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Steuernachzahlungen von 1,6 Milliarden Euro? Finanz-Razzia bei Google in Paris

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Französische Ermittler haben wegen des Verdachts auf Steuerbetrug Büros des US-Internetkonzerns Google in Paris durchsucht. Das Vorermittlungsverfahren sei bereits im vergangenen Juni infolge einer Klage der französischen Finanzverwaltung eröffnet worden, teilte die nationale Finanz-Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. An der Durchsuchung seien Finanz-Ermittler der Polizei und 25 Informatik-Experten beteiligt gewesen.

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Es gehe darum, zu klären, ob Google Ireland Ltd. eine feste Niederlassung in Frankreich hat und ob das Unternehmen gegen Steuer-Vorschriften verstoßen habe, indem es einen Teil seiner Aktivitäten in Frankreich nicht dort angegeben habe.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, geht es offenbar um mögliche Steuernachzahlungen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro.

Google erklärte dazu: „Wir halten uns an französisches Recht und kooperieren umfänglich mit den Behörden, um ihre Fragen zu beantworten.“ Die Finanz-Staatsanwaltschaft erinnerte selbst an die Unschuldsvermutung.

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Im Januar hatte Google erst 130 Millionen Dollar an das britische Finanzamt gezahlt. Die Zahlung gilt als Ausgleich für die seit 2005 vermiedenen Steuern im Vereinten Königreich. Die Forderungen des französischen Fiskus sind nun möglicherweise jedoch ungleich höher.

Mit Material der dpa

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