Anzeige

„Maaslos daneben“: Kritik an Heiko Maas nach Vorstoß gegen sexistische Werbung

Unterschiedliche Auffassungen über sexistische Werbung: Politiker Maas und Lindner, Bild-Chefin Koch
Unterschiedliche Auffassungen über sexistische Werbung: Politiker Maas und Lindner, Bild-Chefin Koch

Bundesjustizminister Heiko Maas will laut Spiegel Geschlechter diskriminierende Werbung unterbinden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf gegen den unlauteren Wettbewerb soll in der Regierung in Kürze beraten werden. Der Vorstoß trifft auf Gegenwind. Christian Lindner (FDP) und Thomas Heilmann (CDU) widersprechen Maas. Und auch Bild-Chefin Tanit Koch bezeichnet den Plan als "maaslos daneben".

Anzeige
Anzeige

Ziel der Gesetzesnovelle soll – auch als Reaktion auf die sexuellen Übergriffe in der Kölner Silvesternacht – ein „moderneres Geschlechterbild“ in Deutschland sein. Künftig könnten Plakate oder Anzeigen unzulässig sein, die Frauen oder Männer auf Sexualobjekte reduzieren. Im Streitfall müsste ein Gericht entscheiden.

FDP-Chef Christian Lindner warf dem SPD-Politiker „Spießigkeit“ vor: „Heiko Maas geht den nächsten Schritt zum Nannystaat, der den Bürgern nichts zutraut und Verbraucher für unmündig hält“, sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Seine Pläne zum Verbot vom Nacktheit und sexualisierter Werbung sind an Spießigkeit kaum zu überbieten. Die Verhüllung von Frauen zur Bändigung von Männern zu fordern, das kannte man von radikalen islamischen Religionsführern, aber nicht vom deutschen Justizminister.“

Eine Absage an Maas kam auch von Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU). Er sagte der Bild-Zeitung: „Die SPD scheint aus den Fehlern der Grünen nicht zu lernen. Die Bevölkerung möchte zu Recht möglichst wenig Vorschriften. Wir brauchen weder einen Veggie Day noch Geschmacksvorschriften für Werbeplakate. Es gibt dafür den Werbe- und den Presserat, die gut arbeiten.“

Anzeige

Die Bild-Chefredakteurin Tanit Koch nennt Heiko Maas‘ Vorstoß gegen sexistische Werbung „maaslos daneben„. Ihm sei es offenbar entgangen, doch Deutschland besitze bereits ein modernes Geschlechterbild, so Koch. „Der Wert einer Frau bemisst sich bei uns – anders als in Saudi-Arabien – nicht nach der Länge des Rocks und der Tiefe des Schleiers.“ Außerdem trage nicht Trägt die Werbebranche Schuld an Vorfällen wie die in der Silvesternacht in Köln, sondern „die Anhänger einer rückständigen, frauenverachtenden Unkultur“. Gegen sexistisch beworbene Produkte helfe ein einfaches Mittel: nicht kaufen.

Mit Material der dpa.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Es geht hier nur ums Geld im Kapitalsystem da wir alles schöne gute in ins Bild gebracht. Da ein sexueller Köper einer schöne Frau daher es her gibt fällt er schneller ins Auge des Betrachter. Aber es geht auch anders wenn man es will mit Klasse und Stil.

  2. Ich finde auch,das Frauen als Objekte,als sexueller Körper ohne Persönlichkeit
    definiert.Die sexuelle Verfügbarkeit der Frauen wird signalisiert und damit die Käuflichkeit wie das Produkt.
    Wer will das schon!!!!!!

  3. Ja reist er denn die nächsten Tage in ein moslemisches Land oder was? Müsste man da dann nicht auch Ziegen und Esel verbieten? Vor wem kuscht er denn? Ich finde es auch recht ekelig, wenn ich aus einer Moschee komme, und da hängt gegenüber ein Werbeplakat mit halbnackten Männern in Unterhose, die für einen Rasierapparat werben.
    Nein, ich finde der Maas sollte mal Maß halten, ansonsten ist das hier noch ein freies Land, wenn dem hier was nicht passt, einfach Koffer packen und zurück ins Saarland.
    Ich bin auch für ein Burka Verbot und das Tragen von Kopftüchern in der Öffentlichkeit, aber das interessiert den Maas ja nicht, passt es doch in seine klize kleine Welt von Toleranz und Gleichberechtigung.

  4. Der Maas mal wieder. Sonst hilft er in diesem Land jedem Vollhorst bei sexuellen Übergriffen gegen seine Bürger. Jetzt fordert er ein moderneres Geschlechterbild und will dazu wieder was verbieten.
    Ist Frau Merkel eigentlich ein Sexualobjekt für den pakistanischen Ziegenhirten, der ein Bild von ihr auf seiner langen Reise durch die Welt bei sich trägt um sich anschließend gerne auch gewaltsam Zutritt zum deutschen Ziegenhirtenarbeitsmarkt zu verschaffen? Und macht dieser Werbung, wenn er ihr Bild dazu in die Luft hält?

  5. Um sowas „wichtiges“ kümmert sich der Maas,
    kann mich noch erinnern das der vollmundig sinngemäß sagte “ mit mir wird es keine Vorratsdatenspeicherung geben….“

    Aber seine sexistische Werbung ist leichter zu verbieten………..

    Die Übergriffe in Köln resultieren, also auch aus freizügiger Werbung,
    da muß man um darüber zu lachen in den Keller gehen……….

  6. Wer Herrn Maas bei seinem Werk des unablässigen Baus von Maulkörben und sonstigen Belästigungen von Bürgern beobachtet, der wundert sich, dass die Presse ihn weit weniger als die AfD ins Visier nimmt. Stellt er sich doch völlig offen als die größte Bedrohung der Meinungsfreiheit im Lande dar.

  7. Als Gutmensch kann man die neue Sixt Werbung auch „sexistisch“ sehen. Ich als Mann hingegen finde die gut gemacht und werde beim nächsten Autoverleih an Sixt denken.

    Das ändert aber nichts an der Tatsache das eine Frau in der Beziehung für mich gleichberechtigt ist. Auch wenn die Partnerin mehr Geld verdient ist für mich kein Problem 🙂

    Verstehe daher nicht wieso man gleich als Frauenfeind oder Kölnasylant gebrandmarkt wird wenn man schöne Frauen in Werbungen gut findet.

    Das einzig diskriminierende an Messehostessen ist, das wir Männer nicht in den Luxus kommen, gutes Geld fürs Rumstehen zu verdienen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*