Anzeige

RBB Intendantenwahl: Vieles deutet auf eine Wahl von Patricia Schlesinger hin

RBB-Chefin Patricia Schlesinger sieht sich mit einer Verlegerklage konfrontiert
RBB-Chefin Patricia Schlesinger sieht sich mit einer Verlegerklage konfrontiert

Am morgigen Donnerstag tritt der Rundfunkrat des RBB zusammen, um einen neuen Intendanten oder eine neue Intendantin für die Zwei-Länder-Anstalt zu wählen. Zur Wahl für die Nachfolge von Dagmar Reim stehen Patricia Schlesinger vom NDR und Theo Koll vom ZDF. Nach MEEDIA-Infos deutet vieles auf eine Wahl von Patricia Schlesinger hin.

Anzeige
Anzeige

Dreizehn Jahre lang, seit der Gründung, hat Dagmar Reim, 64, den Rundfunk Berlin Brandenburg als Intendantin geführt. Im November vergangenes Jahr verkündete sie ihren vorzeitigen Rückzug aus privaten Gründen, wie auch schon die Intendanten Helmut Reitze (HR) und Monika Piel (WDR) vor ihr. Nun müssen die 29 Rundfunkräte des RBB über Dagmar Reims Nachfolge entscheiden.

Ursprünglich gab es drei Kandidaten, die in Frage kamen: ARD-Programmdirektor Volker Herres, The Koll, Leiter des ZDF-Studios in Paris, und Patricia Schlesinger, Leiterin Kultur und Dokumentation beim NDR-Fernsehen. Herres machte dann aber schon vor der Wahl einen Rückzieher. „Als RBB-Intendant in der Hauptstadtregion gefragt zu sein, habe ich als ehrenvoll empfunden. Meine jetzige Aufgabe, mit neun Landesrundfunkanstalten ein Qualitätsfernsehprogramm für ganz Deutschland zu machen, ist indes so spannend und herausfordernd, dass ich diese Arbeit gern mit großer Leidenschaft und mit Spaß fortsetzen will“, erklärte er.

Bleiben zwei Kandidaten. Wie aus dem Umfeld des RBB-Rundfunkrats zu hören ist, soll die Wahl auf Patricia Schlesinger zulaufen. Ihr wird die nötige Führungsstärke zugeschrieben, den nicht ganz einfachen RBB zu leiten. Theo Koll hat sich beim ZDF vor allem journalistisch verdient gemacht. Die meisten Zuschauer kennen ihn noch als Moderator der Sendung „Frontal 21“. 2010 zeigt er auch Management-Qualitäten, als er die Inlands- und die Auslandsredaktion des ZDF zur Hauptabteilung Politik und Zeitgeschehen zusammenführte. Trotzdem traut man Patricia Schlesinger im RBB-Rundfunkrat offenbar die Intendanz eher zu.

Anzeige

Rund 1.900 Festangestellte hat der RBB, verteilt auf die beiden Sender-Standorte Berlin und Potsdam. Zum Sender gehören sechs Radioprogramme und der RBB steuert für das Erste u.a. den Berlin-„Tatort“, den „Satiregipfel“ mit Dieter Nuhr und „Kontraste“ bei. Das Dritte Programm des RBB findet sich allerdings mit sechs Prozent Marktanteil unter den Dritten TV-Programmen der ARD auf dem letzten Platz in der Zuschauergunst wieder. Für den Neuen oder – wahrscheinlich – die Neue wäre dies sicherlich eine wichtige Baustelle.

(red)

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Für mich persönlich ist es vollkommen egal, ob an meinem Müllschlucker ab und zu mal der Einschaltknopf ausgewechselt wird, denn die Maschine selber produziert doch so oder so weiter dasselbe wie vorher auch.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*