„Wieder auf Erfolgskurs“: FAZ schreibt wieder schwarze Zahlen

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Die FAZ sieht sich „wieder auf Erfolgskurs“: Nach wirtschaftlich harten Jahren melden die Frankfurter nun, dass man für das Jahr 2015 wieder einen Gewinn ausweise. „Die Konzentration auf die verkaufte Auflage macht sich bezahlt. Die neuen digitalen Angebote nehmen viele Leser gerne an.“

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Bezahlt gemacht hat sich offenbar der harte Restrukturierungskurs von Geschäftsführer Thomas Lindner, den er vor zwei Jahren einleitete. Dadurch ist der Verlag im vergangenen Geschäftsjahr wieder in die Gewinnzone gesteuert und hat ein positives Vorsteuerergebnis von mehr als 13 Millionen Euro erwirtschaftet. Ob das Verlagshaus aber auch ein positives Nachsteuer-Ergebnis ausweist, wurde jedoch nicht genannt.

Als Gründe für die Ertragswende in 2015 nannte die Geschäftsführung nachhaltig gesunkene Kosten sowie stabile Erlöse im Anzeigen- sowie Vertriebsbereich. Das traditionsreiche Unternehmen hatte sich ein Sparprogramm verordnet. Es sah den Abbau von 200 Stellen vor, davon 160 im Verlag und 40 in der Redaktion. „Der Stellenabbau ist nahezu abgeschlossen, ebenso die Auslagerung von nicht betriebsnotwendigen Abteilungen“, heißt es heute in einem Beitrag zur Lage des Unternehmens, den der Verlag in der eigenen FAZ veröffentlichte.

Besonders stolz ist man in Frankfurt auf den Erfolg der digitalen Produkte. So hätte das E-Paper von FAZ und FAS inzwischen mehr als 56.000 Leser. Damit wäre die FAZ eine der erfolgreichsten digitalen Zeitungen in Deutschland.

Künftig wollen die Hessen nun auch wieder in neue Produkte investieren. So kündigten sie gerade den Start der Frankfurter Allgemeine Woche an. Das neue Magazin soll jeden Freitag einer jungen und webaffinen Zielgruppe die wichtigsten Themen der laufenden Woche präsentieren. Geplant seien hierzu fundierte Berichte, Meinungen und Hintergründe zu Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Wissen – auf 68 bis maximal 76 Seiten. Dabei sollen die Texte der Zeitschrift den gleichen hohen journalistischen Anspruch haben wie die FAZ oder FAS.

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