SWMH: Sonntag aktuell heißt jetzt Wochenende und kommt samstags

SWMH-Geschäftsführer Richard Rebmann
SWMH-Geschäftsführer Richard Rebmann

Publishing 46 Zeitungen hatten sich im süddeutschen Raum zusammengeschlossen, um gemeinsam Sonntag aktuell zu verlegen und zu vertreiben. Seit langen kämpft das Projekt der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) jedoch ums Überleben. Jetzt haben die Gesellschafter entschieden: Ab April wird die Zeitung zur Samstagsbeilage, bekommt einen neuen Namen und eine aktuelle Digital-Ausgabe.

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Im schönsten PR-Deutsch heißt es dazu nun in einer Mitteilung der Stuttgarter Zeitung, dass die Umstellung der Erscheinungsweise nötig sei, „um Qualität und Umfang der Berichterstattung am Wochenende zu halten und auszubauen“.

Konkret bedeutet das, dass ab April die Samstagsausgaben bereits mit der Beilage kommen. In ihr sollen sich dann die meisten der bekannten Sonntag aktuell-Inhalte, wie den Reiseteil, wiederfinden. Außerdem soll eine digitale Ausgabe für Computer, Tablet oder Handy ab Sonntagmorgen abrufbar sein. Diese will wiederum mit einem aktuellen Sportteil punkten.

Die Probleme des Sonntagsprojektes wurden in den vergangenen Monaten auch dadurch verstärkt, dass „wichtige Partnerverlage aufgrund wirtschaftlicher Gründe, wie der immer schwierigeren Zustellersuche am Sonntag und den gestiegenen Kosten in Wochenend-Herstellung und –Zustellung“ ihren Bezug der Sonntagszeitung gekündigt hätten.

Gesellschafter der Sonntag Aktuell GmbH sind unter anderem die Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten, Reutlinger General-Anzeiger oder auch der Zeitungsverlag Waiblingen. Bislang kam die Zeitung auf eine verkaufte Auflage von ca. 765.000 Exemplaren.

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Alle Kommentare

  1. Leider wird dadurch das Preis-/Leistungsverhalten bei den Zeitungen wieder einmal verschlechtert!
    Früher hatte man als Zeitungs-Abo-Kunde die Möglichkeit, im Zeitungsarchiv sich Ausgaben im PDF-Format herunterzuladen.
    Durch die Einführung von ePaper kamen Extra-Kosten hinzu.
    Da diese Variante wohl nicht so richtig erfolgreich ist, wird wohl immer mehr in Richtung ePaper verschoben. So auch jetzt die Sonntag Aktuell, die Bestandteil des Abo’s war!
    Statt die gesparten Kosten den Abo-Kunden zu Gute kommen zu lassen, will man diesen noch mehr Geld abverlangen.

    Karl-Heinz Nickel

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