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Keine Rettung für Thoma-Sender: Insolvenzverwalter stellt Geschäftsbetrieb von NRW.TV ein

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Seit Ende vergangener Woche ist auch für die verbliebenen rund 15 Angestellten von NRW.TV Schluss. Der Insolvenzverwalter, Dirk Andres, sah sich nach erfolgloser Investorensuche gezwungen, den Geschäftsbetrieb des Regionalsenders einzustellen.

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Trotz mehrerer Interessenten, fand sich letztendlich doch kein Käufer für das insolvente Unternehmen. „Ohne Investor mit einem tragfähigen Konzept können wir NRW.TV nicht fortführen“, sagt Andres. Aus diesem Grund blieb ihm nur die Einstellung des landesweiten Sendebetriebs. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ab sofort freigestellt.

Im März erst hatte der Regionalsender den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Davor hatte der ehemalige RTL-Chef Helmut Thoma noch über einen längeren Zeitraum versucht die NRW.TV Fernsehen aus Nordrhein-Westfalen GmbH & Co. KG zu retten. Thoma hatte Anfang 2014 die Geschäftsführung der Regionalstation übernommen und diese Ende 2015 allerdings wieder abgegeben. Für die Probleme der Lokalsender machte er vor allem die Mediaagenturen verantwortlich, die ihre Gelder vor allem in die großen Sender stecken und die Kleinen bei Investitionen übergehen würden.

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So sagte er gegenüber dem Tagesspiegel, dass die Mediaagenturen „kein Interesse daran“ hätten, „Regionalfernsehsender zu bedenken, da diese für die Planung aufwendiger sind“. Weiter sagte er: „Die Mediaagenturen schaufeln daher das gesamte Werbegeld zu den beiden großen nationalen Werbegruppen RTL Television und ProSiebenSat.1.“

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Alle Kommentare

  1. Das Problem sind die Receiver und deren überwiegend unbrauchbare Bedienung welche trotz FullHD oder 4k/UHD-1 immer noch 1:1 auf PAL ausgerichtet ist. Ich würde gerne Rentnern und Hausfrauen zeigen, wie man monatlich einen Sendersuchlauf macht um auch die kleinen Sender zur Kenntnis zu nehmen und auf einem USB-Stick vom Discounter aufnehmen zu können: TCL, Anixe, Tele5, Family TV, Servus TV, DMAX,… usw. haben ja auch interessante Sendungen und sind eine sinnvolle Ergänzung zum Gesamtprogramm.

    Aber leider braucht man für das Verlegen eines Antennen- oder USB-Kabels wohl einen Meisterbrief…
    Gute Parteien könnten den T2-Umstieg gut, günstig, erfolgreich (Rentner weiss dann wie man aufnimmt und seine Senderliste ist 1:1 vom alten Empfänger übernommen worden und der alte DVB-T1-Empfänger ist als Spende im Ausland und nicht im Elektroschrott) durchziehen und aus Dank gewählt werden. Leider erkennen Parteien das nicht als Markt-Nische sondern wollen lieber gewählt werden und dann Steuern ausgeben.

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