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„Die beste Show der Welt“ wird „DSDS“ gefährlich“, „Die Diplomatin“ gleichauf mit „Carmen Nebel“

Die (vorerst) „Beste Show der Welt“ heißt „Dürften wir?“, sagt ProSieben
Die (vorerst) "Beste Show der Welt" heißt "Dürften wir?", sagt ProSieben

Mit "Mein bester Feind" lief's für Joko und Klaas zuletzt nicht so gut, ihre neue ProSieben-Show startete jetzt aber mit hervorragenden Werten. Den Spitzenplatz musste "Deutschland sucht den Superstar" aber noch nicht hergeben. Im Ersten unterlag "Die Diplomatin" Carmen Nebel im ZDF. Am Nachmittag verabschiedete sich "Lafer! Lichter! Lecker!" unspektakulär.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Hervorragender Start für „Die Beste Show der Welt“ mit Joko und Klaas

Mit acht Mini-Shows in einer Mammutshow traten Joko und Klaas am Samstagabend erstmals um den Titel „Die beste Show der Welt“ an, eine Art „Duell um die Welt“ ohne Fernreisen – und mit Unterstützung u.a. von Matthias Schweighöfer, Jorge Gonzales, Palina Rojinski und Rolfe Scheider. Am Ende setzte sich die „4 gegen Willi“-Gedächnisshow „Dürften wir?“ bei der Saal-Einschaltquote durch, und wenn ProSieben jetzt artig fragen würde: Dürften wir das fortsetzen?, dann würden die Zuschauer zuhause vor dem Fernseher vermutlich sagen: Klar, wann ist’s denn endlich soweit? Zumindest lässt die echte Quote darauf schließen: 1,45 Mio. Zuschauer schalteten die Premiere ein, der Marktanteil lag über dreieinhalb Stunden (was für eine ProSieben-Samstagabendshow fast schon kurz ist) bei sehr guten 17,1% – um ein Haar hätten Joko und Klaas damit sogar „Deutschland sucht den Superstar“ vom Thron gestoßen. Zum Vergleich: Die vorherige Joko-und-Klaas-Neueuntwicklung „Mein bester Feind“ kam zum Start im Dezember 2014 nur auf 10,7% und landete zuletzt Ende Februar bei nur 10,3%. „Die Beste Show der Welt“ hat den Zuschauern also deutlich besser gefallen. Insgesamt waren 1,96 Mio. dabei (7,6%).

2. Geringe Verluste, aber guter Marktanteil: „DSDS“ bleibt zum Halbfinale ein Erfolg

Nur 100.000 junge Zuschauer mehr (1,55 Mio.) hatte DSDS bei RTL, aber wird der Sender verschmerzen können, weil ein Marktanteil von 18,1% bei den 14- bis 49-Jährigen gegen das starke ProSieben trotzdem stark ist. Insgesamt hatten 3,11 Mio. am Abend das Halbfinale aus dem Landschaftspark Duisburg eingeschaltet (11,8%). Ein hübsches Abschiedsgeschenk gab’s nachher auch für „Willkommen bei Mario Barth“, das nämlich 20,4% Marktanteil im jungen Publikum erzielte, 1,15 Mio. sei dank. Sat.1 musste zwar deutlich kleinere Brötchen backen, kam mit „Hotel Transsilvanien“ aber auch gute 11,7% bei den 14- bis 49-Jährigen.

3. Carmen Nebel geht vor Natalia Wörner als „Diplomatin“ beim Gesamtpublikum in Führung

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Nicht mit Show, sondern mit Spannung versuchte das Erste am Abend gegenzusteuern und schickte Natalia Wörner als „Die Diplomatin“ los. 4,44 Mio. entschieden sich für den Film. Das waren allerdings knapp weniger als zur gleichen Zeit „Willkommen bei Carmen Nebel“ im ZDF eingeschaltet hatten (4,53 Mio.). Im Marktanteilsvergleich (15,4 vs. 16,1%) muss das Erste dem Zweiten deshalb den Vortritt lassen, die übrigen Spitzenplätze vom Samstag gegen allerdings allesamt aufs ARD-Konto. Angefangen mit der „Tagesschau“ (6,73 Mio.) über die „Sportschau“ zum 32. Spieltag in der Bundesliga, die am Vorabend bereits 5,28 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren verzeichnete. Nach der „Diplomatin“ konnten sich im übrigen noch 3,31 Mio. für „Mordkommission Istanbul“ begeistern (12,7%).

4. Tränenloser Abschied von „Lafer! Lichter! Lecker!“ im ZDF

Am Nachmittag hieß es im ZDF: Abschied nehmen. Und zwar von „Lafer! Lichter! Lecker!“, das nach zehn Jahren den Kochlöffel abgab. Die Trauer hielt sich aber offensichtlich in Grenzen, nur 1,23 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren schalteten ein (9,8%) – zu Jahresbeginn ließen am Samstag noch deutlich mehr Zuschauer für die Vorkocherei begeistern. Am Vorabend schaffte es „Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen“ mit 2,45 Mio. nur knapp nicht in die Top 10 der meistgesehenen Sendungen, das „Aktuelle Sportstudio“ verfolgten nach 23 Uhr noch 2,09 Mio.

5. Wenig Quoten-Likes für „LIKE!“ bei RTL II, verzweifelte Zuschauersuche bei kabel eins

Wenn die großen Privatsender allesamt gut beim jungen Publikum abgeschnitten haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es den kleineren nicht genauso geht. Nach dem Aus für seinen „Klub“ kann RTL II sein nächstes Format beerdigen: Die Clipshow „LIKE! Die größten Internetstorys“ kam am Samstagabend nicht über miese 3,9% in der jungen Zielgruppe hinaus, nur 340.000 14- bis 49-Jährige waren dabei. Für Vox lief es nur geringfügig besser, „Stichtag – Schluss mit gemütlich“ erreichte 4,7%, „Medical Detectives“ übernahm nachher mit 4,6%. Die meistgesehene kabel-eins-Sendung des Tages war „Navy CIS“ – nach 0 Uhr. „Blue Bloods“ schaffte vorher in der Spitze 2,8%, für „Navy CIS“ waren selbst nach 22 Uhr nur 3,9% drin. Der WDR versuchte sich am Abend an einer schnulzigen Musik-Konkurrenz und zeigte „Von Adele bis Sarah Connor – Die schönsten Liebeslieder“, aber mit mäßigem Erfolg: 540.000 Zuschauer ab 3 Jahren und 3,9% Marktanteil. Eine neue Folge „Das Lachen der Anderen“ kam am späten Abend ebenfalls auf 1,9% (0,4 Mio.), nachdem „Mitternachtsspitzen“ eigentlich eine klasse Vorlage (1,2 Mio., 4,4%) geliefert hatte.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Hallo, Herr Schäfer,

    dies ist nicht zur Veröffentlichung gedacht, sondern statt einer E-Mail, die ich Ihnen aber nicht schreiben kann, da ich keine Mail Adresse von Ihnen finde:

    Unter Punkt 3, wo es um den Film geht, beschreiben Sie mit der Sache auf den Philippinen leider den zweiten Teil, der aber noch garnicht gesendet, sondern bisher nur in einem Trailer angekündigt wurde.

    Der erste Teil, der gestern lief, handelte von der blutigen Geiselnahme in Tunesien.

    Na ja und bei „Sonderbeauftragten“ fehlt das „n“ im gleichen Satz aber egal.

    Schönen Sonntag noch,
    Holger

  2. Dafür habe ich nach 10 Minuten „Diplomatin“ mit all den dämlichen Schuld-Klischess zu Carmen Nebel umgeschaltet und bin in eine warmherzige, irgendwie ehrliche Sendung geraten, die ihre hunderte Zuschauer vor Ort total begeistert und offensichtlich auch Millionen Zuschauer erfreute. Ich habe tatsächlich verstanden warum und mich gefreut, dass ein Genre seine Zuschauer so erfreut wie, jedenfalls gestern, Carmen Nebel im ZDF. Vielleicht haben früher mal erfolgreiche Beschäftigte bei öffentlich-rechtlichen Sendern recht, die sagen, wer ständig das, was die Leute in Nachrichtensendungen sowieso sehen, als interessante Filmstoffe zu erkennen glaubt, liegt falsch. Wenn die ARD glaubt, richtig viel Geld in einen Zweiteiler wie „Die Dipolomatin“ – und in eine durch unschöne Medienthemen zur Wichtigfrau gewordene Darstellerin – stecken zu müssen und dann den Zuschauern für diese Millionen öffentlich-rechtlicher Gelder nichts anderes als die Nachrichtenlage zeigt, hat sie sich verrechnet. Hat es nicht gereicht, dass der heutige Zuschauer schon mehrere solcher sündteuren Produktionen abgestraft hat, gerade in letzter Zeit. Das sollte für Leute, die ihre Macht dafür – und für immer dieselben Millionärs-Darsteller – einsetzen, Konsequenzen haben. Auch vom Volk bezahlte, öffentlich-rechtliche Mitarbeiter in Führungspositionen sollten kontrolliert und ihre Verträge nur nach erfolgreichen Laufzeiten verlängert werden. Dazu gehören zwingend scharfe Kontrollen der Personalführung und der Budgets, wo genau sie in welcher Höhe und warum hingehen (siehe „Töchter“). Begrenzung statt Automatismus bei Beförderungen. Wer Assistent-inn-en und andere Mitarbeiter quält und Millionen-Flops produziert plus im Umgang mit Zuliefereren keinerlei Compliance-Regeln einhält, gehört nicht in leitende Positionen bei öffenltich-rechtlichen Sendern. Basta. In diesem Punkt hat die AfD vollkommen Recht. All diese Schutzmechanismen durch den garantierten Job auf Lebenszeit sowohl bei Politikern, als auch Beamten und Leuten bei ARD und ZDF, bezahlt vom Volk, das weder dieses Geld noch diese Privilegien in ihrem Arbeitsleben hat, muss aufhören!!!

  3. Ich habe mir gestern die „Diplomatin“ zwei Mal angesehen, nämlich das erste und das letzte Mal.

    Zuviel Klischees, will heißen, „wir“ sind natürlich irgendwie selber mit Schuld, selbst an den grausamsten Terroranschlägen, was einfach nicht stimmt und da lass ich mir auch kein x vor das u machen.

    Ansonsten ist heute der 1.Mai, der Tag der Arbeit also, weswegen die meisten von uns auch gleich ganz zu Hause bleiben. ( Ok, zufällig fällt er dieses Jahr ja ohnehin auf einen Sonntag.)

    Denjenigen, die trotzdem dazu verdonnert wurden die Stellung zu halten, wünsche ich einen schönen Maifeiertag und vielleicht machen sie sich in einer ruhigen Minute ja auch mal ein paar Gedanken über den Ursprung und Sinn dieses Tages.

    Und auch darüber, was durch das völlige Versagen der Gewerkschaftsbosse daraus geworden ist. Mit SPD-Parteibuch in der A…Tasche und auf Kuschelkurs mit den Konzernbossen angeführt vom „Genossen der Bosse“ haben sie die sogenannte Agenda 2010 erst möglich gemacht.

    Dafür dürfen sie dann als Belohnung in denselben teuren Luxuskarossen wie die Konzernchefs durch das Land gondeln – man muss ja schließlich „auf Augenhöhe“ mit denen verhandeln können, so wird es den einfachen Mitgliedern, die das ja bezahlen müssen, jedenfalls immer weisgemacht.

    Und damit das mit der Augenhöhe auch wirklich und in jeder Hinsicht der Fall ist, werden im Einzelfall von den Firmenchefs eben sogar mal ein paar Prostituierte bezahlt, wie diejenigen, die alt genug sind, vielleicht noch wissen.

    Ich gratuliere also allen Gewerkschaftsbossen zu Ihrem (!) Feiertag, denn die sind nämlich die einzigen, die was zu feiern haben.

    Diejenigen, die den ganzen Klimbim bezahlen, können sich auch in Zukunft gratulieren – wie immer.

    So, das waren meine Gedanken zum 1.Mai.

    Bisschen „altmodisch“ und gepoltert ja, ja. Aber wer weiss, vielleicht kommt – wie in jeder Mode – ja auch die nochmal zurück.

    Ich hoffe es jedenfalls, denn nötig wäre es.

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