Inhalte für alle Welt: Bild bringt englische Web-Ausgabe zurück

Der Buzz  im Ausland nach dem Putin-Interview hat Nikolaus Blome und die Bild-Macher dazu bewegt, die englische Web-Ausgabe wieder ins Leben zu rufen
Der Buzz im Ausland nach dem Putin-Interview hat Nikolaus Blome und die Bild-Macher dazu bewegt, die englische Web-Ausgabe wieder ins Leben zu rufen

Publishing Bild betritt internationales Parkett und legt im Web eine englischsprachige Version auf, um exklusive Inhalte über die Landesgrenzen hinaus zugänglich zu machen. Bild International, so der Name des Projektes, wird in erster Linie von den Politik-Redakteuren verantwortet und ist quasi ein Revival. Vor einigen Jahren hatte Bild schon mal Texte ins Englische übersetzt. Damals war der heutige Twitter-Botschafter Rowan Barnett zuständig.

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Die Neuauflage der internationalen Web-Ausgabe ist bereits Ende Januar gestartet und soll nun wieder regelmäßig befüllt werden. Ziel ist es, exklusive Inhalte wie Reportagen oder Interviews auch im englischsprachigen Raum bekannt zu machen. „Wir haben festgestellt, dass unsere exklusiven Politik-Geschichten aus Deutschland und die Interviews aus aller Welt, wie zuletzt mit Wladimir Putin, auch im gesamten englischsprachigen Raum großes Interesse finden. Um die internationale Relevanz von Bild weiter zu stärken, wollen wir deshalb vermehrt Geschichten in englischer Sprache anbieten – und zwar ressortübergreifend“, erklärt Politik-Chef Nikolaus Blome die Strategie. Weitere übersetzte Inhalte sind Interviews mit anderen Spitzenpolitikern wie EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker oder der polnischen Premierministerin Beata Szydlo. Auch Stücke wie die Virtual-Reality-Reportage von Paul Ronzheimer wurden übersetzt sowie ein Kommentar zu Clausnitz.

Um die Inhalte zu verbreiten, hat die Redaktion den 2008 gegründeten Twitter-Account @Bild_English reaktiviert, für weiteren Traffic sollen das Social-Media-Team via Facebook sowie die SEO-Beauftragten sorgen. Die alte Twitter-Präsenz deutet schon an, dass sich Bild nicht zum ersten Mal auf internationales Parkett wagt. Damals probierte sich die Boulevardmarke unter Leitung von Rowan Barnett, heute Deutschlandrepräsentant für Twitter, an der täglichen Produktion englischsprachiger Stücke. Das Projekt hatte allerdings nur eine kurze Halbwertszeit und wurde im August 2010 schon wieder eingestellt.

Mit Bild International dürften die Macher nun weniger auf Traffic aus sein, sondern eher auf Beachtung am internationalen Markt. Durch die übersetzten Inhalte ist Bild weltweit für andere Medienmacher verständlich, was vor allem die Anzahl der Zitate im Ausland erhöhen dürfte. Eine englischsprachige Ausgabe betreibt seit Jahren auch Spiegel Online, das seine Inhalte unter der Marke Spiegel Online International für Fremdsprachler zugänglich macht. Die dafür zuständige Redaktion wurde 2013 verkleinertsoll im Rahmen der Spiegel-Agenda allerdings wieder „vorangetrieben“ werden, wie ein Sprecher des Verlages erklärt. „Zurzeit arbeiten wie wie geplant an der Neukonzeptionierung dieses Angebots.“ Den englischen Markt entdeckt hat 2014 auch das Handelsblatt, das gezielt für den US-amerikanischen Markt die Digitalausgabe Global Edition aufgelegt hat.

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Alle Kommentare

  1. Scheiße für alle, Gratulation.
    Bei diesen Unrat vergesse ich meine gute Erziehung.

    Ich schlage vor die „BILD“ geht nun in die „weite Welt“. Wohin egal, aber bloß weg.

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