Kein Zutritt für Werbemuffel: Die New York Times sperrt Adblocker-Nutzer aus

Die New York Times sperrt Adblocker aus
Die New York Times sperrt Adblocker aus

Publishing Die us-amerikanische Tageszeitung New York Times (NYT) geht energisch gegen Werbemuffel vor und blockiert ab sofort auf ihrer Webseite die Nutzer von Abdlockern. Anstelle der NYT-Texte bekommen diese lediglich einen Banner mit der Aufschrift "Die besten Dinge im Leben sind nicht kostenlos" zu sehen. In Deutschland hat Ende des vergangenen Jahres bereits Bild Adblock-Nutzer von ihrer Seiten verbannt.

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Mehreren Medienberichten zufolge will die NYT „verschiedene Ansätze“ im Kampf gegen die aufsteigende Macht von Adblocker-Technologien ausprobieren. So wird seit dem gestrigen Montag jeder, der einen Adblocker nutzt, von der Seite der Tageszeitung ausgesperrt. Um die Inhalte weiterhin sehen zu können, müssen sie entweder ein Abo abschließen oder die New York Times mithilfe des sogenannten Whitelistings von der Werbeblockade befreien.

Screenshot New York Times

Screenshot New York Times

„Wir wollen unsere Nutzer über den Schaden aufklären, den Adblocker anrichten können und sie gleichzeitig ermutigen, das Whitlisting von nytimes.com zu unterstützen“, erklärt eine Sprecherin der Tageszeitung. „Adblocker sind nicht im Konsumenteninteresse. Qualitätsjournalismus ist teuer und digitale Werbung ist sowohl für die New York Times als auch für andere hochqualitative Nachrichtenseiten ein Weg, diesen zu finanzieren.“

Die NYT folgt damit dem Beispiel der Washington Post, die Adblock-Nutzer bereits im vergangenen September ausgesperrt hatte. Zugriff gewährte Seite nur, wenn Leser die Software deaktivierten oder einen speziellen Newsletter abonnierten.

In Deutschland sperrt unter anderem Bild seit Oktober 2015 Leser aus, die einen Adblocker benutzen. Auch hier müssen die Werbemuffel entweder ihren Blocker ausstellen, Bild.de whitelisten oder ein neues, spezielles Abo für 2,99 Euro abschließen.

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Alle Kommentare

  1. Mein Adblocker funzt dort noch immer.
    Mal schauen wann Bild zurückrudert.
    Man munkelt die Werbeeinnahmen brechen rapide weg.
    Aber vielleicht kann Genosse Maas ja ein Verbot von Adblockern gesetzlich statuieren. Im Sozialismus ist ja alles möglich.

  2. Ich empfinde die Nutzung von Adblockern als Respektlosigkeit gegenüber dem Content-Anbieter. Ein Angebot, das es wert ist genutzt zu werden, ist es auch wert bezahlt zu werden – im Internet halt durch Werbung (deren Vergütung übrigens massiv geschrumpft ist).

    1. Nein, die Werbung ist eine Respektlosigkeit gegenüber dem Leser.

      Wenn man bezahlt werden möchte bietet man halt die Artikel zum Kauf an, man kann das auch beliebig staffeln.

      Den Leser bezahlen lassen und dann noch Werbung ist übrigens noch respektloser.

      Die eigens geschaffene Werbe-Infrastruktur zur Auslieferung für Viren, Würmer und Ransomware freizugeben ist dann noch der Gipfel der Dreistigkeit und macht die Verlage/“Content“ Anbieter zum Täter (hier in D gibt es ja die schöne „Störerhaftung“, sollte man mal anwenden…). Mit solchen Verlagen habe ich Null Mitleid, die sollen – nein müssten untergehen wenn es Gerecht zu gehen würde.

      http://www.theguardian.com/technology/2016/mar/16/major-sites-new-york-times-bbc-ransomware-malvertising

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