungen ist das mit einem Ernährungsstück: In „Zucker: unser Feind auf dem Teiller“ setzte Geo-Mann Christian Schwägerl seine Familie auf Zuckerentzug. Belohnung: Platz 4. Auf den Rängen 5 bis 10 folgen schließlich noch je zweimal die beiden großen Wochenmagazine Spiegel und stern, u.a. mit dem stern-Titel über die Aldi-Erben.

Die Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 4. bis 10. Mai 2016:

1. „Bordell Berlin“ – Welt am Sonntag, Michael Behrendt und Wolfgang Büscher, 2425 Wörter, 35 Cent
Longform-Reportage zur „armseligen und abgefuckten” Situation um offene Prostitution in der Hauptstadt.

2. „Warum ich kapituliere“ – Cicero, Bassam Tibi, 2366 Wörter, 35 Cent
Start zu einer neuen Serie über den Islam in Deutschland. Essay von Politwissenschaftler Bassam Tibi.

3. „Der Stempel“ – Süddeutsche Zeitung Magazin, Heribert Prantl, 3855 Wörter, 89 Cent
Titelgeschichte zum gefallenen Politiker Sebastian Edathy, der wegen Kinderporno-Vorwürfen in die Schlagzeilen kam.

4. „Zucker: unser Feind auf dem Teller“ – Geo, Christian Schwägerl, 4477 Wörter, 95 Cent
Selbsttest eines Geo-Reporters, der seine Familie auf Zuckerentzug setzte.

5. „Man macht sich zum Knecht“ – Die Zeit, Jens Jessen und Ijoma Mangold, 2127 Wörter, 89 Cent
Kritisches, ausführliches Interview mit AfD-Chef-Philosoph Marc Jongen.

6. „1000 Euro Freiheit“ – stern, Kristina Läsker, 2386 Wörter, 65 Cent
Reportage zum bedingungslosen Grundeinkommen: Wie ein Experiment in Berlin die Resultate der vieldisktutierten Maßnahme zeigt.

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7. „Eins zu einer Million“ – Der Spiegel, Maik Großekathöfer und Guido Mingels, 3900 Wörter, 1,99 Euro
Interview mit Risikoforscher David Spiegelhalter zu den Risiken des Alltags, und unserer Unfähigkeit, Gefahren richtig einzuschätzen.

8. „Herrschaft des Mobs“ – Der Spiegel, Robert Kagan, 1469 Wörter, 75 Cent
Essay des prominenten Republikaners Robert Kagan darüber, wie Trump den Faschismus nach Amerika bringe.

9. „Das perfekte Opfer“ – Tagesspiegel, Elke Spanner, 1890 Wörter, 45 Cent
Rekonstruktion eines bizarren Mordes in einem italienischen Restaurant in Hamburg.

10. „Der Kampf ums Erbe“ – stern, Ulrike Posche und Johannes Röhrig, 3863 Wörter, 65 Cent
Titelgeschichte zu dem immer öffentlicher ausgetragenen Erbstreit um das Aldi-Vermögen, mit exklusiven Aussagen von Gründersohn Theo.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Zusammenfassungen: Blendle)

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech führt unterdessen das Handelsblatt an – mit einer Analyse, wie Ballungszentren von der Digitalisierung profitieren. Dahinter: Harald Staun über Snapchat und die neueste Cicero-Kolumne von Frank A. Meyer.

1. „Wer hat, dem wird gegeben“ – Handelsblatt, Axel Höpner, Christoph Kapalschinski, Christian Rickens und Miriam Schröder, 2099 Wörter, 55 Cent
Analyse dazu, wie deutsche Ballungszentren durch die Digitalisierung noch dominanter werden.

2. „Versende deine Jugend“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Harald Staun, 1315 Wörter, 45 Cent
Analyse zu Snapchat, der Hit-App, die nur Jugendliche verstehen.

3. „Seid demütig“ – Cicero, Frank A. Meyer, 853 Wörter, 25 Cent
Kolumnist Frank A. Meyer geißelt Journalisten für ihre Nähe zur Politik und Wirtschaftselite.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Zusammenfassungen: Blendle)

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