Überraschung bei Wahl der Mitarbeiter KG: Ex-Spiegel-Vize Martin Doerry vertritt die Redaktion

Ex-Vize-Chefredakteur Martin Doerry rückt in die Geschäftsführung der Mitarbeiter KG auf
Ex-Vize-Chefredakteur Martin Doerry rückt in die Geschäftsführung der Mitarbeiter KG auf

Wahl-Tag beim Spiegel an der Ericus-Spitze. Bis heute um 15 Uhr konnte die Belegschaft ihre Stimmzettel abgeben, um die fünfköpfige Geschäftsführung neu zu bestimmen. Die Wahl ergab einige Überraschungen. Nach MEEDIA-Informationen wird Ex-Spiegel-Vize Martin Doerry und die Wirtschaftsressortleitern Susanne Amann die beiden Redaktionsposten in der Geschäftsführung der Mitarbeiter-KG übernehmen.

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Von Gregory Lipinski

Weitere KG-Geschäftsführer werden Johannes Varvakis und Carsten Türke für die Verlagsseite, für die Dokumentation bleibt unverändert Thomas Riedel in dem Gremium, der bislang Sprecher der KG-Geschäftsführung ist.

Um einen Posten des KG-Geschäftsführers, der die Interessen der Redaktion vertreten, gab es diverse Anwärter. Darunter war auch Gunther Latsch, Redakteur im Deutschland-Ressort, der der noch amtierenden KG-Geschäftsführung angehört. Er hat es aber nicht geschafft. Stattdessen machte Doerry das Rennen. Er vertritt die alten Zeiten des Spiegel und war als Blattmacher des gedruckten Spiegel sehr geschätzt. Doerry galt im Wahlkampf als Wunschkandidat der Chefredaktion, zugleich aber auch als Schreckgespenst des Reformer-Flügels. Beworben hatten sich um die KG-Geschäftsführun auch der Reporter im Auslandsressort Ralf Hoppe, die Kulturredakteurin Elke Schmitter sowie Alexander Neubacher und Christian Reiermann, beide Redakteure im Hauptstadtbüro.

Die neu gewählte KG-Geschäftsführung steht vor schwierigen Aufgaben. Sie muss den von Spiegel-Chef Thomas Hass verordneten Sparkurs weiter begleiten. An dem harten Sanierungskurs kann sie jedoch nicht mehr rütteln. Ihn hatten die Spiegel-Gesellschafter – darunter die Mitarbeiter-KG als Mehrheitsgesellschafterin – bereits im vergangenen Jahr beschlossen. Die Restrukturierung sieht vor, dass das traditionsreiche Medienhaus bis 2018 insgesamt 149 Stellen abbaut. Davon 35 Stellen in der Redaktion, 14 in der Dokumentation sowie 100 im Verlag. Damit will der Verlag nachhaltig 15 Millionen Euro einsparen. Derzeit lockt der Verlag die Mitarbeiter offenbar mit satten Abfindungen, um sie freiwillig zum Ausscheiden zu bewegen.

Wer künftig Sprecher der Geschäftsführung der Mitarbeiter-KG wird, steht noch fest. Er wird aus den Reihen der Geschäftsführung des Hauptgesellschafters bestimmt und wird vermutlich in den nächsten Wochen benannt. Bisher bekleidet Thomas Riedel dieses Amt.

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Alle Kommentare

  1. Ja, mein Gottchen – der Doerry und die Amann sollen die neuen Redaktionsvertreter in der KG werden. Der Ex-SPIEGEL Chef Stefan Aust hat ja deutlich gesagt im Interview mit Erich Wiedemann, was von Doerry zu halten ist – nette Büchlein, aber sonst nie was gerissen im Magazinjournalismus. Er hat sich halt bemüht, der Buchhalte …jetzt wird auch noch als Totengräber gebraucht. Von Frau Amann weiß man auch nur, daß sie Abgestandenes durchnudelt im Wirtschafts-Ressort („Laßt mich doch in Ruhe“) . Nix Neues an der Spitze also. Titanic weiter auf Kurs. Und mit ihr alle Abgemeierten ( Latsch – gottseidank weg ! ), die sich noch ein wenig auf dem Luxus-Deck sonnen wollen, bevor die Einschläge näher und näher kommen.

    1. Echt super, dieses MEEDIA. Da kann man als frustrierter Ex-Spiegel-Mensch anonym Schmähkommentare hinterlassen.

  2. Ja, mein Gottchen – der Doerry und die Amann sollen die neuen Redaktionsvertreter in der KG werden. Stefan Aust hat ja deutlich gesagt im Interview mit Erich Wiedemann, was von Doerry zu halten ist – nette Büchlein, aber sonst nie was gebracht im guten MAgazinjournalismus. Er hat sich halt bemüht… Und von Frau Amann weiß man auch nur, daß sie Treudoofes durchnudelt im Wi-Ressort. Nix Neues an der Spitze also. Titanic weiter auf Kurs. Und die Abgemeierten ( Latsch ! ), die sich noch ein wenig auf dem Luxus-Deck sonnen wollen, bevor die Einschläge näher und näher kommen.

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