Nach einem Tweet über Stephen Colbert erlebte diese junge Frau den blanken Terror

Suey Park erzählt ihre Geschichte in der SyFy-Reihe „The Internet ruined my Life“
Suey Park erzählt ihre Geschichte in der SyFy-Reihe "The Internet ruined my Life"

Es gibt unzählige Geschichten, wie ein Facebook-Posting oder ein unbedachter Tweet für Ärger im Job oder im Privatleben sorgen. Der Sender SyFy hat besonders krasse Fälle für eine neue Reality-Serie gesammelt: "The Internet ruined my Life". In der ersten Folge geht es um Suey Park, die nach einem Tweet über den "Stephen Colbert Report" den blanken Terror erlebte.

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Die Geschichte spielt im Jahr 2014 Suey Park. Die 23-jährige Suey Park hat es als Netz-Aktivistin für die Belange asiatisch-stämmiger Amerikanerinnen in den USA zu einer gewissen Popularität gebracht. In einem Tweet machte sich der Komiker Stephen Colbert über den Besitzer des Football-Teams Washington Redskins lustig, der eine „Washington Redskins Original Americans Foundation“ ins Leben gerufen hatte. Colbert twitterte: ”I am willing to show #Asian community I care by introducing the Ching-Chong Ding-Dong Foundation for Sensitivity to Orientals or Whatever.”

Damit wollte Colbert klar machen, wie absurd es ist, Rassen-Stereotype im Namen einer Stiftung zu nutzen, die sich für ethnische Minderheiten einsetzen soll. Suey Park fand den Tweet trotzdem unangemessen und twitterte: “The Ching-Chong Ding-Dong Foundation for Sensitivity to Orientals has decided to call for #CancelColbert. Trend it.” Danach brach die Hölle für die junge Frau los.

Über Nacht gingen zig tausende beleidigende, rassistische Tweets ein, Aufforderungen zu Gewalt, Vergewaltigung und Selbsttötung. Alles wegen dem hashtag #CancelColbert. Die Sache eskalierte weiter, als einige Aussagen von ihr zu #CancelColbert in einer Online-Sendung der Huffington Post aus dem Zusammenhang gerissen zitiert wurden. Sie verließ zwischenzeitlich ihren Wohnort und wechselte ihre Appartments und Telefone. Freunde und ihr Lebensgefährte wandten sich von ihr ab. Stephen Colbert selbst rief in seiner Sendung dazu auf, Suey Park in Frieden zu lassen – vergeblich.

Parks Adresse, Kontonummer, Mobilfunknummer – alles wurde im Netz öffentlich gemacht. Ein Unbekannter schickte ihr Messages, dass er ein Scharfschütze sei und vor ihrer Wohnung auf der Lauer liege. Auch per Post bekam sie Drohungen. „Ich dachte wirklich, dass die Möglichkeit besteht, dass ich sterbe“, sagt sie in dem SyFy-Beitrag. Ein erschreckend drastisches Beispiel für Cyber-Mobbing.

Die Show „The Internet ruined my Life“ von SyFy wird am 9. März erstmals in den USA ausgestrahlt.

Den Beitrag über Suey Park gibt es hier zu sehen:

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