Rekordbilanz: ProSiebenSat.1 wächst kräftig mit Internetportalen

ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling
ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hat seine Ambitionen auf einen Sprung in den Dax mit starken Zahlen und einen optimistischen Ausblick untermauert. Im vergangenen Jahr konnten sich die Münchner einmal mehr auf ihr Digitalgeschäft verlassen: Ein kräftiges Wachstum in der Sparte mit Internetportalen und Online-Shops trug maßgeblich dazu bei, dass der Konzernumsatz im vergangenen Jahr um 13,2 Prozent auf 3,26 Milliarden Euro kletterte, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

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Der operative Gewinn konnte bei dem Tempo nicht ganz mithalten, übertraf aber mit einem Plus von 9,2 Prozent auf 925,5 Millionen Euro deutlich die Schätzungen von Analysten. Unterm Strich blieben 390,6 Millionen Euro als Gewinn übrig und damit 4,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Dividende soll um 12 Prozent auf 1,80 Euro je Aktie steigen.

Für 2016 legt ProSiebenSat.1 zumindest beim Umsatz gleich zu Jahresbeginn seine gewohnte Bescheidenheit ab und rechnet mit einem Plus von mindestens 10 Prozent. Für den operativen Gewinn und das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis stellt ProSiebenSat.1 dagegen wie im Vorjahr lediglich einen Zuwachs in Aussicht, ohne die Höhe genauer zu beziffern.

Am 3. März wird über die Zusammensetzung des Dax beraten. Es gilt als wahrscheinlich, dass ProSiebenSat.1 für den Dünger- und Salzhersteller K+S in den Dax aufsteigt.

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Alle Kommentare

  1. „Auf der Seite des Spiegel lese ich gerade: IS-Hacker drohen Chefs von Facebook und Twitter“, weil von Facebook und Twitter deren Accounts gelöscht worden sind.

    Nicht nur die „Internetfreiheit“ wird mit der Größe der Unternehmen für die breite Masse immer geringer, für die Unternehmen wächst gleichzeitig deren Gefährdungslage. Nach dem unglaublichen Wachstum des Internets droht schon wieder sein Zerfall, denn nicht nur deren Politik steht mit zunehmender Größe in der „Kritik der dunklen Mächte“, langfristig werden Facebook und Twitter wohl vom Markt verschwinden.

    Das wilde Wachstum des Internet hätte eingedämmt werden müssen und in geordnete Bahnen gelenkt. In der jetzigen Form dängt das Internet diejenigen, auf die es angewiesen ist, an den Rand und wird bald nicht nur für den Staat, sondern auch für die Unternehmen zu teuer werden. Da kriegt man die Krise, denn vor allem die Krisensituation beschleunigt eben auch den Zerfall.

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