Shitstorm nach Kopftuch-Cover: „Braune Wirrköpfe“ attackieren G+J und die Eltern-Redaktion

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Publishing Zum 50-Jubiläum gönnte sich Gruner + Jahrs Eltern fünf verschiedene Titelseiten. Auf einer war auch eine Frau mit Kopftuch und ihrem Baby zu sehen. Das fiel irgendwann auch der Querfront-Seite Politically Incorrect auf. Ein kleiner Anstupser des Blogs reichte und schon fiel ein Mob über die G+J-Telefonzentrale her. Via Mail wünschte man der Eltern-Chefredakteurin, Marie-Luise Lewicki, einen Tod in der Gaskammer.

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Passend zu den unterschiedlichen Covern lautete die Zeile dann auch recht weit gefasst: „Warum jede Mutter die Beste für ihr Kind ist“. Auf den Titelseiten zeigte die Redaktion unterschiedliche Mütter mit ihren Babys.

Überhaupt dauerte es erst einmal, bis die ersten negativen Reaktionen kamen. „Zunächst bekamen wir für die fünf Cover und die Vielfalt der Mütter in Deutschland, die sie zeigen, sehr positives Feedback. Das Titelbild einer fröhlichen Mutter mit Kopftuch ging unter anderem in den sozialen Medien durch die türkische Community und sorgte dort für wahnsinnig viele gute Reaktionen. Erst in einer zweiten Welle, nachdem das Heft bereits drei Wochen im Handel war, entdeckten uns die braunen Wirrköpfe“, erzählt die Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki gegenüber MEEDIA.

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Verantwortlich dafür war das Querfront-Blog Politically Incorrect. In einem scheinbar unscheinbaren Posting. Unter der Überschrift „Altehrwürdige Eltern mit Kopftuch-Cover“ zeigten die Autoren die Titelseite des Magazins. Dazu schrieben sie:

Die Zeitschrift ELTERN ist eine 1966 gegründete, monatlich erscheinende deutsche Zeitschrift, die sich hauptsächlich an Eltern richtet. Zum 50-jährigen Jubiläum hat sich die Redaktion etwas ganz „vielfältiges“ ausgedacht: Die Februar-Ausgabe erscheint nicht nur mit einem Titel, sondern gleich mit fünf – und eines davon zeigt die 30-jährige Muslimin Kubra (Foto) mit Kopftuch und ihrer Tochter auf dem Arm. Im Text unter dem Cover heißt es: Die ELTERN ist nicht einfach nur ein Ratgeber, sie ist eine Botschaft an junge Mütter und Väter. Alles klar, Gruner+Jahr – Botschaft verstanden!

Das Posting endete mit den Kontaktdaten zum Verlag und der E-Mail-Adresse der Redaktion. Allein der Nachsatz „Botschaft verstanden!“ reichte offenbar: „Kurz nach Veröffentlichung des Beitrags auf der PI-Website erhöhte sich die Frequenz in unserem Redaktions-Postfach und am Telefon schlagartig. Im Postfach gingen im Minutentakt Mails mit teilweise übelsten Beschimpfungen ein. Und das nicht nur aus ungebildeten Kreisen – viele unterzeichneten mit vollem Namen und kamen aus der Mitte unserer Gesellschaft. Aus der Telefonzentrale von G+J bekamen wir die Rückmeldung, dass die Telefone nicht mehr still standen und dass sich die Kollegen wüste Beleidigungen anhören mussten. Einer rief sogar alle fünf Minuten an und spielte einfach nur in voller Lautstärke arabische Musik ab“, sagt die Chefredakteurin. „Und zwar so laut, dass den Kolleginnen und Kollegen der Telefonzentrale die Ohren schmerzten.“

„Ich kann damit umgehen, wenn man mir an den Kopf wirft, dass ich vergast gehöre, dass ich eine Schande für mein Volk sei oder an die Wand gestellt werden sollte. Es kann aber nicht sein, dass unbeteiligte Mitarbeiter der Telefonzentrale beleidigt und angepöbelt werden. Da hört es für mich auf.“

elternDie anderen vier Eltern-Cover

Tatsächlich erreichten die Hamburger unzählige Mails mit Kommentaren wie: „Ihr Verbrecher, gehört alle an die Wand gestellt!!! Wartet ab, auch eurer Tag der ‚Erkenntnis‘ wird kommen, Drecksbande! Der Islam gehört euch in euren Schädel geschlagen!“. Oder: „Euch Arschlöcher sollte man allesamt aus Deutschland mit dieser Kalifa Al Merkel nach Syrien ausfliegen.Dort könnt Ihr Deppen, dann Euren Mist weiter verzapfen. Keine ELTERN Zeitschrift mehr und Boykott gegen Gruner und Jahr.“

Hätten die Verlagsjuristen nur die geringste Chance gesehen, gegen das PI-Posting vorzugehen, hätten sie sie ergriffen. „Die Autoren haben aber so geschickt formuliert, dass wir nichts dagegen tun konnten. Das zeigt, welch große Erfahrung die längst im Agitieren haben“, kommentiert Lewicki.

Das letzte Mal, dass die Eltern-Chefin eine vergleichbare Protestwelle erlebte, ist schon Jahrzehnte her. „Das war Anfang der 80er-Jahre“, erinnert sie sich. „Ich war noch Volontärin in Fulda und hatte über die Boatpeople berichtet“. Als die damals 19-Jährige aus der Redaktion kam, hatten Unbekannte ihr Auto auf die Fahrertür gedreht. Alle vier Reifen zeigten auf das Redaktionsgebäude. „Das Schlimme war weniger die Bedrohung, sondern vielmehr der Fakt, dass für die Reparatur mein gesamtes Volontärs-Gehalt drauf ging“. Trotzig merkt sie an: „Damals habe ich mich nicht einschüchtern lassen und werde es heute erst recht nicht.“

Unabhängig von dem Kopftuch-Cover kam die Ausgabe mit den fünf Titelbildern bei den Leserinnen gut an und verkaufte sich rund zehn Prozent besser als vergleichbare Hefte. Zudem entdeckten die Hamburger mit muslimischen Müttern eine gänzlich neue Zielgruppe: „Diese jungen Mütter haben wir bislang völlig vernachlässigt. Sie sind aber Teil unserer Gesellschaft und haben zudem ein großes Interesse an unseren Themen. Deswegen wollen wir uns künftig verstärkt mit ihnen und anderen gesellschaftlichen Gruppen beschäftigten, die nicht immer in unserem Fokus standen“, sagt Lewicki. Damit hätte der braune Protest-Mob genau das Gegenteil der eigentlichen Absichten erreicht.

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Alle Kommentare

  1. TomCat sagt:
    01.03.2016 um 13:18

    „Das sind keine Wirrköpfe. Wenn dieser braune Mob jemals in Deutschland wieder an die Macht kommen sollte, werden sie genau das machen wovon sie in ihren Mails reden. Erste Ansätze dazu sind in Sachsen schon erkennbar“

    Die Sachsen habe Eier genug in der Hose, den Invasoren zu sagen: „Wir wollen Euch nicht !“
    Das ist unser Recht.

    Im Video ist es ja nun wirklich deutlich zu sehen- eine geifernde und spuckende Kopftuch- Tante.
    Dann der Bericht des Polizei- Einsatzleiters, daß die Bus- Insassen Kopfabschneider- Gesten zeigten…

    Nicht nur die Clausnitzer wollen solche „netten Flüchtlinge“ nicht !

    Ich bin nicht fremdenfeindlich !
    Mein Feind ist nicht das Fremde, sondern das Bekannte !

    Gabriel Roeff

    1. Ich möchte nur darauf hinweisen das das „streng“ getragene Kopftuch u.A.folgende Botschaft transportieren soll:
      Diese Frau wurde von ihrem Ehemann rechtmäßig erworben!
      Es handelt sich also um eine sog. „Kaufbraut“!
      Diese Frau wurden von ihren Eltern dazu konditioniert sich vollkommen den Gesetzen der steinzeitlichen „Sharia“ zu unterwerfen.
      Der „Verkaufswert“ dieser Frau bemaß sich nach ihrer „Unberührtheit“!
      Diese Frau befindet sich nun im unumschränktem Besitz ihres Ehemannes!
      Welchem es erlaubt ist bis zu 4 „Ehefrauen“ zu erwerben!
      Diese Frau erzieht ihre Kinder im Sinne einer restriktiven Idiologie!
      Wer dieser Frau zu Nahe tritt, sie „beschädigt“ oder „entehrt“ muss um sein Leben fürchten!“Gesetzen“ beugen zeigt beispielhaft das Schicksal von HATTÜN SÜRÜCI!
      Deren Brüder z.Z. in der TÜRKEI wegen heimtückischem Schwesternmord vor Gericht stehen!I
      Im Übrigen bin ich der Meinung das das Verstümmeln der Genitalien von Mädchen und Jungen ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist!

      1. Ich möchte darauf hinweisen, dass satirische Beiträge bitte auch als solche zu kennzeichnen sind. Sonst nimmt jemand diesen Kommentar noch ernst 😉

      2. Ihr Argument überzeugt mich nicht!
        Könnten Sie bitte noch einige weitere seriöse Gegenargumente anfügen?

      3. Übrigens ist es auch eine Wahrheit, dass relativ viele Muslime z.B. in Berlin zwar angeblich nur eine Frau haben aber in Wirklichkeit drei weitere als Alleinerziehende (und dem Staat auf der Tasche liegende) Frauen in anderen Wohnungen sitzen haben. Das weiß der Staat auch aber er kann es nicht beweisen oder möchte es nicht oder tut sich halt – wie in allem, das eindeutige Ansagen bräuchte – schwer.

  2. Oesterreich:

    Der aktuelle 3. NR-praesident Hofer (FPOe) stellt das Verbotsgesetz infrage.
    FPOe-chef Strache jubelte ueber den Erfolg von Jobbik, lud Geert Wilders
    ein, nannte BK Faymann einen „Staatsfeind“.
    Wahlslogan sowohl von NPD als auch FPOe: „Die soziale Heimatpartei“.
    Karl Schnell und Gudenus sprachen von „Umvolken“.
    2000 und 2014 sind FPOe-abgeordnete mit Kornblumen im Parlament aufgetreten.
    Am Fr. 19.5.2006 wurde von Radio Antenne Salzburg in den 19-Uhr-
    nachrichten ein hoher BZOe-funktionaer (ich glaube, es war der
    burgenlaendische Spitzenkandidat) gefragt, wer BZOe-obmann wird. Antwort:
    das wird zum gegebenen Zeitpunkt bekanntgegeben und: „Kommt Zeit, kommt Rat,
    kommt ATTENTAT“.

  3. Die Mütter der Zukunft werden in einigen Jahren in unserem Land vorwiegend muslimische Frauen sein. So what. Vielleicht sollte man auf dem nächsten Cover auch einen bärtigen Mann mit einem Kaftan abbilden – schließlich heißt die Zeitschrift „Eltern“ und nicht „Mütter“.

  4. Na ja, die Zeitung heißt ja nicht „deutsche Eltern“. Elternliebe, Elternsein ist wohl an keine Religion, Nationalität oder sonstwas gebunden. Mir gefallen die Cover, es hätte allerdings auch mal ein Mann dabei sein dürfen, gerne mit Kopftuch…. 🙂

    Die meisten die sich hier aufregen haben die Zeitung vermutlich nie gelesen. Aber Hauptsache man kann unter dem Deckmantel des „Schutz der Frauenrechte“ seine Fremdenfeindlichkeit oder seine mangelhafte Kinderstube ausleben. Dazu die Kommentare mit den da geäußerten Verschwörungstheorien (staatlich organisierte Schlägertrupps) oha….. Jedem seine Paranoia.

    1. Sehr geehrter Herr Michael, das ist ja das Problem von solchen, die sich das Volk benennen. Damals am Ende der DDR war das mutig und mehr als ehrenwert. Dieses „wir sind das Volk“ kam ohne den Pöbel aus, der sich später dieser Worte bemächtigte. Was Sie über Elternliebe schreiben, ist wahr und schön zugleich. Es gibt aber wohl Menschen, die sich selber gern als “ wir sind das Pack“ bezeichnen, denen fehlt einfach jegliche Empathie. Die wollen gar nichts anderes als hassen. Und sie hassen sich wohl auch selbst. Welch schlimme Fantasie von einer Schreiberin. Lesen Sie das erbarmungswürdige Mail einer Hanna. Die schreibt neben anderem Schwachsinn, ohne dabei von braun auf Schamrot zu wechseln von staatlich bezahlten Schlägertrupps. Wie krank muss man sein, um sich so zu verwirren.
      Und dann erzählt sie noch, sie sei für europäische Kultur. Wenn eine Kultur zu solcher Menschenverformung führt, dann bin ich gerne aus einer anderen Kultur. Florian Adler

      1. Wehret den Anfängen! Wehret den Männern hier, die sich vor „Eltern“ werfen und den Frauen schreiben (ACHTUNG! Michael und Florian schreiben es den FRAUEN ins Stammbuch, was für eine Farce!) , SIE würden „unter dem Deckmantel des ‚Schutz der Frauenrechte‘ ihre Fremdenfeindlichkeit und ihre mangelhafte Kinderstube ausleben“. Unfassbar. Der Wahnsinn sowas. Und der zweite Mann fühlt sich – endlich – verstanden. Von einem Mann… in einem Hass, der sich halte nur auf der anderen Seite des Spektrums positioniert. Und kein Gramm besser ist als der Hass den Sie hier gegen die Frauen generell und gegen die ihrer Meinung nach „Braunen“ verspritzen. Aber okee, die Gesellschaft spaltet sich. Und ehrlicherweise ist das bei so wichtigen Themen auch ganz gut.

    2. Ihnen ist anscheinend nicht bewußt das der „BEDECKUNGS/KOPFTUCHZWANG“ alle in Jahrhunderten hart erkämpften Gleichberechtigungserrungenschaften unserer Frauen widerspricht.
      Ausnahmslos ALLE streng verhüllten bzw. bekopftuchten Frauen wurden an den Meistbietenden verschachert.
      Ein türk. Kollege gab auf Nachfrage offen zu das er seine „Kopftuchbraut“ seinerzeit für 15 ooo DM erworben hatte.
      Zudem handelte es sich um seine Cousine und das Geschäft wurde durch die Eltern ausgehandelt.
      Oft sieht der Bräutigam seine „Zukünftige“ zum Erstenmal am Hochzeitstag.
      Und auch da nur verschleiert.
      Der AfD wird ein rückständiges Frauenbild vorgeworfen.
      Das was wir nun importieren ist das urzeitliche Frauenbild der
      „Herden und Steppenvölker“.
      Anscheinend finden einige „Frauenfeinde“ die Frau als Handelsware faszinierend!

    3. Danke Michael, besser hätte ich es nicht ausdrücken können! Ein Vater mit Kopftuch 😂…genial! Ich denke auch, dass viele hier bisher nicht mal wussten, dass es die Eltern Zeitung gibt. Ich denke, die meissten kommen über die Bildzeitung nicht hinaus. Ganz sicher haben sie auch noch nie mit einer Muslima gesprochen oder zu deren Familien Kontakt gehabt…aber „natürlich“ wissen sie trotzdem genau Bescheid und glauben „tacheles“ reden zu müssen. Mit Argumenten ist solchen Leuten nicht bei zu kommen, aber mit Humor können diese verbitterten Menschen in der Regel nicht umgehen und manchmal bringt man sie damit zum nachdenken. Habe ich schon erlebt!

      1. Oh mei Petra Hipperlin. Sowas von arrogant und Menschen-verachtend dieser Kommentar. SIE entscheiden, WAS „solche Leute und ihre Meinung“ sind? Sie WISSEN, dass „solche Leute“ noch nie mit einer Muslima gesprochen haben. SIE entscheiden, was „tacheles“ ist? SIE glauben, SIE könnten „diesen verbitterten“ Menschen „mit Humor“ kommen und sie damit „zum Nachdenken“ bringen. Huiiiii… was sind Sie von Beruf? Psychologe… Pfarrerin…..Besserwisserin….Hasserin…. Jedenfalls sind Sie arrogant, wenn Sie keine anderen Meinungen und Erfahrungen gelten lassen. Für mich gilt: Keine Toleranz für jegliches Symbol, das Unterdrückung der Frau auch nur im Ansatz signalisiert und keine Toleranz für weitere Forderungen, die solche Symbol und/oder Verbote (Mädchen im Schwimmunterricht oder bei Schulausflügen, Verbot von Schweinefleisch und ähnliches Gedöns) politisch durchsetzen wollen oder sollen. Auch dieser Staat, in den Leute mit anderen Auffassungen zum Status von Frauen flüchten, ist zu „Null Toleranz“ für all diese mittelalterlichen Ansinnen verpflichtet. Ebenso wie es für Christen- oder Judenverfolgung hier NULL TOLERANZ zu geben hat, gilt dies auch für ALLE Einschränkungen und Angriffe auf Frauen und Frauenrechte. wer das nicht akzeptiert, hat dieses Land zu verlassen und dorthin zu gehen, wo seine Vorstellungen gelebt werden können. Aber ganz sicher nicht bei uns.

  5. @keumel
    Zunächst einmal bin ich eine Frau, also eine aus der Gruppe, für deren Rechte Sie sich so vehement ein zu setzen glauben! Sprechen Sie mir bitte nicht das Recht ab, ein Kopftuch zu tragen! Außerdem bin ich eine Deutsche und halte mich an unsere Verfassung, die jedem Menschen das Recht auf Relegionsfreiheit zugesteht! Auch Frauen! Dann bin ich auch noch die Freundin einer deutschen Frau, die von ihrem deutschen Ehemann regelmäßig verprügelt wurde und bei ihren muslimischen Nachbarn Zuflucht fand. Diese Nachbarn haben ihr Mut gemacht, sich zu wehren. Sie ist deshalb nicht zum Islam
    übergetreten, aber esverbindet sie bis heute eine tiefe Freundschaft. Außerdem
    bin ich Arbeitgeberin von 10 Angestellten, von denen vier muslimische Frauen
    sind und drei ein Kopftuch tragen. Sie sind sehr emanzipiert, hoch gebildet und
    vor allem sehr tolerant und weltoffen. Ach ja, eine Afrikanerin gehört auch zu
    meinem Team und eine deutsche Katholikin. Ich selbst fühle mich zu keiner
    Religion hingezogen, aber die Bibel kenne ich trotzdem und den Koran übrigens
    auch. Aber vor allem bin ich überzeugt, dass ich die Freiheit, die ich für mich
    einfordere, auch anderen Menschen zugestehe! Genau wie Sie verurteile ich
    Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Gewalt, aber im Unterschied zu Ihnen,
    glaube ich nicht, dass ein Kopftuch oder ein Kreuz tatsächlich etwas über die
    Menschen aussagt, die sie tragen. Wenn das in Ihren Augen arrogant ist, kann
    ich damit leben.

    Übrigens war nicht ich die, die “ entschieden hat, was die Meinung SOLCHER Leute ist“. Diese Leute haben ihre Meinung doch hier selber kund getan!
    Nun wissen Sie, was ich bin und auf welcher Basis ich mir meine Meinung gebildet habe. Wie sieht’s mit Ihnen aus? Was hat diese Mutter mit dem Kopftuch auf dem Cover eigentlich getan, dass Sie glauben, sich für sie einsetzen zu müssen? Ja, vielleicht bin ich eine Besserwisserin…ich weiß nämlich ganz sicher, dass ein Kopftuch in den meisten Fällen nicht bedeutet, dass eine Frau gekauft oder unterdrückt ist! Und ich erkenne Rassismus, wenn er mir begegnet! „Hasserin“ empfinde ich allerdings als Beleidigung, jedenfalls, wenn ich von ernstzunehmenden Menschen so genannt werde. Sie dürfen das gerne so sagen😉

  6. @ Petra Hipperling – anständigerweise will ich kurz antworten. Ihre Erfahrungen in allen Ehren. Das sind aber „Einzelfälle“ und von daher bei politischen Entscheidungen unerheblich. Gleichberechtigung ist ein Recht und das betrifft ALLE. Jeder – auch Sie – weiß, dass Frauen in vielen Ländern der Welt überhaupt nichts gelten. Gehen Sie nach Saudi Arabien oder ähnliche Staaten und Sie dürfen nicht mehr Auto fahren und sind ein NICHTS. Da wir hier nicht nur Ihre geschilderten, emanzipierten Frauen in Deutschland aufgenommen haben sondern Millionen Menschen, die mit einem vollkommen anderen Frauen-Bild sozialisiert wurden UND weil wir wissen, dass Integration in diesem Punkt besonders bei lange im Land lebenden Migranten oft nicht funktioniert hat, muss die Politik im Sinne ihrer Bürger agieren. Klartext, keine Ausnahmen (mehr) zulassen, Gesetze ändern und durchziehen. Keine falsch verstandene Toleranz mehr. Bei so vielen Zuzüglern und noch nicht integrierten Parallelgesellschaften ist das zwingend. Ehrenmorde und ähnliches darf es nicht geben, denn sie sind das deutliche Zeichen, dass sich die Menschen hier nicht integriert haben und auch kein Interesse daran hatten und haben. In Schulen geforderte Toleranz muss durch Gesetze verhindert werden. Dann wissen alle, woran sie sind und sich zu halten haben. Ihre Einzelbeispiele sind, wenn es darum geht, dass sich round about 80 Millionen Bürger in Deutschland an Gesetzen orientieren können und sich zu orientieren haben, nicht relevant. Hier geht es ums Ganze und nicht um meine persönlichen Erfahrungen bei mir zuhause oder in meinem Büro.

    1. @keumel.
      Ihre moralische Keule ist so groß,die bekommen Sie kaum gehoben. Große Dinge beginnen im Kleinen und so hoffe ich sehr, dass Ihre Kleidung nicht von Näherinnen in Bangladesch für einen Hungerlohn zusammengenäht werden, die seltenen Erden für Ihr Handy und Tablet nicht von Kindern im Kongo mit bloßen Händen aus dem Boden gekratzt werden und Ihr Tofu nicht aus Soja-Monokulturen aus Brasilien kommt, wo dafür Indiostämmer in die Armut vertrieben werden. Lesen Sie zudem weder Stern, noch Focus, noch TV-Spielfilm, wo auf den Titelbildern ein sehr fragwürdiges Frauenbild propagiert wird.
      Und wenn Sie so handeln und es sich heute mit Kakao (oneworld versteht sich) gemütlich machen, haben Sie mehr erreicht als mit Ihrer hier geäußerten undifferenzierten grundsätzlichen Ablehnung. Vielleicht kommt Ihnen dann auch mal der Gedanke dass ein Kopftuch Bestandteil einer Kultur sein kann ohne mittelalterlichen Fundamentalismus auszudrücken.
      Ach ja, und wenn Sie da so sitzen, lesen Sie doch mal „Eltern“. Diese Zeitschrift ist sehr sehr gut und hat aktuell tolle Cover im Angebot. Um nicht mehr und nicht weniger geht es doch hier.

      Anständigerweise würde ich es begrüßen, wenn Sie mir nicht antworten. 🙂

    2. Noch einmal meine Frage: Was hat die koptuchtragende Frau auf dem cover der Elternzeitung damit zu tun? Nein, meine Mitarbeiterinnen sind keine Einzelfälle…Ehrenmorde hingegen schon! Und sie dürfen nicht toleriert werden! Werden sie auch nicht, denn wir leben in Deutschland und nicht in Saudi Arabien! Leider hilft das nicht, wenn es um Rassisten, Neonazis oder prügelnde Deutsche geht. Ich bin gezwungen auch diese Menschen nach unserem Grundgesetz zu behandeln und muss es tolerieren, dass es Deutsche gibt, die auf hilfesuchende Familien einprügeln oder ihnen das Dach über dem Kopf anzünden. Was mich beruhigt ist, dass ich fest daran glaube, dass diese Leute NICHT „das Volk“ sind!
      Was meinen Sie mit dem Satz: „In Schulen geforderte Toleranz muss durch Gesetze verhindert werden“??? Toleranz verbieten???? Deutlicher gehts jawohl nicht!!! Und mich bezeichnen Sie als menschenverachtend! Ich denke, Sie und Ihresgleichen sind die Einzelfälle…zum Glück für unser großartiges, weltoffenes, hilfbereites Land!

  7. Boah eye.. @ Michael: Sie tun mir leid, ehrlich. Sie sind der Moralist in dieser Runde und Sie hassen die Deutschen, die sie für alles schlechte in der Welt verantwortlich machen wollen. Und daraus dann die Moralkeule auf die braven Bürger raufprasseln lassen, die ganz sicher keine „Schuld“ an den Zuständen in der Welt haben. Was hat das eine damit zu tun, dass wir anderen Kulturen sagen. Komm nur hierhjer, wenn Du Dich an unsere Regeln hältst und Frauen und Deine Töchter nicht unterdrückst, zu Sklaven machst. Mehr will ich dazu gar nicht sagen, denn es ist unsäglich, was Sie hier alles vermischen. Wir diskutieren hier EIN Thema, nämlich Muslime und ihr schrecklicher Umgang mit Frauen. Und das diskutieren wir an ELTERN, die hier eine besondere Pflicht haben und sehr klar – für beide Seiten – mit dem Thema umgehen sollten oder eigentlich müssen. Ein bißchen über den Tellerrand hinausschauen. UND: Sie mit ihrem Deutschen-Hass und diesem Getue, alle anderen in der Welt wären die Guten (vor allem Musime mit ihrem verheerenden islam-internen Morden und Schlachten) werden sie glücklich, werden sie „baden“ gehen. @Petra: Ich hab auf dieser unpolitischen Sicht auf das Thema, das für unsere Gesellschaft wichtig ist, ein Problem und denke, wir haben ausgetauscht. Das ist gut. Ihre Frage zu dem evtl. mißverständlichen Satz der „In Schulen geforderten Toleranz….“ betraf die Forderung von Muslimen, dass ihre Töchter in vielen Fächern nicht mitmachen dürfen und dass sie das durchsetzen wollen. Hier ist die Toleranz der falsche Weg. Übrigens wissen das inzwischen auch alle Politiker. Sie diskutieren auch darüber, dass sie Gesetze/Vorschriften machen müssen und nicht vor Gericht ziehen, das ihnen dann ins Stammbuch schreibt, sie sollen sich nicht vor den Aufgaben drücken, VORHER Richtlinien herauszugeben, bevor sie vor Gericht ziehen. Das alte Sprichwort stimmt immer noch: Reiche den kleinen Finger und es wird der ganze Arm.

    1. Ich denke, ich habe genug Zeit mit Ihnen verschwendet und werde mich jetzt wieder auf denkende Menschen konzentrieren…werden Sie glücklich in Ihrer kleinen, engstirnigen und von Vorurteilen und Halbwissen geprägten Welt.

    2. Werter Keumel, Ihre Worte sind so stupid, dass ich Ihnen dazu gratulieren muss. Diese Worthülsen passen rein in die vom selbsternannten Volk, das so wie Sie es sehen nur bei Braunen stattfindet. Sie können gar nicht diskutieren. Ihre Pamphlete sind lächerlich, zum Teil widerlich. Sie passen genau in den Schuber von Menschen, die so jämmerlich sind, dass man sie aber leider dennoch ernst nehmen muss. Sie erregen sich wegen eines Titelbildes mit einer Frau mit Kind, die Kopftuch trägt. Sonst gibt es dort nichts zu sehen. Sie schwadronieren über Deutschenhass. Ich glaube, Sie sind der Typ der alle hasst, die nicht Ihren Zielen dienen. Ich glaube, Sie hassen sich sogar selbst und ich könnte mir vorstellen, dass Sie Hassbotschaften gegen sich selbst schreiben würden. Nun mache ich es wie der Herr Michael und gehe davon aus, mit Ihnen nichts mehr zu tun zu haben. Es ist sinnlos gegen soviel an hassender Schlichtheit anzugehen. F.A.

      1. Mögen sich die werten MIt-Leser/innen selbst ein Urteil bilden, wer sich hier UNFLÄTIGST persönlich beleidigend zu Wort gemeldet hat mit „selbsternanntes Volk, wideerlich, jämmerlich, schwadronieren, Hass, Hassbotschaften, hassende Schlichtheit, engstirnig, Braune“ und noch schlimmer. Hier gabs einige lesenswerte, politisch Denkende und es gab diejenigen, die nur aus kleiner persönlicher Sicht argumentieren und grundsätzlich die andersdenkenden unflätig beschimpfen. Und sich trotzdem immer noch als „die Guten“ (aka die Nichtbraunen) wähnen.

  8. @keumel: Ich bin auch Muslima und trage Kopftuch, aber nicht weil ich von jemandem gezwungen wurde. Ich mache es aus Liebe zu meiner Religion. Außerdem sind auch Frauen mit Kopftuch manchmal gebildeter als viele deutsche Frauen. Ich habe mein Studium mit sehr guten Noten beendet und bin jetzt Wirtschaftsingenieurin. Ich begegne sehr viele Leuten auf der Straße, die denken“ ach sie trägt Kopftuch, sie ist bestimmt eine Hausfrau mit 6 Kindern und kann kein Wort Deutsch“. Ich finde das so Schade, dass Leute wie Sie so denken und gar nicht mal eine Frau mit Kopftuch kennenlernen wollen

  9. @keumel: Ich bin auch Muslima und trage Kopftuch, aber nicht weil ich von jemandem gezwungen wurde. Ich mache es aus Liebe zu meiner Religion. Außerdem sind auch Frauen mit Kopftuch manchmal gebildeter als viele deutsche Frauen. Ich habe mein Studium mit sehr guten Noten beendet und bin jetzt Wirtschaftsingenieurin. Ich begegne sehr viele Leuten auf der Straße, die denken“ ach sie trägt Kopftuch, sie ist bestimmt eine Hausfrau mit 6 Kindern und kann kein Wort Deutsch“. Ich finde das so Schade, dass Leute wie Sie so denken und gar nicht mal eine Frau mit Kopftuch kennenlernen wollen. Sie reden hier Sachen von mehereren Frauen eines Mannes, in welchem Film leben Sie eigentlich??

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