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Prügelverdacht gegen Robert Geiss und das ramponierte Image der TV-Millionärsfamilie

Carmen und Robert Geiss aus „Die Geissens. Eine schrecklich glamouröse Familie“ (RTL 2)
Carmen und Robert Geiss aus "Die Geissens. Eine schrecklich glamouröse Familie" (RTL 2)

Lange Zeit galten Sie als der Inbegriff für Luxus und einen ausschweifenden Lebensstil: Die TV-Millionärsfamilie Geiss. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen das Familienoberhaupt Robert Geiss wegen des Verdachts der Körperverletzung. Der öffentliche Wirbel kratzt schwer am Image der „schrecklich glamourösen Familie“. Sie könnte dies zum Anlass nehmen, um sich mittel- bis langfristig galant aus dem Mediengeschäft zurückzuziehen.

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Eine Villa in St. Tropez, eine 38 Meter lange Luxus-Yacht, ein Ferrari F 12 Berlinetta – die Familie Geiss führt ein Luxusdasein, von dem andere nur träumen. Öffentlich zu bewundern ist ihr Leben in Saus und Braus seit mehr als 170 Folgen beim Sender RTL 2. Jetzt könnte das Image der vierköpfigen Familie deutliche Kratzer erleiden, falls sich der Verdacht der Körperverletzung gegen Robert Geiss verdichten sollte. „Robärrrt“, wie ihn seine Frau gerne bei Problemchen herbeizitiert, soll laut Medienberichten im Januar diesen Jahres Täter einer handgreiflichen Auseinandersetzung sein. Die Freiburger Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb gegen Geiss wegen des Verdachts der Körperverletzung. Sie ist dazu gesetzlich verpflichtet, egal ob der vom Antragsteller einer Strafanzeige vorgebrachte Inhalt richtig oder falsch ist, betont ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber MEEDIA.

Dem 52-jährigen wird vorgeworfen, in der kolumbianischen Küstenstadt Cartagena den Reiseorganisator aus Süddeutschland geschlagen zu haben. Anlass hierfür war eine Rechnung über 9.000 Euro, die Robert Geiss nicht bezahlen wollte. Der Reiseorganisator hatte gegenüber der Welt am Sonntag erklärt, er habe Geiss mehrfach aufgefordert zu bezahlen und damit gedroht, die Reise andernfalls abzubrechen. Daraufhin soll ihm der TV-Millionär so heftig „Richtung Ohr geschlagen haben, dass es gepfiffen“ habe.

Seit Tagen berichten nun die Medien über das Ereignis. Darunter könnte der Ruf der Familie Geiss erheblich leiden, falls sich die vom Reiseorganisator getätigte Behauptung als wahr herausstellt. Fraglich ist, ob und welche Konsequenzen der Sender RTL 2 hieraus zieht, falls sich der Verdacht auf Körperverletzung erhärtet. Denn die Sendung hat nach 172 Folgen ihren Quoten-Zenit längst überschritten. Waren es vor zwei Jahren noch mehr als zwei Millionen Zuschauer, sind es jetzt zeitweise nur noch knapp eine Million. Der Sender hält sich derzeit bedeckt, ob er aus dem Vorfall Konsequenzen zieht. Auf MEEDIA-Anfrage heißt es hierzu nur knapp: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns zu dieser privaten Angelegenheit nicht äußern.“

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Für die Familie Geiss ist die negative Berichterstattung ein guter Anlass, um sich zu überlegen, ob sie sich über kurz oder lang aus dem Mediengeschäft zurückziehen. Denn erstmals müssen sie bitter erfahren, dass die Medien nicht nur ihre schillernde Seiten ablichten. Dies liegt auch an der Verdachtsberichterstattung, gegen die sich Geiss bei einem laufenden Verfahren der Staatsanwaltschaft nur schwer erwehren kann. So bestätigt beispielsweise die Staatsanwaltschaft Freiburg auf Anfrage den Namen von Robert Geiss, weil es sich bei ihm um eine „Person des öffentlichen Lebens“ handelt. Wäre er kein Medien-Liebling, hätte die ermittelnde Behörde lediglich ein Namenkürzel preisgegeben, wenn überhaupt. Medienanwältin Tanja Irion sieht für die Medienberichterstattung in solchen Fallen enge Grenzen: „Über einen Verdacht darf nur dann berichtet werden, wenn an der Information ein berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit besteht, das das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen überwiegt. Die Prominenz eines Beteiligten, erhöht unter Umständen dieses Interesse. Ein Interesse liegt in der Regel nur bei schweren Verfehlungen vor“, erklärt die Anwältin. MEEDIA hatte GeissTV zu dem Vorfall um Antworten gebeten. Doch die Produktion ließ die gesetzte Frist verstreichen.

Der Rechtsanwalt von Geiss hatte gegenüber anderen Medien ein kurzes Statement abgegeben: „Wir gehen davon aus, dass die Strafanzeige dem einzigen Zweck dient, den unberechtigten Forderungen Nachdruck zu verleihen.“

 

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Alle Kommentare

  1. Absolut unseriös, unsere Firma in Barcelona hatte vor langen Jahren Auftrag von RG ’seine‘ Yacht, eine Sunseeker Predator aus Alicante nach St.Tropez zu überführen.
    Bei unserer Ankunft in Alicante stellte sich heraus das die Yacht an einen spanischen Anwalt aus Madrid verkauft war, RG uns gefälschte Papiere mitgegeben hatte, wir vorübergehend von der Guardia Civil festgenommen wurden, wo uns mitgeteilt wurde das gegen RG und seinen Vater Haftbefehle wegen Betrug, versuchtem Diebstahl etc. in mehreren Fällen vorliegen!
    Wir haben die Haftbefehle gesehen!
    Wir wurden nach langem Palaver mit Hilfe eines Schiffahrtsanwaltes und unter Bezahlung hoher Kosten wegen erwiesener Unschuld wieder freigelassen!
    RG hat seitdem sich nie mehr bei uns gemeldet und wir sind mit allen Kosten sitzengeblieben!
    Echt kriminell der Typ, nur linke Sachen im Repertoire…….

  2. Der Autor hat sich mit dem Artikel Mühe gegeben aber das Thema Geißen interessiert nun wirklich keine Sau. Die eingesetzte Zeit wäre in nahezu jedes andere Thema besser investiert gewesen.

    China — Sack Reis

    Iss so.

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