Anzeige

Stärkster Eurovision Song Contest seit 2011, das Erste und Sky erfolgreich mit Bundesliga-Saisonfinale

Gewinnerin Jamala holt den ESC in die Ukraine
Gewinnerin Jamala holt den ESC in die Ukraine

Punkte gab's kaum für Deutschland, aber das Interesse der Zuschauer zuhause war so groß wie seit fünf Jahren nicht mehr: Über 9 Mio. sahen den 61. ESC aus Stockholm mit der ukrainischen Siegerin Jamala. Nur das ZDF wusste dem anfänglich etwas entgegenzusetzen. Am Vorabend zog der letzte Spieltag der Bundesliga zahlreiche Zuschauer ins Erste und zu Sky.

Anzeige
Anzeige

Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. ESC schlägt ein: über 1 Mio. Zuschauer mehr als 2015, fast 50% Marktanteil bei den jungen Zuschauern

Die gute Nachricht: 11 Punkte. Die schlechte: zum zweiten Mal nacheinander der letzte Platz. Das ist zumindest die deutsche Bilanz des diesjährigen Eurovision Song Contest in Stockholm, bei dem „The Voice of Germany“-Siegerin Jamie-Lee im Finale offensichtlich nicht überzeugen konnte. Der Sieg ging an Jamala aus der Ukraine mit ihrem Titel „1944“ (nicht zu verwechseln mit Siegerin Ruslana in 2004). Aber mit 9,33 Mio. kann das Erste die höchste Zuschauerzahl seit 2011 verbuchen, als der ESC in Düsseldorf Station machte. (Damals waren allerdings mit fast 14 Mio. noch einmal deutlich mehr Zuschauer dabei.) In den vergangenen vier Jahren hatten jeweils unter 9 Mio. zugesehen, 2015 exakt 8,11 Mio. – über 1 Mio. weniger als jetzt. Der Marktanteil im Gesamtpublikum lag in diesem Jahr bei 36,8%. Im jungen Publikum hatte am Samstagabend fast jeder zweite die Show eingeschaltet (46,0% Marktanteil), 4,59 Mio. 14- bis 49-Jährige sicherten dem Ersten natürlich den Tagessieg.

2. Über 5 Mio. sehen Krimi-Kontrastprogramm im ZDF, kein Erfolg für RTL-„Grand Prix Momente“

Das ZDF konterte, wie samstags üblich, mit Krimi – und tatsächlich erwies sich „Kommissarin Lucas“ als ernstzunehmende ESC-Konkurrentin. Der Abstand zum Ersten ist zwar gewaltig, allerdings dürfte man in Mainz mit 5,56 Mio. Zuschauern ab 3 Jahren und 18,9% durchaus zufrieden sein. Das waren unter anderem mehr als den „Countdown für Stockholm“ eingeschaltet hatten: 4,48 Mio. (16,3%). Nach dem zwischendurch gesendeten „Wort zum Sonntag“ (5,0 Mio.) waren dann ab 20.54 Uhr bereits 5,31 Mio. im Ersten dabei. Und 2,24 Mio. sahen nach Mitternacht noch die „Grand Prix Party“, bei der es freilich nicht viel zu feiern gab (24,3%). Bei den 14- bis 49-Jährigen belegte die ARD am Samstag die ersten acht Plätze, „Countdown“ und „Party“ schafften starke 23,7% und 25,0%. Erst auf Rang 9 folgt RTL, das bis zum Start der Show in Stockholm clevererweise „Die 10 schrägsten Grand Prix Momente“ als Warm-up-Konkurrenz im Programm hatte. Half aber nichts: 0,83 Mio. und 9,3%. Dem ZDF ging später auch die Puste aus: 3,11 Mio. sahen das „heute journal“, „Bella Block“ nach 23 Uhr 0,9 Mio. (4,6%).

3. Hervorragender Bundesliga-Abschluss im Ersten und bei Sky, „aktuelles sportstudio“ profitiert nicht

Anzeige

Bereits am Vorabend sorgte die „Sportschau“ dafür, dass das Erste Top-Quoten verzeichnen konnte: 5,4 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren, davon 1,21 Mio. 14- bis 49-jährige, wollten wissen, welcher Verein am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga den Klassenerhalt schafft, wer in die Relegation muss und wer absteigt (Bremen, Frankfurt, Stuttgart – in dieser Reihenfolge). Die Marktanteile lagen bei 27,0% und 20,6%. Sky sorgt dafür, dass nochmal 1,49 Mio. Konferenz-Seher dazukommen, schaffte 11,1% Marktanteil am Nachmittag und enterte bei den 14- bis 49-Jährigen fast die Top 10. (Aber halt nur fast: 0,71 Mio. junge Zuschauer ab 15.30 Uhr reichten mit 15,7% am Ende für Platz 12). „Das aktuelle sportstudio“ profitierte wegen des starken Gegenprogramms am Abend nicht: nur 2,05 Mio. (7,4%).

4. Unter 8% und unter 6%: „Dumm gelaufen“ für ProSieben, RTL und Sat.1

Für den Rest sah’s trüb aus, und nirgends lässt sich das Ausmaß der Trübheit besser begutachten als bei RTL, das die vergangenen Samstagabende mit DSDS dominierte, diesmal allerdings mit „Life – Dumm gelaufen“ von vornherein gegen den ESC kapitulierte und entsprechend katastrophale Zahlen hinnehmen muss: 5,5% Marktanteil stehen unterm Strich im jungen Publikum, lediglich 590.000 14- bis 49-Jährige schalteten ein – Platz 21! Hauptkonkurrent ProSieben erging es etwas, aber nicht sehr viel besser mit 0,8 Mio. für „The Da Vinci Code: Sakrileg“: 7,8%. RTL war am Nachmittag immerhin schon mal mit dem Formel-1-Qualifying in Spanien erfolgreich gewesen (1,83 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren, 16,1%). Und Sat.1 positionierte sich am Abend mit „Monsters vs. Aliens“ und „Dr. Dolittle“ zwischen den beiden Privat-Konkurrenten im jungen Publikum (7,1% und 6,2%).

5. Noch eine Etage tiefer: kabel eins, RTL II und Vox den ganzen Abend über ohne Chance

Der Vollständigkeit wegen: „Blue Bloods“ lief bei kabel eins schon mies, als der ESC noch gar nicht begonnen hatte (3,2% Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, 280.000 junge Zuschauer), wusste das dann aber als es soweit war noch mit 2,4% zu unterbieten. RTL II landete mit „Shanghai Nights“ und „Unleashed“ bei 3,1% und 2,9%. 0,33 Mio. brachten 3,4% für Vox und „Der Plan“. Am Vorabend hatten zumindest 520.000 „hundkatzemaus“ und „Mein Hund, dein Hund“ eingeschaltet (9,6% und 8,0%).

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. ging sicherlich nicht mit rechten Dingen zu die Jury Länder Wahl eine Katastrophe, allerdings war der Siegersong einfach grandios. Die Sängerin sang den Song mit Leib und Seele!
    Der Song gewann nicht durch die perfekte Bühnenshow im Hintergrund (wie bei den Russen), es war das Außergewöhnliche, das etwas Andere, eine grandiose Darbietung. Auch die Moderatoren führten sehr erfrischend durch den Abend.

  2. >Bevor ich Ihnen jetzt lange (und vermutlich erfolglos) den Unterschied >zwischen kombinierter und getrennter Auszählung erläutere.

    Sie können das ja nicht! Das ist ihr Problem!

  3. Stimmt, so eine Abweichung gabs noch nie……weil zum ersten Mal so ausgezählt wurde. @volki/Steppke. Ganz schön peinlich aus nem Schlagerwettbewerb und einem Bericht über Einschaltquoten (!) eine Weltverschwörung her zu phantasieren. Mal den Aluhut lüften…..

    1. Publikum und Jury wurden auch vorher schon ausgezählt aber dann zusammengerechnet. Die einzelnen Jury/Publikums-Ergebnisse waren also auch vorher schon einsehbar!

      Dass da jetzt getrennt angegeben wird, ändert gar nichts!

      Ihren fabulierten „Aluhut“ haben also Sie auf!

      1. Bevor ich Ihnen jetzt lange (und vermutlich erfolglos) den Unterschied zwischen kombinierter und getrennter Auszählung erläutere. Sie haben natürlich recht…..klare Verschwörung die Sie auch noch mit Ihrer GEZ Zwangsabgabe mitfinanzieren…und Meedia ist schuld weil die hier manipulativ über die Einschaltquoten berichten…..böse böse Medien.

  4. Ja – der ESC ist nur noch ein politisch-mißbrauchtes Schmierentheater.

    Schaut euch die Votes der Zuschauer an und vergleicht sie mit der Jury!

    Solch eine Diskrepanz gab es noch nie!

    Und wenn man dann diese völlig kritiklosen Artikel wie hier auf Meedia (und in anderen „Medien“) lesen muss, erkennt man wie schlimm es mittlerweile um unser System steht.

    Der Bezeichnung „Lügenpresse“ ist da doch noch viel zu nett!!!

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*