Maria Scharapowas Social Media-Strategie nach dem Doping-Geständnis

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Marketing Es sind die schwersten Augenblicke in der glanzvollen Karriere von Tennisstar Maria Scharapowa – die Tage nach dem Doping-Skandal. Das russische Werbewunder wählt dabei in den sozialen Medien einen ähnlich offensiven Weg wie bei ihrer Pressekonferenz – es muss schließlich immer weitergehen. Eine Besichtigung von Scharapowas Krisenkommunikation bei Facebook, Instagram und Twitter.

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Die Fallhöhe war turmhoch. Der Fall Scharapowa ist aus Marketing-Sicht der spannendste seit dem Doping-Geständnis von Lance Armstrong – Scharapowa ist schließlich eine Weltmarke des Sports, vergleichbar mit Roger Federer, Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, LeBron James, Floyd Mayweather oder Tiger Woods (vor seinem Sex-Skandal).

Entsprechend gefragt ist nun die Krisenkommunikatorin – in den sozialen Medien hört die Diskussion um Maria Scharapowa schließlich nicht auf. Was postet eine der besten Tennisspielerinnen der Welt nun, wenn ihr der eigentliche Inhalt ihres Arbeitsalltags genommen wird?

Die Antwort ist schnell gefunden: Scharapowa bleibt auch im dunkelsten Moment ihrer Karriere ein Vollprofi und postet einfach weiter, statt sich einzuigeln. Erster Beweis einen Tag nach der legendären Pressekonferenz, in der sie das Doping-Vergehen gestand – ein neuer Post auf Facebook, in dem sich Scharapowa für den Zuspruch ihrer Fans bedankt:

I woke up yesterday morning with an inbox, in full capacity of love and compassion. The first email I immediately…

Posted by Maria Sharapova on Wednesday, March 9, 2016

Während Scharapowa auf Twitter nur den Hinweis auf den offenen Brief an ihre Fans postet, geht es unterdessen auch bei Instagram weiter. Zu sehen ein Klassiker in der Krisenkommunikation – ein Spaziergang tut immer gut.

Morning hike in the nature

Ein von Maria Sharapova (@mariasharapova) gepostetes Foto am

Interessant dabei – die Trainingshose. Obwohl Hauptsponsor Nike binnen Stunden nach dem Doping-Geständnis die Zusammenarbeit auf Eis legte, bekundet Scharapowa symbolisch ihre Nähe zum weltgrößten Sportartikelkonzern – die Leggings sind erkennbar von Nike. Die Botschaft scheint klar: Die Russin möchte beweisen, wie verbunden sie sich Nike trotzdem fühlt.

Und wenn es sonst nichts Neues aus dem bekannten Alltag der ehemaligen Nummer eins zu posten gibt, weil Tennis auf absehbare Zeit keine Rolle mehr spielt? Blumen gehen immer!

Beautiful gift to start the weekend

Ein von Maria Sharapova (@mariasharapova) gepostetes Foto am

Doch am Ende wollen alle Tennisfans natürlich wissen, wie es weitergeht. Die 28-jährige Russin bedankt sich mit neusten Facebook-Posts erneut bei ihren Fans und erklärt sich zu einigen Vorwürfen, die in der Presse kursierten.

„In einem Zeitungsbericht stand, ich sei fünfmal vor dem beabsichtigten Bann meiner Medizin gewarnt worden“, schreibt Scharapowa, nur um den Kenntnisstand sofort zu dementieren. Sie habe den Hinweis auf die veränderte Bewertung des Medikaments Meldonium  in einer Email mit dem Betreff „Player News“ am 18. Dezember erhalten, die wiederum auf eine passwortgeschützte weitere Seite führte.

In anderen Worten: Die neue Einstufung von Meldonium seitens des Tennisverbands WTA als  Doping-Mittel sei nach Darstellung Scharapowas nicht wirklich transparent gewesen.

To My Fans:I want to reach out to you to share some information, discuss the latest news, and let you know that there…

Posted by Maria Sharapova on Friday, March 11, 2016

Fazit: Scharapowa dürfte in naher bis mittelfristiger Zukunft noch einigen Mitteilungsbedarf zum ungeklärten Dopingfall haben. Auch neue Posting-Motive scheinen der gefallenen Tennisikone bei Instagram unterdessen nicht so schnell auszugehen – am Sonntag war Scharapowa schon wieder auf dem Trainingsplatz zu sehen…

Sunday practice. No better workout than this.

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