Guter „Ku’damm 56“-Start drückt „Tatort“ auf 11-Wochen-Tief, tolle Zahlen für das Dschungel-„Dinner“

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ZDF-Dreiteiler "Ku'damm 56"

Gegen den "Tatort" hatte der Auftakt des ZDF-Dreiteilers "Ku'damm 56" zwar keine Chance, doch mit 5,57 Mio. Zuschauern und 15,3% gab es gute Premierenzahlen. Und: Der "Tatort" rutschte im Gegenprogramm mit 8,55 Mio. auf seine geringste Zuschauerzahl seit Anfang Januar. In der jungen Zielgruppe gabe s noch gute Zahlen für RTL - und "Das perfekte Promi Dinner - Dschungel Spezial" bei Vox.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. „Ku’damm 56“ drückt „Tatort“ auf 11-Wochen-Tief, Begleit-Doku im Anschluss ebenfalls erfolgreich

Mit 15,3% erreichte das ZDF mit der „Ku’damm 56“-Premiere den drittstärksten Sonntagabend-Marktanteil des bisherigen Jahres. Besser lief es nur am 3. Januar mit dem „Bergdoktor“ (18,3%) und vor einer Woche mit „Inga Lindström“ (15,7%). Die 5,57 Mio. Zuschauer reichten in den Tages-Charts für Platz 3 – hinter dem „Tatort“ (8,55 Mio. / 23,5%) und der 20-Uhr-„Tagesschau“, die im Ersten 7,36 Mio. (21,8%) sahen. Der „Tatort“ fiel damit auf die schwächsten Zahlen seit dem 3. Januar, als „Der Bergdoktor“ den Til-Schweiger-„Tatort“ auf 7,78 Mio. und 20,1% gedrückt hatte. Für Ermittler Falke lief es zuletzt allerdings noch schlechter: Im Oktober sahen seinen Fall „Verbrannt“ nur 7,20 Mio. (19,7%). „Ku’damm 56“ war im Übrigen auch um 21.45 Uhr erfolgreich: Die Begleit-Doku sahen noch 4,65 Mio. Leute – 15,6%.

2. RTL punktet mit der „Monster Uni“, „Ku’damm 56“ im jungen Publikum nicht so stark

Auch im jungen Publikum gewann der „Tatort“ den Tag: Mit 2,83 Mio. 14- bis 49-Jährigen erreichte er auch nur die drittschwächste Zuschauerzahl des bisherigen Jahres. Platz 2 geht hier nicht an den ZDF-Film „Ku’damm 56“, sondern an RTLs Free-TV-Premiere „Die Monster Uni“: 1,95 Mio. junge Menschen bescherten dem Film 15,2%. Zudem durften 260.000 Kinder (3-13) wach bleiben – 34,0%. „Ku’damm 56“ erreichte bei den 14- bis 49-Jährigen hingegen nur 1,05 Mio. Seher und 7,9% – ein ordentlicher, aber wenig sensationeller Wert.

3. „Perfektes Promi Dinner“ erreicht mit „Dschungel-Spezial“ 9,3%

Zu den Gewinnern des Abends gehört auch Vox: Die „Dschungel“-Ausgabe des „perfekten Promi Dinners“ erreichte mit Jürgen Milski, Ricky Harris, Sophia Wollersheim und Thorsten Legat“ 1,11 Mio. 14- bis 49-Jährige und starke 9,3%. Damit landete die Reihe auch vor „Ku’damm 56“, aber hinter ARD, RTL, Sat.1 und ProSieben. Sat.1 erreichte mit „Navy CIS“, „Navy CIS: New Orleans“ und „Navy CIS: L.A.“ sehr starbile 10,9%, 10,5% und 11,0%, ProSieben mit „Total Recall“ mittelmäßige 10,9%.

4. „Galileo Spezial“ gewinnt den Vorabend-Kampf gegen „Herz zu verschenken“ und „Das große Promibacken“

Am Vorabend hieß der Marktführer in der jungen Zielgruppe ProSieben: 1,31 Mio. 14- bis 49-Jährige entschieden sich für das „Galileo Spezial“ zum „Tattookult weltweit“ – ein guter Marktanteil von 13,3%. RTL landete mit „Herz zu verschenken – Eine Chance für die Liebe“ knapp dahinter – bei 1,29 Mio. jungen Zuschauern und 13,1%. Kein Erfolg war „Das große Promibacken – Osterspezial“ bei Sat.1: Nur 690.000 14- bis 49-Jährige sahen zu – blasse 8,3%. Davor landete noch Vox mit seinem Hit „Hot oder Schrott“, der diesmal mit 930.000 bei 9,4% landete.

5. KiKA stark mit „Maus“ und Märchen

Das stärkste Programm der kleineren Sender war am Sonntag „NDR regional“: 1,44 Mio. (4,7%) sahen ab 19.30 Uhr im NDR Fernsehen zu. Grandiose Zahlen gab es aber schon in der Mittagszeit beim KiKA: Jeweils 1,32 Mio. sahen um 11.30 Uhr „Die Sendung mit der Maus“ und das 12-Uhr-Märchen „Die sechs Schwäne“. Die Marktanteile lagen bei 9,2% und 8,7%. In der Prime Time hatte abseits der großen Sender das WDR Fernsehen die Nase vorn: mit „Wunderschön“ und 1,18 Mio. Zuschauern, bzw. 3,2%. Die Pay-TV-Wertung gewann am Sonntag die Bundesliga-Partie zwischen Augsburg und Dortmund – mit 740.000 Fans und 3,2%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Vielleicht noch die Kosten vergleichen… mit den normalen Herzkinofilmen am Sonntag? Dann schaut diese Quote um sehr „Vieles“ schwieriger aus als die Jubelmeldungen. Sand in die Augen gestreut wird auch durch die Eingrenzung des „Erfolgs“ auf das Jahr 2016. Die Saison von Tatort und Herzkino im direkten Gegeneinander beginnt ca. im September und endet etwa im Mai. Dann beginnt die traurige und lange Wiederholungs-Zeit – wobei Ausnahmen die Regel bestätigen. Wenn man also den Erfolg von „Ku’Damm 56′ seriös vergleicht in der Branche, könnte man das auch richtig tun. Etwas anderes ist es, wenn das ZDF selbst eine Jubelmeldung herausgibt an die gesamten Publikumsmedien. Dass diese Medien das dann auch so abschreiben, kann man kritisieren oder ignorieren. Bei Fachpresse wissen viele hunderttausende oder mehr Branchen-Insider Bescheid… und lächeln sich eins (oder sind traurig). Abgesehen davon ist es natürlich trotzdem „legitim“, nur zweieinhalb Monate miteinander zu vergleichen…aber das Lächeln bleibt und der folgende Satz auch: „Nachtigall, ick hör Dir trapsen“.

    1. Was wollen Sie, Herr Anonymus, mir damit jetzt sagen? Dass das ZDF mich gekauft hätte? Erbärmlich, wenn Sie so über Journalisten denken. Zumal der Vergleich der gesamten bisherigen TV-Saison nicht anders ausfällt: Statt zwei besseren Marktanteilen seit Januar gibt es seit September 2015 vier bessere. Vier in sechseinhalb Monaten ist für „Ku’damm 56“ doch sogar eine noch bessere Bilanz als zwei in zweieinhalb Monaten… Und der „Tatort“? Hatte seit Januar einen schwächeren Marktanteil als jetzt – und seit September drei. Kein Unterschied in der Analyse also. Schauen Sie doch bitte erstmal in die Zahlen, bevor Sie solche Vorwürfe erheben…

  2. Nein Herr Schröder, ich glaube nicht, dass das ZDF Sie gekauft hat. Dann hätte ich mich von Ihrem Meedia-Newsletter längst verabschiedet. Im übrigen bin ich „Herr Anonymous“ wie viele in der Branche, die das ÖR System (Monopol-Macht oder Oligopol, was wohl richtiger ist) dort kritisieren, wo diese Marktmacht dringend unter mehr Kontrolle jenseits der KEF (die nur Sender-Gelder, nicht Töchter-Gelder prüft) gebracht werden muss. Und zwar so, dass Kritik bei den Aufsichtsgremien möglich ist und dass interne wie externe Informanten geschützt werden. Bisher werden Kritiker jeder Couleur kaltgestellt, riskieren ihre Existenz. Das muss sich unbedingt ändern und daran zu arbeiten ist wichtig. Was macht Sie so dünnhäutig?? Und giftig? Wenn ich mir die Herzkino-Quoten anschaue, waren beim Marktanteil und bei den Zuschauerzahlen jeweils acht Filme besser als der Ku’damm. Ich habe in meinem Kommentar aber auch klar gesagt, Sie können natürlich auch nur 2016 miteinander vergleichen. Die selbstständigen Produzenten und alle Gewerke eines Filmes tun das nicht, denn ihr Wohl und Wehe liegt generell nur an den Quoten, während Sender-Mitarbeiter auch bei noch-so-vielen-Flops nichts zu befürchten haben. Die Betonung liegt bei NICHTS.

    1. Marktanteile Sonntag, 20.15 Uhr, ZDF:
      06.09.15: 14,0
      13.09.15: 12,1
      20.09.15: 11,8
      27.09.15: 14,8
      04.10.15: 17,2
      11.10.15: 10,3
      18.10.15: 11,7
      25.10.15: 13,4
      01.11.15: 12,9
      08.11.15: 11,0
      15.11.15: 13.2
      22.11.15: 14,5
      29.11.15: 17,0
      06.12.15: 11,6
      13.12.15: 14,1
      20.12.15: 13,2
      27.12.15: 14,8
      03.01.16: 18,3
      10.01.16: 15,3
      17.01.16: 14,7
      24.01.16: 12,0
      31.01.16: 12,3
      07.02.16: 12,7
      14.02.16: 14,9
      21.02.16: 14.5
      28.02.16: 14,1
      06.03.16: 12,2
      13.03.16: 15,7
      20.03.16: 15,3

  3. Der immer weitere Niedergang des Quotenflaggschiffes Tatort wundert mich längst nicht mehr. Früher habe ich so gut wie keinen verpasst, heute schalte ich schon gar nicht mehr ein, wenn die längst überdrüssig gewordenen „Kommissare“ politisch korrekte Thematik auswalzen und somit Sonntagabend den ÖR- Erziehungsauftrag in Michels Wohnstuben transportieren.
    Es ödet einen nur noch an.

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