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Warum Sie 2017 unbedingt das International Journalism Festival besuchen sollten

Mark Heywinkel berichtet aus Italien für MEEDIA vom International Journalism Festival in Perugia
Mark Heywinkel berichtet aus Italien für MEEDIA vom International Journalism Festival in Perugia

Es gibt so viele Medienkonferenzen, die kann man gar nicht alle besuchen. Klar. Neben der re:publica und der SXSW gehört das #ijf16 im italienischen Perugia aber zwingend auf Ihre Bucket-List. Drei gute Gründe dafür hat Mark Heywinkel gesammelt.

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In den vergangenen Tagen durfte ich für Meedia Eindrücke vom International Journalism Festival aus Perugia sammeln (hier lesen Sie Teil eins, zwei und drei des Berichts). Mehr als 400 Speaker aus der ganzen Welt waren angereist, um ihre Projekte vorzustellen und sich über aktuelle Entwicklungen im Journalismus auszutauschen.

In den Sessions, die ich besucht habe, waren diese Grundüberlegungen wiederholt präsent:

1. Homeless Media ist kein Trend, dem Journalisten so unachtsam folgen sollten, wie es zum Beispiel Buzzfeed und NowThis praktizieren. Um nachhaltig zu arbeiten, empfahlen Speaker wiederholt, weniger Inhalte nativ für Social-Media-Kanäle zu produzieren, sondern die eigenen Plattformen zu stärken. Das könnte zum Beispiel mithilfe von Newslettern gelingen.
2. Das Glaubwürdigkeitsproblem der Medien basiert zum Teil auch auf mangelnder Diversität in den Newsrooms. Nach wie vor ist das Frauen-Männer-Gefälle allerorts sehr groß.

Auch Menschen mit Migrationshintergrund oder außerhalb der Mittelschicht sind zu wenig in Redaktionen vertreten oder werden in der Berichterstattung zu selten referenziert. Das ist letztendlich auch ein Problem der journalistischen Ausbildung, die eines Updates bedarf.
3. Es gibt keine eindeutigen Antworten, Ideen lassen sich nicht immer adaptieren. Egal ob Greg Barber das Coral-Projekt von der Washington Post und der New York Times ein qualitativ hochwertigeres Audience Engagement vorstellte oder Matt Waite seine Drohnen-Experimente bewarb – immer schwang die Einstellung mit, dass keine dieser Experimente für alle Medien gleichermaßen gewinnbringend seien. Stattdessen sei jede Redaktion gezwungen, auf eigene Faust zu innovieren.

Das International Journalism Festival ist in jedem Fall der ideale Ort, um über den eigenen Tellerrand zu blicken und Inspiration zu finden. Denn:

1. Die Stadt ist wunderschön

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Als Veranstalter der Urban Journalism Salons und des Vocer Innovation Days beim Spiegel habe ich gelernt: Die Wahl der Location hat einen enormen Anteil am Gefallen oder Nicht-Gefallen einer Veranstaltung – gerade wenn es um Kreativität gehen soll. Wer sein Event im biederen Konferenzraum ansetzt, schafft nicht gerade die Atmosphäre, in der gerne lange gegrübelt und gebastelt wird. Daher ist Perugia für das International Journalism Festival perfekt: Die circa 166.000 Einwohner große und auf einem Berg gelegene Stadt bietet Sonne, zig nette Restaurants – für die Jüngeren: es gibt auch ein paar Clubs – sowie hübsche Vortragsräume in Hotels und Kirchen.

Veranstaltung

2. Das Festival ist kostenlos

Keine begrenzten Plätze, kein teurer Eintritt: Das International Journalism Festival steht jedem offen. Speaker bekommen zwar kein Honorar, dafür aber die Übernachtungen im Hotel sowie die Anreise mit dem Zug bezahlt. Auch freiwillige Helfer bekommen die Übernachtung gratis, sofern sie an der Festival eigenen Berichterstattung in Text-, Video- und Podcast-Form mitwirken.

3. Niemand kommt so einfach weg

Perugia liegt zwischen Rom und Florenz in der umbrischen Idylle auf einem Berg. Das ist am An- und Abreisetag durchaus ärgerlich, das International Journalism Festival profitiert aber erheblich davon. Weil niemand in Perugia wohnt und sich ins Privatleben verabschieden, geschweige denn mal eben in eine andere Stadt übersiedeln kann, ist jeder jederzeit zu erreichen. Netzwerken mit internationalen Medienexperten war vermutlich noch nie so einfach und entspannt.

Mark Heywinkel besucht das International Journalism Festival in Perugia mit der Masterklasse des Studiengangs Digital Journalism der Hamburg Media School

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