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AfD-Chefin Frauke Petry holt Focus-Redakteur als publizistischen Berater

Noch AfD-Vorsitzende, aber keine Spitzenkandidatin mehr:  Frauke Petry
Noch AfD-Vorsitzende, aber keine Spitzenkandidatin mehr: Frauke Petry

Im März kündigte die Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei AfD, Frauke Petry, dem Pressesprecher ihrer Partei, Christian Lüth, die Zusammenarbeit auf. Jetzt hat Petry einen neuen publizistischen Berater gefunden: den bisherigen Focus-Feuilletonredakteur Michael Klonovsky.

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Wie das Web-Magazin „Tichys Einblick“ schreibt, soll Klonovsky am 1. Juni als publizistischer Berater von Frauke Petry in die Dienste der AfD treten. Schon im Jahr 2010 habe Klonovsky in einer Focus-Titelgeschichte die Programmatik einer neuen konservativen oder rechtskonservativen Partei skizziert. Klonovskys damalige Thesen fänden sich „ziemlich vollständig“ im neuen Entwurf eines AfD-Programms, der auf dem Parteitag diskutiert werden soll, notiert „Tichys Einblick“.

Petry hatte parteiintern zuvor die Arbeit des AfD-Sprechers Lüth kritisiert, was vom vom restlichen Bundesvorstand der Partei aber nicht geteilt wurde. Nun ergibt sich die Situation, dass Lüth für zwölf Bundesvorstandsmitglieder der AfD spricht und Klonovsky bald nur für Frauke Petry.

Schön länger heißt es, dass es zwei Lager innerhalb der AfD-Führung gibt. Petry und ihr Lebensgefährte Markus Pretzell hatten in einem Interview in Bunte die beiden anderen AfD-Vorstandsmitglieder Beatrix von Storch und Alexander Gauland scharf kritisiert. Bei „Tichys Einblick“ heißt es nun: „Der intellektuell bisher dominierende stellvertretende Parteivorsitzende Gauland wird sich entscheiden müssen, ob er das neue Tandem Klonovsky/Petry zum Trio ergänzt oder bekämpft.“

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Anfang des Jahres gab es schon einmal Wirbel um Pery/Pretzell und einen Journalisten. Ende Januar hatte Pretzell, in einem Facebook-Posting erklärt, dass Günther Lachmann, der für die Alternative für Deutschland zuständige Politik-Redakteur bei Welt, angeboten hätte, für 4.000 Euro pro Monat die junge Partei zu beraten – neben seiner Tätigkeit als Journalist für die Tageszeitung. Lachmann wurde später bei der Welt wegen des Vorfalls entlassen.

Nun hat die AfD-Chefin also statt einem Redakteur der Welt bald einen vom Focus als Berater zur Seite.

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Alle Kommentare

  1. Ein starker Schachzug der AfD-Chefin: Mit Klonovsky holt sie sich einen brillanten Schreiber und starken Denker an Bord. Ein weiterer Schritt zur Professionalisierung der Partei. Den politischen Debatten dürfte dies nur gut tun.

      1. Ähem.. Klonovsky ist nicht Focus, auch wenn er dort gearbeitet hat. Klonovsky ist intellektuell brilliant und ein ganz anderes Kaliber als die Mainstream-Redakteure des sonstigen Focus. Focus hätte sich glücklich schätzen können, Klonovsky in seinen Reihen zu haben, aber Focus hat es ihm nicht gedankt und ihn als Debatten-Chef abgesetzt, weil er der Nonkonformismus in Person und dabei auch noch brilliant ist.

      2. Obwohl ich noch selten mit Klono einer Meinung war, so gibt es doch nicht ganz viele Kollegen, die ihm schreibhandwerklich das Wasser zu reichen vermochten. Steffen „Das kann ich Ihnen wirklich nicht sagen“ Seibert jedenfalls kann das nicht. Oder sonst irgendeine dieser blutleeren Gestalten im Berliner Polit-Zirkus. Wie lange Frau Petry diesen honorabelst notorischen Querdenker erträgt: Schaun mer mal.

  2. Ich freue mich schon auf Klickstrecken ala
    – So sieht Frauke Petry jetzt nicht mehr aus, klicken Sie hier….. – und Fotos von süßen Katzenbabys 😉 natürlich mit vorgeschalteter (Partei)Werbung 🙂

    1. Ab sofort nur noch maximal drei Sätze, dafür aber Infografik.

      AfocusD – da wächst zusammen, was zusammengehört.

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