Großes Chat-Update: Snapchat wird noch mehr zum Messenger – und Facebook-Herausforderer

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Hat gut lachen: Snapchat-CEO und -Gründer Evan Spiegel

Tech Snapchat drückt weiter aufs Tempo. Wenige Tage nach der Übernahme des beliebten Comic-Bilder-App-Anbieters Bitstrips hat das boomende US-Start-up weitreichende Änderungen in seiner Chat-App vorgestellt. So bekommen Snapchat-Nutzer künftig neue Kommunikationsmöglichkeiten, um miteinander in Kontakt zu treten: Snapchatter können einander nicht nur direkt anrufen, sondern auch kurze Video-Botschaften, Fotos und Sticker schicken. In anderen Worten: Snapchat wird noch mehr zum Messenger – und damit zum großen Facebook-Rivalen.

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Der Infight der beliebtesten Social Media-Apps wird immer intensiver. Facebook arbeitet gerade an der Monetarisierung seines Messengers, der es inzwischen auf über 800 Millionen Nutzer bringt und übernahm nebenbei die Masken-App MSQRD, um Snapchat in Schach zum halten.

Die Tochter Instagram krempelt ihren Newsfeed algorithmisch um – und ermöglicht künftig 60 Sekunden lange Multi-Clip-Videos, die wiederum an Schnipsel-Videos von Snapchat erinnern.

Und was macht der hoch gehypte alte Social Media-Dienst mit den Gespenster-Logo? Was Facebook und Instagram zuletzt gemacht haben: Zukaufen und beliebte Funktionen von der Konkurrenz kopieren.

Snapchat kauft Bitstrips für 100 Millionen Dollar

Für 100 Millionen sicherte sich das immer noch keine fünf Jahre alte US-Startup am Wochenende den kanadischen App-Anbieter Bitstrips, der mit seinen personalisierten Comic-Bildern berühmt geworden ist und inzwischen mit der Emoji-App Bitmoji Geld verdient.

Weitaus bedeutender als die Möglichkeit, den Nutzern neue Emojis zu spendieren, ist das große Update auf Chat 2.0, das Snapchat gestern Abend vorstellte.

So bekommen Nutzer der iOS-App im Chat-Menü nun weitaus größere Kommunikationsmöglichkeiten: Snapchatter können einander künftig nicht nur direkt anrufen, sondern auch kurze Video-Botschaften, Fotos und Sticker schicken.

Snapchat wird noch mehr zum Messenger

In anderen Worten: Snapchat transformiert sich zum Messenger – und damit zum immer größeren Facebook- und WhatsApp-Rivalen. Nach den Werbeerlösen, die in diesem Jahr um den Faktor sechs oder sieben explodieren sollen, erinnert das von Evan Spiegel geführte Start-up tatsächlich immer mehr an das inzwischen mit Abstand weltgrößte Social Network in jungen Jahren.

Auf Twitter feierten Snapchat-Nutzer das Chat-Update bereits in der ganz eigenen, Snapchat-typischen Bildsprache…

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