Regelung für Online-Medien: Presserats-Rügen sollen künftig 30 Tage lang im Netz stehen

Der Presserat kontrolliert die Medien unter ethischen Gesichtspunkten
Der Presserat kontrolliert die Medien unter ethischen Gesichtspunkten

Publishing Medien, die gegen den Pressekodex verstoßen haben, sollen Leser künftig 30 Tage lang im Netz über eine Rüge informieren. Die Sanktion solle sichtbar sein, sobald Nutzer den Beitrag online anschauten, teilte der Deutsche Presserat am Freitag in Berlin mit. Für die bereits vorher geltende Regelung, Rügen im Netz zu publizieren, gab es bislang noch kein konkretes Muster.

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Mit der neuen Beschwerdeordnung (§ 15 Absatz 2) reagierte die Selbstkontrolle der Printmedien nach eigenen Angaben auf den online-spezifischen Wandel.

Bei ethisch problematischer Berichterstattung will der Presserat künftig anders verfahren: Bringt eine Redaktion den Beitrag unverzüglich von sich aus in Ordnung, könne sich das „strafmildernd“ auswirken, wie eine Sprecherin sagte. Die öffentliche Rüge gilt als die schärfste Sanktion, die ausgesprochen werden kann. Seit Beginn des Jahren waren es elf, davon richteten sich den Kontrolleuren zufolge sieben gegen Online-Medien.

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Alle Kommentare

  1. Diese Regelung ist ziemlich lächerlich. Ein Rügeverfahren vor dem Presserat dauert häufig mehrere Monate. Wenn dann z.T. ein halbes Jahr nach Erscheinen eine Rüge beim Artikel veröffentlicht wird: Was bringt das? Da ist es völlig irrelevant, ob die Rüge veröffentlicht wird oder nicht, weil sich da eh kaum noch einer auf den Artikel verirrt. Wenn es Wirkung zeigen soll, müsste die Rüge für einige Tage auf der Homepage angezeigt werden.

  2. Presseratsrügen haben keinerlei Relevanz. Sie sind weder verpflichtend noch bindend. Man kann sie veröffentlichen, man muss es aber nicht und es gibt auch keinerlei rechtliche Konsequenzen.
    Insofern: Absolut unwichtig
    Presserat = absolut unnötige und überflüssige Einrichtung

  3. geil. das unangepassteste Format mit den meisten rügis gewinnt im einparteienstaat. dann man los. möge der unbequemste gewinnen.
    das wird besser als smilies drücken.

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