Zalando erzielt 2015 fast 3 Milliarden Euro Umsatz – Aktionäre und Analysten feiern

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Zalando kann sich an der Börse sehen lassen

Digital Economy Das Wachstum geht weiter: Auch im achten Jahr nach der Gründung ziehen die Geschäfte beim Online-Modeversender Zalando weiter kräftig an. Die Berliner konnten für das abgelaufene Geschäftsjahr ein sattes Umsatzplus von 34 Prozent auf fast schon drei Milliarden Euro und erstmals einen dreistelligen Konzerngewinn ausweisen. Anleger des MDax-Konzerns sind glücklich und reagierten mit stattlichen Kursaufschlägen.

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Und sie können doch Geld verdienen: Immer wieder werden Start-ups, die unter dem Brutkasten von Rocket Internet hochgepäppelt wurden, schnell mit dem Label des Geldverbrennens abgestempelt – Zalando nun macht erneut den Unterschied. „Viele hatten sich gefragt, wie wir jemals profitabel werden wollen“, wiederholt Co-Konzernchef Rubin Ritter den Dauervorwurf, um ihn dann in der Geschäftsbilanz für 2015  zu kontern.

Bereits das zweite Jahr in Folge konnte der Berliner Modeversender, an dem die Samwers inzwischen nur noch zu 10 Prozent beteiligt sind, den Nachweis der Profitabilität erbringen: Nach 47 Millionen Euro im Vorjahr fuhr Zalando im abgelaufenen Geschäftsjahr nunmehr bereits ein Nettoergebnis von 121 Millionen Euro ein – ein Plus von 157 Prozent, weit mehr als von Analysten erwartet.

Börse mit Jahresbilanz zufrieden

Auch die Umsätze des größten europäischen Online-Modehändlers wuchsen weiter respektabel: Nach 2,21 Milliarden Euro im Vorjahr erlöste Zalando nunmehr bereits 2,96 Milliarden Euro – ein Umsatzplus von knapp 34 Prozent. Mittelfristig wollen die Berliner weiter um 20 bis 25 Prozent wachsen.

Die Börse reagierte erfreut auf das vollständige Zahlenwerk für das Geschäftsjahr 2015: Die Aktie des MDax-Konzerns legt bis zum Ende des Xeatra-Handels um mehr als 4 Prozent auf genau 30 Euro zu.

Zalando-Aktie liegt 2016 weiter 17 Prozent hinten – Analysten sehen Potenzial

Allerdings: Die schweren Kursverluste, die Zalando wie fast alle anderen Internetaktien seit Jahresbeginn erlitt hat, konnte die Anteilscheine damit nicht annähernd ausgleichen. Seit Jahresbeginn, als Zalando bei Kursen von über 36 Euro ins 2016 gestartet war, liegt die Mode-Aktie weiter um satte 17 Prozent hinten.

Für Banken lädt das gegenwärtig ermäßigte Niveau zum Kaufen ein. Gleich drei Analysten bekräftigen nach Bilanzvorlage heute ihre Kaufempfehlung: Die Baader Bank sieht ein Kurspotenzial von 36 Euro, die Analysten von Kepler Cheuvreux bleiben bei einem Kursziel von 38,50 Euro, während die Privatbankiers Hauch & Aufhäuser sogar eine Zielmarke von 43 Euro ausrufen. Das entspräche auf dem aktuellen Niveau einem Kurspotenzial von immerhin 43 Prozent.

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