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Zehn Prozent der Belegschaft betroffen: Jahr Top Special Verlag lagert Grafik und Dispo aus

Verlegerin Alexandra Jahr und Verlagsleiter Lars Patzke lagern Geschäftsbereiche aus
Verlegerin Alexandra Jahr und Verlagsleiter Lars Patzke lagern Geschäftsbereiche aus

Der Jahr Top Special Verlag lagert nach MEEDIA-Informationen die Unternehmensabteilungen Grafik und Anzeigendisposition aus. Erstere soll künftig von zwei Agenturen übernommen werden, die Vermarktung geht an das Verlagshaus Gruner + Jahr. Vom Umbau sind 14 Stellen betroffen. Der Jahr Top Special Verlag gehört zu 100 Prozent Alexandra Jahr, Enkelin des G+J-Gründers John Jahr senior.

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Die Verlegerin hatte das Unternehmen, 1970 von Alexandras Vater Alexander gegründet, vor vier Jahren wieder komplett übernommen, nachdem es 2000 gesplittet worden war und Axel Springer 50 Prozent der Anteile übernahm. Im vergangenen Jahr erklärte sie im Medium Magazin, dass die Führung in Eigenregie keine einfache Aufgabe sei. „Wir drehen jeden Euro um“, so die Verlegerin damals.

Der Blick auf die Kosten dürfte auch die Entscheidung zur Auslagerung der Grafik- wie auch Anzeigenabteilung beeinflusst haben. Wie Verlagsleiter Lars Patzke auf Anfrage von MEEDIA bestätigt hat, wird die Arbeit zukünftig von Dienstleistern übernommen. So soll die Grafik an zwei Fremdagenturen gehen, bei der Anzeigendisposition setzt das kleine Unternehmen auf die Erfahrung des Verlagshauses Gruner + Jahr, an dem Alexandra Jahrs Familie bis November 2014 noch 25,1 Prozent der Anteile hielt. Mittlerweile gehört G+J komplett zu Bertelsmann. Von der Auslagerung betroffen sind nach Informationen von MEEDIA 14 Mitarbeiter, die betriebsbedingt gekündigt werden sollen. Das entspricht rund zehn Prozent der Belegschaft.

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Der Jahr Top Special Verlag hat seinen Sitz in Hamburg Eppendorf und hat sich als Special-Interest-Verlag einen Namen gemacht. Das Unternehmen beschäftigt etwa 150 festangestellte Mitarbeiter, publiziert 23 Magazine, darunter Angler-Publikationen mit Namen wie Karpfen, Angelsee oder Blinker sowie Jagdhefte wie Jäger oder Sauen. Noch im vergangenen Jahr zählte das Verlagshaus insgesamt 27 Publikationen.

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Alle Kommentare

  1. Freut Euch, Ihr Glücklichen, die Ihr rausgeflogen seid. Für Euch kann alles nur besser werden. Das ist eine Erfahrung ausnahmslos aller, die vor Euch da rausgeflogen sind.

  2. Tja, wenn jemand an der Spitze von Beruf lediglich Enkelin ist und den Verlag wie eine Gutsherrin führt, die wenig souverän bei jedem Widerspruch sofort mit Kündigung droht muss man sich über die Folgen nicht wundern… Kreativität kann in solch einem Klima jedenfalls garantiert nicht entstehen!

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