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Über 8 Mio. sehen Champions-League-Finale im ZDF, ARD hält mit „Traumhotel“ dagegen

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Das letzte große Fußballspiel vor der EM war für das ZDF noch einmal ein großer Erfolg: 8,19 Mio. Fans sahen das Champions-League-Finale bei den Mainzern - rund 700.000 mehr als das Finale 2014, als sich ebenfalls die beiden Clubs aus Madrid gegenüber standen. Stärkster Konkurrent war "Das Traumhotel" des Ersten - mit immerhin über 3 Mio. Sehern.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Champions-League-Finale schlägt das von 2014 um 710.000 Fans, bleibt aber unter dem von 2015

8,19 Mio. Fußball-Fans sahen also im Durchschnitt die rund 130 Minuten des Champions-League-Finals zwischen Real Madrid und Atlético Madrid im ZDF. Der Marktanteil lag bei herausragenden 31,2%, für ein Fußballspiel ohne deutsche Beteiligung grandiose Zahlen. Zum Vergleich: Das Finale 2014 – ebenfalls zwischen Real und Atlético kam noch auf 7,48 Mio. Zuschauer – auch damals ging es in die Verlängerung, wenn auch nicht ins Elfmeterschießen. Dass die Stadt-Duelle aber nicht die allergrößte Attraktivität haben, zeigt der Vergleich mit dem Endspiel 2015: Das Duell FC Barcelona vs. Juventus Turin kam im ZDF auf 9,69 Mio. Fans.

2. ARD punktet gegen den Fußball mit alten „Traumhotel“-Folgen

Stärkster Konkurrent des ZDF war in der Prime Time Das Erste: Mit zwei alten Folgen der längst abgesetzten Reihe „Das Traumhotel“ lockte man immerhin 3,35 Mio. und 3,24 Mio. Leute zum Sender – sehr ordentliche Marktanteile von 12,9% und 12,1%. Die beiden Filme waren insbesondere bei den Frauen erfolgreich – hier erzielten sie sogar mehr als 17%. RTL erreichte mit „Mario Barth live“ um 20.15 Uhr 2,10 Mio. Menschen – blasse 8,0%.

3. Mario Barth erfolgreich im jungen Publikum, ProSieben versagt mit Film

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Auch bei den 14- bis 49-Jährigen war der Fußball natürlich das Maß der Dinge: 2,98 Mio. Menschen aus dieser Altersgruppe sahen im ZDF zu, der Marktanteil von 33,0% war sogar noch höher als der im Gesamtpublikum. Stärkster Konkurrent war hier nicht „Das Traumhotel“, das hier nur auf 4,8% und 5,3% kam, sondern RTLs Wiederholung von „Mario Barth live im Olympiastadion 2014“. Immerhin 1,20 Mio. 14- bis 49-Jährige entschieden sich für die alte Comedy – angesichts der Konkurrenz sehr beachtliche 14,3%. „Willkommen bei Mario Barth“ fiel im Anschluss, als es beim Fußball spannend wurde, hingegen auf 9,0%. Auch Sat.1 kann halbwegs zufrieden sein: mit 8,7% für „Life of Pi“. Mies lief der Abend hingegen für ProSieben: „Alles, was wir geben mussten“ blieb bei miserablen 6,3% hängen.

4. Vox, RTL II und kabel eins mit schwachen Prime-Time-Zahlen

Keine Chance, das Normalniveau zu erreichen, hatten am Samstagabend die drei Sender der zweiten Privat-TV-Liga. So blieb Vox mit „Rock of Ages“ bei katastrophalen Zahlen von 230.000 14- bis 49-Jährigen und 2,7% hängen und kabel eins mit drei Folgen „Blue Bloods“ bei 2,7% bis 3,1%. RTL II war mit „Swades – Heimat“ und Werten von 340.000 und 3.9% etwas besser, verfehlte sein Normalniveau aber ebenfalls deutlich. Immerhin: Nach 23 Uhr drehte Vox kräftig auf, sprang mit „Medical Detectives“ und 650.000 14- bis 49-Jährigen bzw. 9,8% sogar bis auf Platz 14 der Tages-Charts.

5. Champions League auch im Pay-TV vorn, mdr stark mit Schlagern

Nicht nur im Free-TV, sondern auch im Bezahlfernsehen war die Champions League das dominierende Programm des Samstags. 340.000 Fans sahen das Endspiel bei Sky – weniger als 2015 (400.000). Bei den kleineren Free-TV-Sendern sind noch die Zahlen des mdr Fernsehens erwähnenswert: 1,27 Mio. Schlager-Fans verfolgten dort die dreieinhalb Stunden „Sommerhits & Spaß“ – ein toller Marktanteil von 4,8%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Ja, der MDR punktet mal wieder mit Schlagern. Ich wohne in Sendegebiet des MDR und ich mag auch Schlager. Und sehr viele Menschen mit mir auch, wie man ja sieht.

    Alles nix verkehrtes und alles schön.

    Das Problem an der Sache ist halt nur der hohe Sendeanteil der Schlager- und Volksmusik, sowie der krasse Gegensatz zur sonstigen MDR-Berichtetstattung, welche im Bereich Politik alles andere als glaubhaft ist – und auch wirklich nicht geglaubt wird.

    Der MDR betreibt leider Hofberichterstattung in Reinkultur, ist politisch rot gefärbt (nein, nicht schwarz) und wird in seiner politischen Buckelei und Schönrederei allenfalls noch von der „Mitteldeutschen Zeitung“ übertroffen. (Wenn auch nicht viel, sie liegen beide fast gleich tief.)

    Die Folge ist, das die AfD in Sachsen-Anhalt 24 Prozent der Stimmen geholt hat.

    Tja, sowas kommt von sowas. – Solche Wahlergebnisse von solchen Medien eben.

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