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Mit Dr. Sommer durch die Pubertät der eigenen Kinder: Bravo bringt Sonderheft für Eltern

Marc de Laporte, Verlagsgeschäftsführer der Bauer Media Group, spricht bei MEEDIA über das Dr.Sommer-Special für Eltern
Marc de Laporte, Verlagsgeschäftsführer der Bauer Media Group, spricht bei MEEDIA über das Dr.Sommer-Special für Eltern

Zum ersten Mal bringt die Bauer Media Group unter der Dachmarke Bravo ein Sonderheft für Erwachsene auf den Markt: Das Dr. Sommer-Special richtet sich vor allem an Eltern von Jugendlichen und beantwortet alle wichtigen Fragen zur Pubertät. „Dr. Sommer hat Generationen von Jugendlichen aufgeklärt, die heute selber Eltern sind", sagt Verlagsgeschäftsführer Marc de Laporte.

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Diese Elterngeneration sei mit Dr. Sommer aufgewachsen und vertraue ihm, erklärt Marc de Laporte das Konzept des Specials im Gespräch mit MEEDIA. DAs Heft sei als Beratungs-Guide konzipiert. „Dr. Sommer soll in dem Special Missverständnisse zwischen Eltern und ihren pubertierenden Kindern aus der Welt räumen.“ Durch Copytests zum Relaunch der Bravo, wisse der Verlag, dass Dr. Sommer „allen Unkenrufen zum Trotz nach wie vor die stärkste und beliebteste Rubrik ist – im übrigen Print wie Online“.

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Das Bravo-Sonderheft gliedert sich in die Abschnitte „Gefühle“, „Körper“ und „Sexualität“; darüber hinaus werden die Kernergebnisse der Dr.-Sommer-Studie 2016 präsentiert. Auf explizite Nacktheit werde komplett verzichtet, betont de Laporte.

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„Primär richtet sich das Heft an die Eltern als Käuferzielgruppe. Inhaltlich begegnet es aber den Jugendlichen auf Augenhöhe“, erklärt der Verlagsgeschäftsführer gegenüber MEEDIA. Es erscheint am 30. Juni in einer Druckauflage von 100.000 Exemplaren zu einem Copypreis von 5,50 Euro. „Das Special wird zunächst ein Oneshot sein. Wenn das Konzept im Markt überzeugt, kann durchaus jährlich aufgelegt werden.“

Der Versteher der Frühlingsgefühle von Pubertierenden ist bei Bauers Jugendzeitschrift seit bald 50 Jahren ein Pseudonym. Ende 1969 hatte die Kunstfigur „Dr. Jochen Sommer“ in der Bravo Premiere. Hinter ihr verbarg sich zunächst Martin Goldstein, ein echter Arzt, Psychotherapeut und Religionslehrer, der Fragen Jugendlicher rund um deren Sexualität beantwortete. Später wurde differenziert. Goldstein teilte sich in „Dr. Alexander Korff“, wenn es um rein sexuelle Themen ging, während er sich weiterhin als „Dr. Sommer“ psychologischen Problemen widmete. 1984 beendete er seine Tätigkeit als „Dr. Sommer“. Seither war stets ein Ratgeber-Team für die gewissen Fragen der Leser zuständig.

Die Bravo erlebte bis Ende 2014 einen nahezu beispiellosen Auflagenabsturz. Verkaufte sie Ende der 1990er-Jahre laut IVW noch über 1,2 Mio. Stück pro Woche, waren es Anfang 2005 weniger als 500.000 und auf dem Tiefpunkt im vierten Quartal 2014 nur noch 124.265 Exemplare. Ein Minus von rund 90% in 16 Jahren also. Die Umstellung auf 14-tägliche Erscheinungsweise hielt den Absturz dann aber erst einmal auf. Zwar schrumpfte die Zahl der Abonnenten weiter – auf mittlerweile 23.167, doch im Einzelhandel – also in Kiosken, Supermärkten, etc. gab es im dritten Quartal 2015 mit 139.191 Verkäufen den besten Bravo-Wert seit zwei Jahren. Im Jahresdurchschnitt 2015 lag die verkaufte Auflage bei 161.088 Exemplaren – ein Plus von 11,3% gegenüber 2014.

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Alle Kommentare

  1. Hoffentlich gibts da auch etwas zu transsexuellen Analspielchen zu lesen.
    Nicht dass sich die Gendertanten noch aufregen müssen. Denn schließlich erscheint ja dieses Heftchen nicht in einem Umfang, dass man auf die 8500 verschiedenen Geschlechter hätte eingehen könnte.
    Da ist der Vorwurf der rückwärtsgewandten Intoleranz und der Hass auf Vielfalt und Gleichberechtigung ja nicht weit. Auf einmal kommt das Heftchen noch auf den Index. Veröffentlichungen welcher Art auch immer sind dieser Tage nicht mehr auf die leichte Schulter zu nehmen. Nicht das die Toleranzfordernden noch mit friedlichem Hass und freidlicher Gewalt kommen. Alles schon gehabt.

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