Bauers Lecker-Strategie: mit Relaunch und neuer Community zum viralen Food-Portal

Zu Ostern zieht Lecker.de neue Seiten auf
Zu Ostern zieht Lecker.de neue Seiten auf

Publishing Die Bauer Media Group hat den Online-Auftritt ihrer Food-Marke Lecker einem gründlichen Relaunch unterzogen und baut die Angebote rund um das Rezepte-Sortiment aus. Eine auf der eigenen Seite eingebundene Community soll zukünftig für mehr Input sorgen. Darüber hinaus können Nutzer ihre Lieblingsrezepte abspeichern und virtuelle Kochbücher erstellen. Die gleiche Funktion sollen auch Werbekunden nutzen können.

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Der Aufbau der eigenen Community ist die weitreichendste Veränderung des Food-Portals. Strategie dahinter dürfte sein, dass das Portal den Social Buzz, den es beispielsweise bei Facebook erzeugt, auf die eigene Site holen will. Die Facebook-Präsenz von Lecker zählt 530.000 Fans, bei Pinterest folgen dem Portal mehr als 400.000 Follower. „Wir stellen fest, dass die User die Rezepte bei Lecker.de sehr oft sharen“, erklärt Redaktionsleiterin Annalena Bull. Abgesehen von neuen Social-Buttons sollen die Nutzer zukünftig auch ihre eigenen Gerichte bei Lecker.de präsentieren und Rezepte in virtuellen Kochbüchern abspeichern können.

Die eigene Community bringt auch redaktionelle Synergie-Effekte mit sich, erklärt Inga Leister, Digital Business Director: „Die neue Food-Community steht als Stand-Alone-Feature, als Service-Angebot für unsere Nutzer zur Verfügung. Es wäre aber verschenktes Potenzial, wenn wir tolle Rezepte nicht redaktionell nutzen würden.“

Lecker.de erweitert nicht nur sein Angebot für die Nutzer, sondern hat mit dem Relaunch auch neue Vermarktungsmöglichkeiten im Portfolio. „Wir können Kunden jetzt sehr nativ einbinden, indem sie eigene Kochbücher zusammenstellen und unseren Nutzern präsentieren“, so Leister weiter.

Werbepartner der neuen Funktion vorweisen kann Bauer Media zum Start der neuen Lecker-Seite noch nicht, allerdings stehe man kurz vor Abschlüssen, heißt es. Auch Zielvorgaben für die eigene Community nennen Leister und Bull nicht. Vielleicht, um mögliche Vergleiche mit Gruner + Jahrs Küchenportal Chefkoch.de zu umgehen, dessen Community eigenen Angaben 2,3 Millionen angemeldete Mitglieder zählt.

Antreten will Lecker.de dagegen mit dem bislang bewährten Markenkern der Food-Marke. Die Redaktion verweist darauf, die redaktionell vorgestellten Rezepte vor Veröffentlichung drei Mal in“der größten Versuchsküche Europas“ u.a. von Profi-Köchen testen zu lassen. Hinzu komme eine aufwändige Fotogestaltung, die auch auf dem neuen Portal zum Tragen kommen soll. „Essen ist eine sehr emotionale Angelegenheit und durch die Qualität unserer Food-Fotos können wir diese Emotionen sehr gut bedienen“, erklärt Leister.

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Alle Kommentare

  1. Hoffentlich wurden auch die nervigen, riesengroßen Werbebanner beim Relaunch eleminiert. Werbung ist ja ok. Es muss sich ja alles finanzieren, aber diese Art hat selbst den größten Lecker-Fan in die Ferne gejagt.

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