Anzeige

stern fällt mit „Wir sind das Volk!“ fast auf Allzeit-Kiosk-Tief, Spiegel holt solide Zahlen mit der „geteilten Nation“

Cover-Check-Stern-Spiegel-Focus.jpg
Die Ausgaben 11/2016 von stern, Spiegel und Focus

Zwei der drei großen Wochenmagazine kümmerten sich mit ihrem Heft 11/2016 um Deutschland. Der stern wollte mit einer Umfrage zeigen, "was die Deutschen wirklich bewegt", Der Spiegel berichtete: "Deutschland 2016: Reich wird reicher, Arm bleibt arm". Während der stern im Einzelverkauf laut IVW sehr erfolglos war, erreichte Der Spiegel ein solides Ergebnis. Etwas zulegen konnte der Focus.

Anzeige
Anzeige

Nur 172.305 Exemplare setzte der stern im Einzelhandel, also in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. von seinem Heft 11/2016 ab. Nur einmal in der IVW-Historie des Magazins gab es einen noch geringeren Einzelverkaufswert: 162.092 Einzelverkäufe für Heft 52/2015, das vor Weihnachten allerdings auch nur fünf Tage lang in den Regalen lag. „Die große Stern-Umfrage!“ unter dem Motto „Wir sind das Volk!“ hat das Volk also nicht wirklich interessiert. Zum Vergleich: Der 12-Monats-Durchschnitt des stern liegt bei 204.000 Einzelverkäufen, der 3-Monats-Durchschnitt noch bei 192.100. Im Gesamtverkauf, also inklusive Abos, Bordexemplaren, Lesezirkeln und sonstigen Verkäufen erreichte Heft 11 eine Zahl von 707.528 Exemplaren, darunter 16.406 ePaper.

Etwas zufriedener mit seiner Verkaufszahl kann Der Spiegel sein. Er landete mit Ausgabe 11/2016 immerhin ziemlich genau zwischen den Normalwerten der jüngsten 12 Monate (233.000), bzw. drei Monate (216.900). Genau 224.978 Exemplare fanden im Einzelhandel einen Abnehmer. Sie interessierten sich u.a. für die Titelgeschichte „Die geteilte Nation – Deutschland 2016: Reich wird reicher, arm bleibt arm“. Das sind zwar ein paar Tausend weniger als vor einer Woche, aber eben auch deutliche 52.673 mehr als beim stern. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Er lag inklusive 53.660 ePapern bei 796.377.

Anzeige

Als einziges der drei Magazine im Vergleich zur Vorwoche zulegen konnte der Focus: Mit 67.643 Einzelverkäufen lag es fast 14.000 Exemplare über dem Heft 10/2016. Allerdings: Die Durchschnittszahlen der jüngsten 12 bzw. drei Monate – 74.800 und 74.500 – wurden zum vierten Mal in Folge klar verfehlt. Und das, obwohl man zwei große Focus-Leib-und-Magen-Themen auf dem Titel hatte. So gehörten zwei Drittel der Titelseite den „Neuen Wegen aus der Depression“, das andere Drittel der „großen Immobilen-Tabelle“. Themen, die beim Focus auch schonmal besser funktioniert haben. Insgesamt fand Ausgabe 11/2016 genau 482.275 Abnehmer, 25.760 davon als ePaper.

Kennen Sie unser Cover-Check-Tool? Damit können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Das Beste wäre, Ihnen kein Gehalt mehr zu zahlen – das spart Geld und schützt uns vor Kommentaren wie diesen.

  2. Tipp an den Stern: Einfach mal wieder den CR auswechseln? Der alte ist doch nun fast schon zwei Jahre im Amt. Ach, und vielleicht auch mal wieder ein paar Millionen für eine Werbekampagne rauspusten? Das hilft bestimmt.

  3. Beim Spiegel Titel stellt sich die Frage, ob dies die reale Welt der deutschen Redaktionen darstellt, oben sitzt der Herausgeber und im Keller die Redakteure, die streng nach Linie schreiben müssen. Zumindest hat man den Eindruck, wenn man so durch den Blätter/Bildschirmwald blickt.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*