Großes Interesse an Berichterstattung aus Brüssel, „Brennpunkt“ Nummer 1 bei Alt und Jung

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Der "Brennpunkt: Terror in Brüssel"

Fernsehen Die Terroranschläge in Brüssel haben natürlich das Geschehen im Fernsehen dominiert. Das Informationsinteresse der Deutschen war groß, zahlreiche Sondersendungen haben es befriedigt. Der "Brennpunkt" um 20.15 Uhr war mit 6,65 Mio. Zuschauern das populärste Programm des Dienstags, er gewann auch bei den 14- bis 49-Jährigen. Starke Zahlen erreichten auch das "ZDF spezial" und die Info-Sender.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. Großes Interesse an Brüssel-Specials und Nachrichten

6,65 Mio. Leute schalteten also um 20.15 Uhr den „Brennpunkt: Terror in Brüssel“ ein. Der Marktanteil lag in der halben Stunde bei 20,1%. Auch das „ZDF spezial“ um 19.25 Uhr wurde oft eingeschaltet: von 5,09 Mio. Leuten (18,7%). Die 20-Uhr-„Tagesschau“ schalteten im Ersten 5,70 Mio. Menschen ein, insgesamt, also inklusive der Ausstrahlungen bei WDR, NDR, SWR, rbb, 3sat und Phoenix kam sie auf 9,86 Mio. Seher. Über der 5-Mio.-Marke landete auch die 19-Uhr-„heute“-Sendung mit 5,10 Mio. und 20,3%, „RTL aktuell“ sahen 3,72 Mio. (15,9%).

2. Infosender verzeichnen deutlich überdurchschnittliche Zahlen

Nicht nur die Specials und Nachrichtensendungen der großen Sender, auch die Live-Berichte bei n-tv, N24 und Phoenix erreichten am Dienstag mehr Zuschauer als normalerweise. So sahen n-tv ab 8.30 Uhr, als die Berichte über die Explosionen am Brüsseler Flughafen bekannt wurden, 160.000 Leute n-tv, um 8 Uhr waren es noch 50.000. In der Stunde ab 11 Uhr waren dann 300.000 dabei – ein Marktanteil von 4,1%. Ähnlich sah es bei N24 aus. Dort kletterte der Marktanteil schon ab 9 Uhr auf 4,1%, bis in den Nachmittag hinein blieb er durchgängig bei über 2%. Phoenix erreichte in der Spitze – um 11.15 Uhr 3,3%. Zum Vergleich: Normal waren für die drei Sender in den jüngsten 12 Monaten jeweils 1,1%.

3. ARD-Serien führen das Feld der Nicht-Info-Programme an

Abseits der Berichte aus Brüssel stießen die beiden ARD-Hitserien „Um Himmels Willen“ und „In aller Freundschaft“ auf das größte Interesse des TV-Publikums. 6,18 Mio. sahen die Nonnen nach dem „Brennpunkt“ ab 20.45 Uhr, 5,99 Mio. danach „In aller Freundschaft“. Die Marktanteile lagen bei eindrucksvollen 18,7% und 19,5%. Im ZDF kamen „Die Rosenheim-Cops“ zwischen den „ZDF spezials“ um 19.45 Uhr auf 4,91 Mio. und 15,4%, die Doku „Wir Nachkriegskinder“ sahen ab 21 Uhr 3,05 Mio. (9,2%). Sie blieb damit immer noch vor allen Prime-Time-Programmen der Privaten: „CSI: Vegas“ und „CSI: Cyber“ führen das Feld hier mit 2,95 Mio. und 2,92 Mio. an.

4. „Brennpunkt“ auch im jungen Publikum vorn, RTL, ProSieben und Sat.1 in der Prime Time blass

Nicht nur im Gesamtpublikum, auch bei den 14- bis 49-Jährigen war der „Brennpunkt“ das meistgesehene TV-Programm des Tages. 1,70 Mio. entsprachen ab 20.15 Uhr 15,6%. Platz 2 geht an die „Tagesschau“, die im Ersten 1,46 Mio. (14,8%) einschalteten. Das Feld der Privatsender führt in der Prime Time RTL an: „CSI: Vegas“ und „CSI: Cyber“ erreichten mit 1,28 Mio. und 1,32 Mio. jungen Zuschauern aber nur 11,6% und 11,7%. Blasse Zahlen gab es auch für ProSieben – 10,2% und 10,6% für „Die Simpsons“, 10,5% und 10,0% für „2 Broke Girls“, 11,5% für „Supergirl“ – sowie Sat.1 – 10,0% für „Männerherzen“. Freuen kann sich ProSieben über die Staffel-Premiere von „The Flash“: 930.000 14- bis 49-Jährige entsprachen um 23.05 Uhr 15,2%.

5. „Ewige Helden“ geht im Mittelmaß zu Ende, RTL II punktet mit „Hellboy“

Etwas unter den aktuellen Ereignissen gelitten hat offenbar das Finale der Vox-Reihe „Ewige Helden“. 690.000 14- bis 49-Jährige reichten nur für 6,2%. Deutlich besser lief es für „Hellboy – Die goldene Armee“ auf RTL II: Mit 830.000 jungen Zuschauern erzielte der Film diesmal tolle 7,6%. Ebenfalls nur im Mittelmaß landete kabel eins mit „Rosins Restaurants“: 560.000 14- bis 49-Jährige entsprachen 5,1%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Eine Sache verwundert bei all den Sondersendungen: es wirrd nie die Frage nach den Ursachen des Terrors und sinnvollen Konsequenzen daraus gestellt. Waum wird nicht thematisiert, dass vor allem die USA den Nahen Osten aus geostrategischen Gründen (siehe Lybien, Irak, Afghanistan und aktuell Syrien) völlig destabilisiert und die besagten Länder ohne weitere Strategie in der Hinterhand zu haben, zusammengebombt haben? Gerade Lybien, wo gerade aufgrrund der westlichen Hilfe der IS toben darf, erweist sich als Einfallstor für islamistische Terroristen (Gaddhafi hat diese übrigens vor seiner Hinrichtung vorhergesagt. Und: wie soll es weiter gehen mit einer Politik der Offenen Grenzen? Ist es zu verantworten, dass weiterhin Millionen von Muslimen aus den Bürgerkriegsgebieten zumeist unkontrolliert nach Europa (dank unserer Kanzlerin vorr allem nach Deutschland) einreisen können? Diese Aspekte werden bewusst von den Maintream-Medien nicht angesprochen. Man müsste sich dann ja krritisch mit den Mächtigen auseinandersetzen, das ist dann doch zu viel verlangt von unseren Staatssendern.

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