Anzeige

„Apples beste Tage sind vorüber“: So reagiert die Wall Street auf den Absturz des iKonzerns

Tim-Cook-Apple.jpg

Schwerere Tage für Apple: Erstmals seit 13 Jahren musste der erfolgsverwöhnte Techpionier wieder fallende Umsätze und Gewinne vermelden – und das gleich zweistellig. Als hätte das noch nicht gereicht, fiel der Ausblick auf die laufenden Geschäfte noch schwächer aus. Für das i-Tüpfelchen sorgte dann Großinvestor Carl Icahn, der alle Apple-Aktien verkaufte. Die Wall Street senkt unisono den Daumen – und stuft den noch wertvollsten Konzern der Welt zahlreich ab.

Anzeige
Anzeige

Es war eine katastrophale Woche für Apple: Die Quartalszahlen für das zweite Quartal enttäuschten die Wall Street schwer. Als wäre das noch nicht genug, entzog dem Techpionier zwei Tage später mit Carl Icahn auch noch der prominenteste Fürsprecher das Vertrauen – und verkaufte seine bis dato noch 4,5 Milliarden Dollar schwere Position vollständig.

Ergebnis einer desaströsen Woche: Apple verlor beim Kurssturz auf nunmehr bereits 93,74 Dollar mehr als 10 Prozent an Börsenwert und vernichte dabei binnen fünf Handelstagen damit satte 60 Milliarden Dollar an Börsenwert.

Auf Monatssicht sah es noch schlechter aus: Der April entwickelte sich für Apple zum regelrechten Horrormonat, in dem der iKonzern knapp 15 Prozent oder 90 Milliarden an Wert vernichtete. Es war der höchste Monatsverlust seit der Finanzkrise 2008/09.

Goldman Sachs: „Wir sind enttäuscht“

Entsprechend fiel dann auch das Echo von der anderen Seite der Großbanken aus – zahlreiche Analysten stutzten Apple in ihren Einschätzungen nach den Quartalsergebnissen zurecht. „Wir sind enttäuscht“, watschte Goldman Sachs Apple ab, rasierte das Kursziel um 21 Dollar und strich den noch wertvollsten Konzern der Welt von der Liste der „Überzeugungskäufe“.

Anzeige

In den Reigen der Herabstufungen stimmten auch Barclays (131 auf 121 Dollar), RBC (130 auf 120 Dollar), Cowan (135 auf 125 Dollar), BTIG (130 auf 115 Dollar), BMO (170 auf 130 Dollar) und Gene Munster von Piper Jaffray (172 auf 153 Dollar) ein. „Die negativen Nachrichten überlagern die positiven“, urteilt auch die Deutsche Bank scharf und sieht für Apple nur noch ein Kursziel von 105 Dollar.

„Keine Frage, dass die besten Tage hinter Apple liegen“

Toni Sacconaghi, Analyst bei Bernstein, wird noch deutlicher: „Es besteht keine Frage, dass die besten Tage hinter Apple liegen“, wird Sacconaghi, der im vergangenen Sommer als einer der ersten auf kommenden Absturz hingewiesen hat, gegenüber der New York Times noch deutlicher.

Der unabhängige Vermögensverwalter Doug Kass, der Apples Kurssturz wie schon 2012 erneut vorausgesagt hatte, hat die Downgrades der Wall Street kommen sehen. „Viele Analysten werden ihre Ergebnisschätzungen für das Geschäftsjahr 2016-17 reduzieren und die Akte herabstufen. Meine Kernthese ist weiter intakt: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Apples Gewinne in den kommenden Jahren nochmals an den Gipfel von 2015 heranreichen.“

Und mehr noch: Wie KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo sagt auch Doug Kass einen enttäuschenden iPhone 7-Upgrade-Zyklus voraus: „Das iPhone 7 besitzt keine bahnbrechenden Features. (…) Die Markteinführung wird aller Voraussicht nach ein Desaster.“

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*