Anzeige

Deutsche Mediengrößen in der Forbes-Geldrangliste: Liz Mohn und Friede Springer mit 3,4 Milliarden gleichauf

Ralph Dommermuth ist unangefochtene Nummer eins und den reichsten Medienleuten der Republik: Dahinter folgen Verlegerwitwe Friede Springer und Liz Mohn (Bertelsmann)
Ralph Dommermuth ist unangefochtene Nummer eins und den reichsten Medienleuten der Republik: Dahinter folgen Verlegerwitwe Friede Springer und Liz Mohn (Bertelsmann)

Er ist weltweit der reichste Mensch im Mediengeschäft: Jeff Bezos, Gründer des Online-Versandhändlers Amazon, verfügt laut Forbes in diesem Jahr über ein Vermögen von 45,2 Milliarden US-Dollar, dicht gefolgt von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. In Deutschland hingegen führt hier die Liste der Superreichen aus der Medienbranche der Internetunternehmer Ralph Dommermuth mit 4,2 Milliarden US-Dollar an. Bertelsmann-Eignerin Liz Mohn und Verlegerin Friede Springer besitzen mit 3,4 Milliarden US-Dollar gleich viel.

Anzeige
Anzeige

Die gute Nachricht an die Branche: Auch mit dem Mediengeschäft kann man weiterhin reich (und reicher) werden, auch wenn dies naturgemäß nicht für alle gilt. Das belegt die Liste der Superreichen, die das amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes jedes Jahr vorlegt. MEEDIA hat für Sie nachgeschaut, wer in diesem Geschäft die wichtigsten Menschen sind.

Das sind die reichsten Medienmenschen der Welt in 2016

Platz 5:  Jeff Bezos. Der Gründer und Präsident des US-amerikanischen Unternehmens Amazon.com ist 2016 der reichste Medienmensch der Welt. Forbes beziffert sein Vermögen auf 45,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6: Mark Zuckerberg. Der Facebook-Gründer ist beim Reichtum Jeff Bezos dicht auf den Fersen. Sein Vermögen: 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 12:  Larry Page. Der Gründer des Suchmaschinen-Giganten Google verfügt über ein Vermögen von 35,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 13:  Sergey Brin. Er ist der Mitgründer des Suchmaschinen-Konzerns Google. Sein Vermögen wird knapp unter dem seines Partners Page mit 34,4 Milliarden US-Dollar angegeben.

Platz 25:  David Thomson. Der 58jährige ist Vorstandschef und Inhaber der Finanz- und Nachrichtenagenturriesens ThomsonReuters. Sein Vermögen: 23,8 Milliarden US-Dollar.

 

Das sind reichsten Medienmenschen Deutschlands

Platz 358:  Ralph Dommermuth. Dem Internetunternehmer wird laut Forbes ein Vermögen von 4,2 Milliarden US-Dollar zugeschrieben. Noch ein Jahr zuvor waren es 3,9 Milliarden US-Dollar. Dommermuth steckt hinter der Holding United Internet, zu der Marken wie 1&1 gehören.

Anzeige

Platz 477: Liz Mohn. Die Eigentümerin des Gütersloher Medienkonzerns Bertelsmann besitzt 2016 ein Vermögen von 3,4 Milliarden US-Dollar. Dies sind 200 Millionen weniger als noch ein Jahr zuvor. Zum Unternehmen Bertelsmann gehören der Free-TV-Sender RTL sowie das Verlagshaus Gruner + Jahr (Stern, Geo).

Platz 477:  Friede Springer. Die Mehrheitsaktionärin des börsennotierten Berliner Medienkonzerns Axel Springer soll laut Forbes in diesem Jahr 3,4 Milliarden US-Dollar besitzen. Dies sind 600 Millionen Euro weniger als noch ein Jahr zuvor.

Platz 495: Adreas von Bechtelsheim. Der deutscher Informatiker und Unternehmer, der im amerikanischen Silicon Valley lebt, war 1982 einer von vier Gründern von Sun Microsystems und 1998 einer der ersten Investoren bei Google. Aktuell taxiert Forbes sein Vermögen auf 3,3 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 3,9 Milliarden US-Dollar.

Platz 666:  Yvonne Bauer. Sie ist Inhaberin des Hamburger Zeitschriftenhauses Bauer (Bravo). Das Vermögen der 39jährigen wird mit 2,6 Milliarden US-Dollar genannt.

Platz 810:  Hubert Burda. Dem Verleger gehört das gleichnamige Magazinunternehmen Hubert Burda (Focus). Sein Vermögen wird auf 2,2 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Platz 1067: Klaus-Peter Schulenberg. Er ist der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Münchener CTS Eventim AG, dem größten Eintrittskarten-Dienstleister in Europa. Sein Vermögen: 1,7 Milliarden Euro US-Dollar.

Platz 1275: Dieter Schaub. Dem Medienunternehmern und seine Familie gehören die Medien Union GmbH, die wiederum an der Südwestdeutschen Medien Holding GmbH (Süddeutsche Zeitung) beteiligt ist. Sein Vermögen taxiert Forbes auf 1,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 1476: Stefan von Holtzbrinck. Dem 53-jährigen Medienunternehmer schreibt Forbes ein Vermögen von 1,2 Milliarden US-Dollar  zu.

Platz 1476: Monika Schoeller. Der Verlegerin und Mäzenin ist gemeinsam mit ihrem Halbbruder Stefan von Holtzbrinck Teilhaberin der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Ihr Vermögen gibt Forbes mit 1,2 Milliarden US-Dollar an.

 

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Mohn, Springer, Burda, Schaub, Holtzbrinck – bei den ÖR-Medien kommen dann noch zwei und eine halbe ehemalige Volksparteien als Medienmacher dazu.

    All diese bestimmen mit ihrer redaktionellen Richtlinienkompetenz über gefühlte 90 Prozent der veröffentlichten Meinung in unserem Lande. Nur das Internet konnten sie sich noch nicht untertan machen, obwohl sie es recht intensiv – und teuer – versuchen.

    Diese Handvoll Menschen und die 2 1/2 Parteien bestimmen durch ihre Medienmacht, wie Deutschland zu denken, zu handeln, zu wählen hat. Demokratie sieht anders aus …

    1. Die Medienmacht der Genannten lässt sich vielleicht beklagen, in der Zeitungsbranche gibt es aber übers gesamte Land verteilt schon noch eine breitere Vielfalt: von den regionalen Tageszeitungen über die taz und Neues Deutschland bis hin zur Jungen Freiheit – Sie wollen ja nicht ernsthaft behaupten, dass die alle gleichgeschaltet sind. Wer zur Blind-Zeitung greift, ist selber schuld. Zu unserer Demokratie gehört außerdem noch, dass es keinem verwehrt ist, ein eigenes, neues Medium zu gründen – solange man sich dabei an die Regeln des Grundgesetzes hält. Von einer Bevormundung der Medien a la Erdogan oder Putin sind wir zum Glück weit entfernt.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*