Anzeige

Neuer Supervermarkter Score Media: Verlage gründen gemeinsame Gesellschaft

Score Media-Geschäftsführer Heiko Genzlinger
Score Media-Geschäftsführer Heiko Genzlinger

Bislang stand Heiko Genzlinger als neuer Chef von Score Media fest, dem neuen Megavermarkter für Zeitungen. Die Firmengründung ließ hingegen auf sich warten. Nun haben die Verlage auch ein gesellschaftsrechtliches Konstrukt geschaffen.

Anzeige
Anzeige

Wochenlang stand Heiko Genzlinger als ein Chef ohne Reich dar. In der Branche keimten daher bereits Spekulationen auf, ob der neue Zeitungsvermarkter überhaupt zu Stande käme. Jetzt haben die beteiligten Verlage in Düsseldorf die Score Media GmbH & Co.KG gegründet. Dies geht aus dem Handelsregister hervor. Welche Verlage an dem Gebilde beteiligt sind, ist aus der Veröffentlichung nicht zu erkennen.

Gegen den neuen Supervermarkter hatte vor allem Christian Nienhaus, Chef des Springer Funke Vermarkters Media Impact (MI), Stimmung gemacht. Mehrfach hatte der Manager öffentlich dafür geworben, dass sich die Regionalverlage von Mi vermarkten lassen sollten. Seine Absicht hinter den Verbalattaken war klar: Nienhaus wollte damit mehr Kunden für MI gewinnen, um vor allem den nachlassenden Vermarktungsumsatz des Springer-Flaggschiffs Bild zu kompensieren. Dabei verwunderten seine Angriffe gegen Score Media in der Öffentlichkeit um so mehr, weil die Funke Mediengruppe ein Teil des neuen Zeitungsvermarkters ist.

Anzeige

Für Genzlinger beginnt jetzt allerdings eine harte Aufbauarbeit. Der ehemaligen Yahoo-Manager muss vor allem die vielfältigen Interessen der beteiligten Regionalzeitungsverlage vereinen. Dies ist keine leichte Aufgabe, da er in diesem Geschäft bislang keine großen Erfahrungen besitzt. Mit der Gründung der Score Media GmbH & Co. KG geht ein beschwerlicher Weg der Medienhäuser zu Ende. Vier Jahre lang hatten die Verlage unter dem Arbeitstitel „Projekt Lotus“ an dem Vorhaben gebastelt, um Werbekunden das Buchen von Tageszeitungen zu erleichtern. Immer wieder hatten sich die Medienhäuser während dieser Zeit mit eigenen Angeboten im Markt Konkurrenz gemacht.

Nun kann der Vermarkter auch rechtlich seine Arbeit aufnehmen. Fraglich ist, ob Genzlinger genügend Mandaten gewinnen kann, um mehr kritische Masse zu bekommen. Der gebürtige Pfälzer soll daher jüngst eine Tour durch Deutschlands Zeitungshäuser gemacht haben, um für den Vermarkter zu trommeln. Zudem stellt sich die Frage, welche Mitarbeiter aus der bisherigen Kombi Ballungsraum-Zeitungen (NBRZ) und dem Medienhaus Deutschland (MHD) in dem neuen Gebilde mitgehen.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*