Anzeige

„Der Flow-Blick auf die Welt des Kochens“: der achtsame Küchenführer von Gruner + Jahr

Flow-Chefredakteurin Sinja Schütte und das neue Kochbuch
Flow-Chefredakteurin Sinja Schütte und das neue Kochbuch

Flow, das G+J-Magazin für Achtsamkeit, Inspiration und Zeitgeist, bringt in diesem Jahr erstmalig ein Kochbuch auf den Markt: Auf 172 Seiten erwarten die Leser nicht nur Rezepte, sondern auch ausführliche Geschichten zum Thema Ernährung und zahlreiche Do it Yourself-Elemente. Im MEEDIA-Interview spricht Chefredakteurin Sinja Schütte über das Konzept des Kochbuches und die Zukunft von Flow.

Anzeige
Anzeige

MEEDIA: Frau Schütte, aus welcher Motivation heraus haben Sie das Flow Kochbuch gestartet?
Sinja Schütte
: In jeder Ausgabe von Flow gibt es bereits eine Foodstrecke. Uns fiel auf, dass unsere Leserinnen diese Rezepte nachkochen und Fotos davon auf Instagram posten. Und immer, wenn eine neue Flow erscheint, posten viele Leserinnen Fotos des Heftes – gerne auch mit ihren anderen Lieblingstiteln. Dies waren oft Food-Titel. Das brachte uns auf die Idee, das Thema Kochen, Essen und Genießen auf die Flow-typische Art in einem Spezial aufzubereiten: achtsam und spielerisch. Deshalb geht es in unserem ersten Food-Spezial, dem Flow Kochbuch – das übrigen zu 100 Prozent in der deutschen Redaktion konzipiert und produziert wurde – nicht nur um Rezepte. Viel mehr geht es um das Erlebnis des gemeinsamen Kochens und Genießens. Und wir erklären, warum uns das achtsame Kochen so entspannt. Warum wir es lieben, in Kochbüchern zu schmökern. Wir stellen Illustratoren vor, die Essen wundervoll illustrieren. Wir erzählen die Geschichte des Restaurant-Days, an dem in Helsinki viele Menschen in ihren Wohnungen ganz kreativ andere Menschen bewirten – eben ein Restaurant für einen Tag eröffnen. Natürlich haben wir auch viele Papiergeschenke dazu gepackt: Eis zum Selberbasteln, eine Donut-Wimpelkette, ein Rezept-Büchlein, in das man eigene Rezepte eintragen kann und Einladungskarten. Das alles ist eine einzigartige Mischung für ein Kochbuch – eben der Flow-Blick auf die Welt des Kochens.

text1

Wie kommt es, dass viele Leute in unserer heutigen Zeit so viel Spaß an – auf den ersten Blick vielleicht spießigen – Hobbys wie Kochen oder Basteln haben?
Je digitaler und abstrakter unsere Welt wird, desto stärker wird der Trend hin zum haptischen Erleben, da es ganz andere Glücks- und Erlebnismomente in uns wachruft. Es beruhigt die Menschen einfach, etwas in der Hand zu halten und sich die Zeit dafür zu nehmen, etwas zu erschaffen – und zwar nicht nur virtuell.

Also sind Sie davon überzeugt, dass Printprodukte genau dann überleben können, wenn sie ein Gegengewicht zur Schnelllebigkeit im Netz darstellen?
Absolut. Es ist ja nicht so, dass jemand nur Zeitschriften liest oder nur online Medien nutzt. Wir wählen die Medien, die unser jeweiliges Bedürfnis am besten erfüllen. Unsere Leserschaft liebt Papier und ist gleichzeitig extrem digital – eine Generation, die sich das Beste aus beiden Welten holt. Ich bin davon überzeugt, dass ein gut ausgestattetes, ein gut gemachtes Magazin Zukunft hat. Denn Flow bietet ein haptisches Erlebnis, liefert Denkanstöße und entschleunigt durch die besondere Erzählweise. Das wünschen sich offensichtlich viele Menschen: Wir haben gerade in unserer ersten IVW-Meldung Anfang dieses Jahres mit Flow 107.000 Exemplare gemeldet, von der Flow-Weihnachtsausgabe haben wir sogar 132.000 Exemplare verkauft, zum Preis von 6,95 Euro. Das bedeutet, es gibt viele Menschen, die bereit sind, einen nicht kleinen Betrag für ein Magazin wie Flow auszugeben, das ihnen ein besonderes Erlebnis verschafft.

text3

Wer war an der Entwicklung und Produktion des Buchs konkret beteiligt?
In diesem Fall gab es kein vergleichbares Spezial von Flow Holland. Das heißt, von der Idee über das konkrete Konzept bis zur Umsetzung wurde alles in der Hamburger Redaktion gemacht. Wir sind ein sehr kleines Team in Deutschland – aber alle haben sich wunderbar ergänzt. Eine Kollegin ist selbst Food-Bloggerin, unsere Grafische Leiterin hat nächtelang nach Food-Illustrationen gestöbert und sogar die Wimpelkette selbst gestaltet. Die Psychologie-Expertin im Team lieferte die Achtsamkeits-Perspektive des Kochens zu. Damit die 172 Seiten des FLOW Kochbuchs aber so opulent gefüllt werden konnten, waren noch viele internationale Illustratoren, Blogger und Kreative beteiligt.

Wie teuer ist das Kochbuch und in welcher Auflage wird es erscheinen?
Das Flow Kochbuch wird wie alle unsere Extras 12,95 Euro kosten und kommt mit einer Auflage von 60.000 auf den Markt.

Anzeige

Haben Sie Werbeanzeigen verkauft?
Nein, das Flow Kochbuch ist anzeigenfrei. Wir haben in keinem unserer Extras Anzeigen, nur im Hauptheft. Diese Speziale sind ja auch teurer als das Hauptheft und haben die Optik und Haptik eines Buches. Und Bücher beinhalten ja ebenfalls keine Werbung. Unsere Leserschaft mag genau diese Gratwanderung zwischen Magazin und Buch.

text4

Wie sieht die Digitalstrategie von Flow aus? Wie begleiten Sie Ihre Spezialausgaben online?
Online heißt für uns vor allem: soziale Medien. Da sind wir auf Facebook, Instagram und Pinterest sehr aktiv. Es gibt auch eine Website, dort sind die Inhalte allerdings eher kompakt gebündelt. Der Fokus, auch in der Kommunikation mit unseren Leserinnen, liegt im Social Web. Instagram und Pinterest behandeln wir dabei anders als Facebook. Bei Facebook steht viel mehr der Austausch mit der Community im Vordergrund, während es bei den anderen beiden primär um den schönen Bildmoment geht. Pinterest betreiben wir mit den französischen und niederländischen Ausgaben gemeinsam.

Wie viele Flow-Hefte sollen insgesamt im Jahr 2016 erscheinen – sowohl von der Hauptausgabe als auch von den Extras?
Es wird acht Haupthefte geben und vier Speziale. Bei den Extras werden wir neben dem Kochbuch wieder sowohl das Ferien- als auch das Achtsamkeitsbuch haben. Das vierte Extra, was wie das Kochbuch wieder komplett von uns in Deutschland produziert wird, erscheint dann Ende des Jahres. Lassen Sie sich überraschen.

Wie hat sich die Marke Flow bezüglich der verschiedenen Ausgaben entwickelt? Wie sind Sie gestartet und wo soll es noch hingehen?
Wir sind 2013 gestartet und wollten zunächst viermal im Jahr erscheinen. Wir haben dann allerdings aufgrund des großen Erfolges sehr schnell die Frequenz auf sechs Ausgaben in 2014 erhöht. Seit letztem Jahr erscheint Flow acht Mal im Jahr. Durch die Frequenzerhöhungen gab es keinen Rückgang der Auflage, was mich natürlich sehr freut. Ich bin überzeugt, dass wir hier noch nicht am Ende angekommen sind, was sich ja auch darin zeigt, dass wir 2016 von zwei auf vier Spezial-Ausgaben erhöht haben.

Ist es also Ihr Ziel, weiter nach vorne zu gehen in dieser Hinsicht? Soll es noch mehr Ausgaben geben?
Unsere Strategie ist, gesund und organisch zu wachsen. Acht Hefte plus vier Extras sind für dieses Jahr genau richtig. Aber wir haben natürlich noch viele Ideen – und viel Energie.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*