Jetzt war es ein Hackerangriff: Das Nicht-Erscheinen von Frauke Petry im „Morgenmagazin“ wird zur Posse

Das ZDF-Morgenmagazin wartet auf Petry
Das ZDF-Morgenmagazin wartet auf Petry

Fernsehen So langsam nimmt der Fall skurrile Formen an: Zwei Tage lang wartete Dunja Hayali im „Morgenmagazin“ des ZDF auf Frauke Petry als Studiogast. Einzig: die AfD-Chefin kam nicht. Am Montag erklärte das Zweite, sie habe den Besuch „vergessen“. Am Dienstag war dann von „terminlichen Gründen“ die Rede. Stimmt nur alles nicht, sagt jetzt die AfD. Der eigentliche Schuldige sei ein Hackerangriff. Dem widerspricht allerdings das ZDF.

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Gegenüber Spiegel Online erklärte der Parteisprecher Christian Lüth, dass die Server der AfD seit Samstag Opfer eines Hackerangriffs seien. Der Montagstermin sei schon länger telefonisch vereinbart gewesen. Da die AfD nicht auf ihre E-Mails habe zugreifen können, sei der Termin in der Pressestelle untergegangen und nicht an Frauke Petry weitergeleitet worden.

Weiter erklärte Lüth, dass er gegenüber dem ZDF bereits am Montagmorgen von der DDoS-Attacke berichtet habe. Dem widerspricht der Redaktionsleiter des ZDF, Thomas Fuhrmann. So sei Petry trotz klarer Verabredung am Montag nicht erschienen und in dem folgenden Telefonat sei niemals die Rede von einem Hackerangriff gewesen.

Die Dienstagseinladung habe Petry dann am Montag wegen „Terminschwierigkeiten“ ausgeschlagen. Damit hält sich der Redaktionsleiter an die offizielle Sender-Kommunikation, die auch über Twitter lief.

Der Druck zu einer weiteren Erklärung des Fernbleibens von Petry war am Dienstag noch einmal gestiegen, als in den sozialen Medien die Gerüchte lauter wurden, die AfD-Chefin würde vor einer Debatte mit Dunja Hayali zurückschrecken. Neben Anja Reschke vom NDR, gilt die ZDF-Journalisten als eine der profiliertesten Pegida-Kritikerinnen im deutschen Fernsehen.

Am Montag hatte die Politikerin mit ihrem etwas mysteriösen Fernbleiben noch für unterhaltsame Spekulationen im Social Web gesorgt. Schnell entbrannte unter dem ersten ZDF-Tweet, der ihr „Vergessen“ des Termins erklärte, eine hitzige Diskussion. Die einen ärgerten sich darüber, dass das „Morgenmagazin“ Petry noch einmal einladen will. Die anderen fanden das Verhalten der Politikerin respektlos. Eine dritte Gruppe meinte, dass es nur menschlich sei und halt mal passieren könne, während ein weiterer Deutungsversuch in die Richtung geht, dass die Wahlparty nach den Siegen in den drei Länderparlamenten etwas zu lang und heftig ausgefallen sei.

Pikant: Bereits vor rund zwei Wochen hatten Fuhrmann und sein Team die Politikerin in die Sendung Sendung eingeladen. Auch damals hatte Petry recht kurzfristig abgesagt – immerhin aber wenigstens am Vortag.

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Alle Kommentare

  1. Der Grundtenor der Medien lautet doch zur Zeit:
    Wie kann ich den AfD Leuten verbal ein Bein stellen oder sie auf ganz dünnes Eis leiten, um dann gewisse Sätze denen entlocken zu können, die ich dann medial ausschlachten kann.
    Bestes Beispiel war doch die mittlerweile Endlosdiskussion um den „Schießbefehl“.
    Frau Petry wurden Sätze unterstellt, die sie nie gesagt hat und es gipfelte darin, das sie den Schießbefehl gegen flüchtende Frauen und Kinder propagiert hätte.
    Beim MOMA hätte sie nichts anderes erwartet.
    Ein Mediengagschreiber hat ein Bild von Frau Petry bei facebook eingestellt, wo man unter ihren Rock gucken kann, die Kommentare unter dem Bild sexistisch ohne Ende, das sind also die lupenreinen Demokraten, so sieht also der faire Umgang mit anderen aus.
    Ich gehöre der Partei der Nichtwähler an und habe meine Gründe dafür, ja auch das gehört zu einer freien Wahl.
    Wenn ich in den Scriptmedien genau diese Fairneß angemahnt habe, wurden die Beiträge entfernt, ich wurde sogar beschuldigt, ich hätte die Leser beleidigt, als ich den Beweis dafür beim Administrator einforderte, entstand auf einmal eine langanhaltende Stille.
    Mein persönlicher Eindruck ist in Deutschland gilt die Demokratie genau so lange, wie sie mir und meiner Partei nützlich ist, geht mir ein Vorteil weg, sch… auf die Demokratie.

    1. Wenn Sie Nichtwähler sind, was interessiert Sie dann überhaupt die Politik. Glauben Sie, Sie folgen als Nichtwähler den „Richtigen Weg“, um unsere demokratische Werte-Gesellschaft zu unterstützen?
      Ich kann da nur mit meinem Kopf schütteln, wenn ich an den Inhalt Ihres Kommentars denke.

      1. In einer Demokratie ist es auch meine Sache, ob ich wähle oder nicht.
        Ich kann mich mit den Inhalten keiner Partei anfreunden, also wähle ich auch keine.
        Ich gehe ja auch in kein Lokal und bestelle das Essen, wo ich zuletzt von kotzen muß.

  2. Ich verstehe nicht, warum Frau Petry eine Einladung von Frau Hayali überhaupt annimmt. Sie dürfte doch aus gemachten Erfahrungen wissen, was da auf sie zukäme. Alles andere als eine neutrale, faire und unvoreingenommene Gesprächsführung. Warum sich also auf so etwas einlassen?

  3. Dann möge Frau Hayali sich auch mal mit den Vertretern der Golfstaaten anlegen, welche syrische Flüchtlinge ablehneb, weil sie angeblich nicht zu ihrer Kultur passen. Am besten noch mit dem Iran, welcher die Grenzen zu Syrien auch dicht gemacht hat! Und möge sie sich auch damit befassen, warm Flüchtlinge die Unterkünfte in Griechenland ablehnen. Weil sie die Registrierung verweigern nehmen sie lieber den Elendszustand ihrer Kinder auf, die sie auf Bahngleisen legen, sodass die Kinder Angst haben und nicht wissen wie ihnen geschieht! Auch wäre erwähnbar, dass man 1500 Personen in Rumänien angeboten hat in der Nähe der Hauptstadt sich nieder zu lassen, sie hätten Häuser mit Garten gekriegt, welche verlassen aber in sehr gutem Zustand gewesen wären. Und man hätte ihnen Betreuer angeboten, die ihnen beigebracht hätten sich selbst zu versorgen. Moschee hätten sie in Bukarest auch gehabt und das Land ist auf gutem Weg in Europa anzukommen, dank dem neuen Präsidenten. Kann man übrigens im Internet nachlesen und nicht in verschwörungstheoretischen Blättern, sondern in der neutralen Tagespresse!

    Langsam bin ich es Leid, wie immer auf Europa mit dem Finger gezeigt wird und das, obwohl Europa immer das Menschenmögliche getan hat was Leidende Menschen anbetrifft! Oder wie wäre es mit Russland?

  4. Ich würde an Petrys Stelle auch nicht zum Morgenmagazin gehen. Ob sie die Einladung tatsächlich angenommen hat, wage ich zu bezweifeln. Wahrscheinlich geht man beim ZDF davon aus, dass man von den Parteien erwartet, dass sie ihren Vorsitzenden zum ZDF schicken, wenn dieses pfeift. Ich würde anstelle von Petry dann nur sagen, dass ich einfach keine Lust habe, mich durch irgendwelche Unterstellungen ausschlachten zu lassen. Das nimmt ihr mit Sicherheit niemand übel, weil es mittlerweile wirklich jeder nachvollziehen kann. So, wie die Öffentlich-Rechtlichen in den letzten Jahren Bericht erstatten, ist das echt kein Wunder …

  5. Na, zumindest hat Frau Petry jetzt klar gemacht, wie man sich in einem von der AfD geplanten Staatssender zu verhalten hat. Nämlich gemein machend mit den Positionen der Regierenden. Wenn es mal soweit kommen sollte wird das ja eine fröhliche Journalistenrotation geben. Unprofessionell und ziemlich dünnhäutig die Gute……

    1. Dann schauen Sie sich doch mal die Personalia von ARD und ZDF an, wer da in den Aufsichtsgremien sitzt und die Richtung der Sender bestimmt, richtig, Politiker der etablierten Parteien.
      In Bremen werkeln SPD und Grüne gerade an einem neuen Gesetz, wie sie mit juristischen Spitzfindigkeiten und Winkelzügen der AfD den Zutritt zum Sender verwehren können, das nenne ich mal „gelebte Demokratie“.
      Ins MOMA zu Frau Hayali würde ich auch nicht gehen, Neutralität ist anders.

      1. Petry ist doch sonst immer so kühl und betont sachlich. Der Eiertanz (inkl. Hackerangriff!) war nur peinlich. Und dann die zweite Reihe schicken, die sich permanent selbst ins Knie schießt, ist auch kein toller Schachzug. Einer Kritikerin aus dem Weg gehen zeugt auch nicht von Mut und Argumentationsstärke.
        Was in Bremen passiert halte ich ebenfalls für ein Armutszeugnis.

  6. „Einer Kritikerin aus dem Weg gehen zeugt auch nicht von Mut und Argumentationsstärke.“

    Irrtum. Genau das hat Malu Dreyer in RLP gemacht als sie das Studiogespräch mit der AfD in der Elefantenrunde verweigerte – und war damit bei den Wahlen erfolglich. Kein Wähler hat ihr die mangelnde Diskussionsbereitschaft übel genommen.

    Nur gut, dass Frauke Petry diesem Beispiel folgt. Warum sollte sie Dunja Hayali einen zweiten Medienbambi für angebliche „Zivilcourage“ bzw. massives, undemokratisches AfD-Bashing schenken?

    1. Ach was. Jetzt soll Malu Dreyer für Petry als gutes Beispiel dienen? Für die Verweigerung zur Auseinandersetzung mit der AfD wurde Dreyer, gerade aus AfD-Kreisen, heftigst (auch zurecht) kritisiert. Wie es gerade passt….
      Bashing, bzw. in dem Fall Meinungsfreiheit (die auch Hayali für sich in Anspruch nehmen darf) ist übrigens nie undemokratisch. Womit wir wieder beim Staatsfernsehen wären…..

  7. Zu dieser vom Staatsfernsehen bezahlen linken Giftschlange Hayali würde ich auch nicht gehen seriöser Journalismus ist dort nicht zu erwarten,dort soll Frau Petry hingerichtet werden,wer Journalismus mit Linksgrüner Agitation verwechselt wie Frau Hayali entlarvt sich selbst wenn man solchen Organisationen angehört wie sie.

    1. Auseinandersetzung ist keine Hinrichtung. Haltung (auch wenn Sie Ihnen nicht passt) nicht verboten sondern, zumindest von mir, sogar gewünscht.
      Staatsfernsehen will die AfD. Da gäbe es dann vermutlich Berufsverbot für nicht wohlwollende Journalisten.

  8. Mein Gott, was sind denn hier für Memmen unterwegs. Entweder ich nehme eine Einladung zu einem Termin an oder eben nicht. Aber eine Einladung annehmen und dann fadenscheinige Gründe anzuführen warum man den Termin vergessen, sich nicht traut, sich es anders überlegt hat ist einfach unzuverlässig und zeugt von schlechtem Stil. Dabei ist das politische Lager komplett nebensächlich. Ich finde diesen ganzen Hickhack außerordentlich umprofessionell.

  9. Frauke Petry braucht vor niemanden Angst zu haben, aber sie muss sich nicht von so einer linken Demagogin vollabern lassen Hayali ist der Ausfluss der Meinungsdiktatur der Systemmedien Sie ist mehr eine Agitatorin ihrer Linken Ideologie als eine seriöse Journalistin Frauke Petry hat schon oft bewiesen das sie in Auseinandersetzungen mit kritschen Journalisten eine gut Figur macht,aber sie braucht sich nicht von einer Linken Staatsalimentenempfängerin anmachen lassen.

  10. wir sind selber Schuld.
    Nachdem ARD & ZDF mehrfach einen sachlich diskutierenden Bernd Lucke wie einen Idioten behandelt haben, kommen die wirklichen Idioten erst gar nicht mehr, um sich blosstellen zu lassen.

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