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Ex-Bunte-Macher Thomas „Doc“ Schneider im Alter von 64 Jahren verstorben

Der Schleswig-Holsteiner Thomas Schneider war eine der schillerndsten Figuren in der Medienbranche
Der Schleswig-Holsteiner Thomas Schneider war eine der schillerndsten Figuren in der Medienbranche

Der langjährige Bunte-Blattmacher Thomas "Doc" Schneider ist tot. Der 64-Jährige starb an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung, die Ende vergangenen Jahres diagnostiziert worden war. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner prägte an der Seite von Patricia Riekel viele Jahre die Linie von Burdas People-Magazin und war danach u.a. für die Bauer Media Group, Klambt und als Berater tätig.

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Nach einem Studium der Philosophie, Soziologie und Publizistik, das der 1951 in Meldorf (Dithmarschen) geborene Journalist mit der Promotion abschloss, begann Schneiders redaktionelle Laufbahn bei der Westfälischen Rundschau in Dortmund. Anschließend wechselte er zur Münsterschen Zeitung. Ab Januar 1997 war er dann für die Bunte tätig, wo er unter Chefredakteurin Patricia Riekel neben den Urgesteinen Paul Sahner und Axel Thorer schnell zum wesentlichen Gestalter des Society-Magazins aufstieg.

Von Januar 2005 an war Schneider „Erster Journalist“ und Heft-Entwickler bei der Bauer Media Group. Die Trennung erfolgte im Oktober 2009; der Entwicklungschef verließ das Haus, seine „Future“-Redaktion wurde aufgelöst. Danach war Schneider als „Editor at Large“ für den Klambt-Verlag tätig, bevor er nach München zurückkehrte und sich als Medienberater für verschiedene Verlage selbstständig machte.

Schneiders Liebe galt der Toskana, wo er ein 900 Jahre altes Haus besaß und mit seiner Ehefrau Oliven anbaute. Am Starnberger See betrieb Schneider bis zuletzt das italienische Restaurant Sarto e Sarto.

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Update: In einer ersten Fassung des Artikels hieß es irrtümlich, Thomas Schneider sei den Folgen eines Herzinfarkts erlegen – die Red. 

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Alle Kommentare

  1. Schillernd ist in der Tat nicht das richtige Adjektiv … habe seinen Auftritt Mitte der 90er (BUNTE) eher als „Altherrenwitz mit Herz“ in Erinnerung, was wohl auch dem Umstand geschuldet war, dass Großwildjäger Axel Thorer und Platzhirsch Paul Sahner ständig versuchten, das Revier um Patricia Riekel zu markieren. Habe deshalb auch gar nicht realisiert, dass er noch so jung war. Ruhe in Frieden, Doc!

  2. Natürlich war „Doc“ Schneider eine „schillernde“ Figur. Wer so vielseitig ist wie er, der „schillert“ halt! Ich denke, diese Formulierung ist nicht bös‘ gemeint, und ich kann mir nicht vorstellen, dass er etwas dagegen gehabt hätte!

  3. „Thomas Schneider war eine der schillerndsten Figuren in der Medienbranche“

    So eine dümmliche BU!
    Dr. Schneider war ein toller Kollege, ein umgänglicher Chef und ein prima Blattmacher. Fair und professionell. Und seine Vorlesungen als Priv.-Dozent an der Uni Münster legendär. Aber schillernd? Weit gefehlt.

    Norbert Kick, Hamburg

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