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Ströer-Strategie gegen Muddy Waters geht nicht auf: Auch die Telekom hat das Nachsehen

Ströer-Chef Udo Müller kann nach der Hedgefonds-Attacke mit guten Zahlen punkten
Ströer-Chef Udo Müller kann nach der Hedgefonds-Attacke mit guten Zahlen punkten

Ströer-Chef Udo Müller wollte den US-Hedgefonds Muddy Waters mit guten Quartalszahlen das Geschäft vermiesen. Doch die Strategie scheint bei den Anlegern nicht aufzugehen. Die Notierung gibt trotz glänzender Umsatz- und Ertragszahlen nach. Auch Ströer-Großaktionäre wie die Deutsche Telekom haben das Nachsehen. Ihr Aktienpaket verliert weiter an Wert.

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Es war für die Telekom ein größer Deal. Für 300 Millionen Euro verkaufte der Telekommunikations-Konzern im August vergangenen Jahres das Vermarktungshaus Interactive Media sowie das Webportal T-Online an das Kölner Werbeunternehmen Ströer. Anstelle von Bargeld zahlten die Kölner in Aktien. Die Telekom wurde dadurch auf einen Schlag mit 11,6 Prozent Großaktionär bei Ströer. Jetzt macht die Telekom der Deal nicht glücklich. Denn nach den Angriffen des US-Hegdefonds verliert ihr Aktienpaket weiter an Wert.

Dabei können auch die guten Geschäftszahlen der Kölner den Wertverlust des Telekom-Pakets nicht stoppen. Die Ströer-Anteile verlieren weiter an Boden. Die Notierung, die eigentlich bei der guten Gewinnsituation ein Kursfeuerwerk auslösen sollte, gibt mit 0,23 Prozent auf 44,95 Euro weiter nach. Dadurch verbilligt sich das Telekom-Paket an Ströer. Ein Telekom-Sprecher will sich zu den derzeitigen Vorgängen um Muddy Waters nicht äußern und verweist auf den Ströer-Vorstand. Der hält sich zu den neuerlichen Vorwürfen des US-Hedgefonds bedeckt. Dabei hatte der Leerverkäufer in der WirtschaftsWoche noch einmal nachgelegt. „Ströers Management verdient das Vertrauen der Investoren nicht“, sagte Carson Block, Gründer und Chef des US-Hedgefonds Muddy Waters, gegenüber dem Magazin. Block hatte damit auf die 16-seitige Erwiderung des Ströer-Chefs am vergangenen Freitag reagiert. Hier hatte Müller in einer Telefonkonferenz die Anschuldigungen des US-Hedgefonds als „im Kern falsch“ zurückgewiesen und rechtliche Schritte angekündigt.

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Die Telekom ist nicht der einzige Großaktionär, der über die aktuelle Entwicklung kaum erfreut ist. Denn größere Aktienpakete halten auch Fonds wie der Allianz Global Investors Europe1 mit 5,88 Prozent sowie die Schweizer Großbank Credit Suisse mit 4,63 Prozent. Damit wächst der Druck auf den Ströer-Chef die Aktionäre gegen weitere mögliche Angriffe von Muddy Waters zu schützen. Denn die gute Ertragsentwicklung scheint nicht zu fruchten, um die Anleger zu beschwichtigen.

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