Frankfurter Allgemeine Woche: FAZ startet neues Magazin für junge Leser

Junge Zielgruppen im Visier: FAZ-Geschäftsführer Thomas Lindner
Junge Zielgruppen im Visier: FAZ-Geschäftsführer Thomas Lindner

Jetzt-Magazin bei der Süddeutschen Zeitung, Bento bei Spiegel Online, Orange beim Handelsblatt – immer mehr große Medienhäuser setzen auf Jugendliche als Zielgruppe, um die Vertriebs- und Anzeigenerlöse zu steigern. Jetzt drängt auch der Verlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) in das inzwischen heiß umkämpfte Segment und bringt die Frankfurter Allgemeine Woche.

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Von Gregory Lipinski

Nun hat auch Thomas Lindner, Vorsitzender der FAZ-Geschäftsführung, die Jugend entdeckt. Er plant demnächst die Frankfurter Allgemeine Woche herauszugeben, ein neues Produkt für junge, webaffine Leser ab 29 Jahren. Das Magazin soll jeden Freitag Jugendlichen die wichtigsten Themen der laufenden Woche präsentieren. Geplant seien hierzu fundierte Berichte, Meinungen und Hintergründe zu Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Wissen – auf 68 bis maximal 76 Seiten. Dabei sollen die Texte der Zeitschrift den gleichen hohen journalistischen Anspruch haben wie die FAZ oder FAS, heißt es.

Vorgesehen ist der Start noch in diesem Frühjahr. Einen genaueren Termin will eine FAZ-Sprecherin gegenüber MEEDIA aber nicht nennen. Wie aus Branchenkreisen zu hören ist, könnte die Zeitschrift aber bereits in den nächsten zwei Monaten an die Kioske kommen. Um schnell Leser zu werben, sollen die beiden ersten Ausgaben des Magazins der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) kostenlos beigelegt werden.

Damit wagt der FAZ-Verlag erstmals seit vielen Jahren, wieder ein Printprodukt auf den Markt zu bringen. Zuletzt hatten das traditionsreiche Zeitungshaus 2001 die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) als gedruckten Titel gelauncht.

Erscheinen soll die FAZ Woche in gedruckter und digitaler Form als Epaper. Bei der Druckauflage zum Start sind die Frankfurter mit rund 200.000 Exemplaren zurückhaltend. Möglicherweise will der Verlag hohe Kosten für Remissionen beim gedruckten Heft vermeiden, falls die Jugendliche das neue Magazin lieber auf dem Tablet lesen wollen.

Als Copypreis sind 3,50 Euro geplant. „Neben dem Verkauf am Kiosk und der Abonnentenvermarktung wird das Magazin in der Einführungsphase im Rahmen von Samplingaktionen an potenzielle Leserinnen und Leser verbreitet“, heißt es bei der FAZ.

Redaktionsleiter der F.A.Z. Woche wird Politikredakteur Dr. Nikolas Busse, zeitweise auch Korrespondent für die FAZ in Brüssel. Er baut eine eine eigene Redaktion aus Mitgliedern anderer Ressorts auf. So soll das Wochenmagazin ausschließlich Inhouse gestemmt werden. Damit schlagen die Frankfurter einen anderen Weg ein als beispielsweise das Handelsblatt. Die Düsseldorfer Wirtschaftszeitung hat für das Digitalprodukt Orange ein eigenes Team aus Jungredakteuren gebildet, die Wirtschaftsthemen – leicht verständlich – für die Zielgruppe aufbereiten. Herausgeber von Orange ist der ehemalige Handelsblatt-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs.

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Alle Kommentare

  1. Sie schreiben: …“webaffine Leser ab 29 Jahren. Das Magazin soll jeden Freitag Jugendlichen die Themen …“ Schön, dass man ab 29 zu den Jugendlichen zählt! Beste Grüße

  2. Frage micgh was der Quatsch soll. Schon mal an Die Fahrer gedacht die das Zeugs ausliefern müssen. Wir stehn mittlerweile jeden Tag länger da und warten auf Irgendeine Zeitschrift , die wir dann auch noch kommissionieren müssen. Und dann soll noch alles rechtzeitig ausgeliefert sein.Denkt mal darüber nach .

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