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Schuhe, Bikes und Tchibo-Koop: Wie Fit for Fun mit Lizenz-Produkten immer mehr Geld verdient

Lizenz-Chefin: Christine Rave, Deputy Managing Director Fit for Fun
Lizenz-Chefin: Christine Rave, Deputy Managing Director Fit for Fun

Auch so kann man der Print-Krise erfolgreich begegnen. Bei Fit for Fun sinkt die Auflage seit Jahren. Gleichzeitig baut die Burda-Marke jedoch ihr Lizenz-Geschäft stetig und erfolgreich aus. Ob Laufschuhe, Bikes oder Food: Unter dem Label verkauft der Verlag längst über 100 Artikel. Im MEEDIA-Interview verrät Christine Rave, Deputy Managing Director Fit for Fun, dass es sich bei den Produkten längst um einen "entscheidenden Erlöszweig" handelt.

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Der Gesamtverkauf des Magazins lag im ersten Quartal des Jahres noch bei 148.846. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von 4,7 Prozent. Innerhalb der letzten fünf Jahre gingen sogar 22,6 Prozent der Auflage verloren. Ist für Fit for Fun das erfolgreiche Lizenzgeschäft noch wichtiger, als für andere Print-Marken?
Für Fit for Fun ist das Lizenzgeschäft eine wichtige strategische Maßnahme und ein entscheidender Erlöszweig. Ziel ist es, die Marke immer breiter aufzustellen und Erlösquellen jenseits des tradierten Zeitschriftengeschäfts zu erschließen. Wir bemühen uns dabei um eine enge und unmittelbare Beziehung zu den Lesern und Usern von Fit for Fun, um ihnen Produkte und Services anzubieten, die ihnen einen echten Mehrwert bieten. Alle Produkte spiegeln den Kern unserer Marke wider und zahlen auf die drei Säulen von Fit for Fun – Bewegung, Ernährung und Entspannung – ein. Wir verstehen Fit for Fun immer als Marke, die wir über alle Kanäle spielen und konsequent um Produkte erweitern, die zu ihr passen. Mittlerweile vertreiben wir mehr als 100 Produkte in über 20 Lizenzpartnerschaften – zum Beispiel in den Bereichen Food, Haushalts-/Elektro-Geräte, Sport-Equipment und Bikes sowie Medien-Produkte wie DVDs, CDs, eBooks.

FIT FOR FUN (klassisches und Pocketformat) mtl

Wie eng ist dabei die Verbindung zwischen der Redaktion und dem Lizenzgeschäft?
Die Redaktion prüft gemeinsam mit unserer Licensing Unit jedes Produkt auf Qualität, Neuartigkeit und Nutzwert. Nur wenn ein Konzept wirklich zu Fit for Fun passt, geht es in die Umsetzung.
In vielen Fällen werden die Produkte sogar mit den Experten aus der Redaktion entwickelt. Von der Konzeption bis zur Umsetzung läuft alles Hand in Hand mit der Redaktion und dem Verlag. Bei Launch werden die Produkte dann redaktionell und auch werblich über alle unsere Kanäle gespielt und begleitet.

Heißt: Dadurch, dass nur Produkte in den Lizenzkatalog aufgenommen werden, die auch von der Redaktion abgenickt wurden, sehen Sie keine Gefahr mehr, dass die Reputation der Redakteure leiden könnte?
Genau

FahrradFit for Fun-Räder Sturmvogel (unten) und Crossrider

Was ist das erfolgreichste Produkt von Fit for Fun?
Wir sind froh, dass es nicht das eine erfolgreiche Produkt gibt. Wir haben eine ganze Reihe sehr erfolgreicher Lizenzprodukte, die uns auf allen Ebenen viel Spaß machen. Es gibt Produkte, mit denen wir schon sehr lange erfolgreich am Markt sind, wie unsere seit 2006 laufenden DVD-Reihen mit bisher ca. 700.000 verkauften Workout-DVDs oder auch die Kooperation mit MyMüsli seit 2009. Fit for Fun ist außerdem mit eigenen Gerichten in mehr als 400 Betriebsrestaurants von Eurest in Deutschland vertreten. Mit dem Partner ZEG haben wir das erfolgreiche Bike „Cross Rider Fit for Fun“ entwickelt, und seit diesem Jahr ist das urbane eBike „Sturmvogel“ von Fit for Fun im Handel. Darüber hinaus gibt es große Handelskooperationen im Non-Food-Bereich wie mit der Edeka-Gruppe oder exklusive Lizenzkooperationen wie aktuell mit Tchibo, die diese Woche startet.

Wie sieht die Kooperation mit Tchibo aus?
Es handelt sich um eine exklusive Auftragsproduktion zum Thema Abnehmen. Die Fit for Fun-Experten haben für Tchibo das Buch „Abnehmen ohne Verzicht“ entwickelt. Auf 136 Seiten bieten wir den Lesern einen großen Diät-Check und präsentieren das Erfolgskonzept der Fit for Fun-Diät sowie 50 kalorienarme Rezepte. Es gibt außerdem die DVD „Beach Body Workout“. Die Kooperation ist damit ein sehr schöner Case für eine erfolgreiche 360-Grad-Inszenierung der Marke Fit for Fun zusammen mit einem starken Partner.

Wie viel setzt Fit for Fun mittlerweile mit seinem Lizenzgeschäft um?
Wir sind mit den Erlösen aus dem Lizenzgeschäft sehr zufrieden. Von 2014 auf 2015 ist es uns gelungen, den Umsatz um 50 Prozent zu erhöhen. Wir planen die gleiche Steigerungsrate auch für das laufende Jahr.

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